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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Positionsentwurf zum Thema "Risikovorsorge gegen Peak Oil" - Bitte um Feedback

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Positionsentwurf zum Thema "Risikovorsorge gegen Peak Oil" - Bitte um Feedback


Chronologisch Thread 
  • From: Johannes Nix <Johannes.Nix AT gmx.net>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Positionsentwurf zum Thema "Risikovorsorge gegen Peak Oil" - Bitte um Feedback
  • Date: Mon, 21 May 2012 07:23:02 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>

On Sat, 19 May 2012 18:20:58 +0200
Christian Schmidt <csc AT schmifu.de> wrote:

>
> Der Ansatz "gegen" die Großkonzerne ist richtig (dezentral), aber die
> Umsetzung ist alles andere als ein "gesellschaftlicher" Erfolg,
> zumindest aus wirtschaftlicher Sicht.
>
> Die Gesellschaft "finanziert" den Ausbau der erneuerbaren Energien,
> nicht die Großkonzerne und eigentlich benötigen auch nur diese
> "stärkere Netze", die bei rein dezentral angelegten Konzepten
> vermutlich nicht sein müssten.
>

Auch das finde ich nicht ganz richtig und hier differiert meine
Ansicht auch etwas von der vorherrschenden im AK Umwelt.

Erneuerbare Energieträger haben den Nachteil, dass sie
fluktuieren und ihr Angebot nicht zeitlich konstant ist.
Diese Fluktuationen kann man durch weiträumige Netze
zum Teil ausgleichen, deswegen weil je größer die
Entfernungen sind, desto geringer die Fluktuationen
korreliert sind. Ein trüber und windstiller Tag
in ganz Europa ist nun mal weit weniger wahrscheinlich als
ein trüber und windstiller Tag im Ruhrgebiet.

Und diese Art des Ausgleichs ist wesentlich kostengünstiger als die
immer relativ verlustreiche Speicherung von elektrischen Strom.

Zudem ist meiner Meinung nach der Faktor "Entfernung"
kein Kriterium für Netze. Auch Informationsnetze
funktionieren entfernungsunabhängig. Viele effiziente
Netze bilden sogenannte "Kleine Welt Netzwerke", in
denen es sowohl viele kurze als auch etliche lange
Verbindungen gibt, und die deshalb diese Funktion,
Knoten zu verbinden, extrem effizient erledigen.

Läßt sich nicht völlig auf Energienetze übertragen,
die aus Kostengründen weit stärker hierarchisch aufgebaut
sind. Aber ich denke langreichweitige, teilweise
redundante Verknüpfungen stabilisieren solche
Netze und können gerade eine dezentrale Erzeugung
erleichtern.

Dass weiträumige Netze notwendigerweise nur
Großkonzernen zu Gute kommen finde ich keine stichhaltige
Aussage, sorry.

Viele Grüße,

Johannes





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