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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Positionsentwurf zum Thema "Risikovorsorge gegen Peak Oil" - Bitte um Feedback

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Positionsentwurf zum Thema "Risikovorsorge gegen Peak Oil" - Bitte um Feedback


Chronologisch Thread 
  • From: Csc <Csc AT news.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Positionsentwurf zum Thema "Risikovorsorge gegen Peak Oil" - Bitte um Feedback
  • Date: Mon, 21 May 2012 10:25:58 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


Hallo Johannes, Hallo Kollektiv,

danke für deine Argumente, ich werde erst später (verm. i. Laufe d. Woche) darauf eingehen können, da ich gerade in der Realität unterwegs bin.

Ich mag die Zeit aber mal Nutzen um das Kollektiv zu fragen, welche Argumente eigentlich *_gegen_* Wasserstoff als Energieträger der Zukunft sprechen und versuchen eine Argumentation aufzubauen, warum die Akkulobby m.E. momentan einen möglichen Fortschritt aufgrund des mangels an "politischen Entscheidungen" (Begründet duch Lobbyiistentum) an dieser Stelle verhindert.

Also, Wasserstoff ist *_nicht_* so gefährlich wie Benzin oder GAS und hat eine bis zu 2,5 fach höhere Energiedichte
http://www.dwv-info.de/wissen/warum.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff#Energiedichten_im_Vergleich
und für Videofreunde lassen sich auch genügend praktische Experimente (Crashtestvergleich Auto mit Benzin / Wasserstoff) finden.

Unsere "historische" Angst davor kommt m.E vorragig aus der Verbindung mit dem "Hindenburg" Unglück und dem zeitlichen "Verbinden" dieses Unglücks mit dem Nazionalsozialismus, der "bösen" deutschen Zeit. Lässt sich aber m. E. nicht
sachlich Begründen.

Generative (Nicht Regenerative) Energie ermöglicht es uns fast beliebige Mengen davon wirtschaftlich herzustellen und sofern man das nicht aus Biomasse macht ist dieses je nach Verfahren sogar ohne CO2 Ausstoß möglich.
(Mit Biomasse kann ich wunderbare Alternativen zu Öl erzeugen, die ich aber dann nicht unbedingt als Kraftstoff verbrennen würde, sondern die dann ggf. die "Ersatzstoffe" der Zukunft für Öl sein können)
http://de.wikipedia.org/wiki/Kraftstoff#Alternative_Kraftstoffe
(Bio-Ethanol, Biodiesel und Btl-Krafstoffe)

D. h. selbst der aktuelle "Invest" in Windenergieparks am Meer würde sich weiterhin rechnen, wenn man Anfangen würde endlich industriell Wasserstoff herzustellen, unabhäng davon das es "vielleicht" irgendwann mal eine "noch" "effizientere" Energiegewinnung geben könnte. Ggf. ist das auch für die
Südstaaten ein lohnender Invest, siehe parallen Thread "Pakt für den Euro"

Netzausbau an dieser Stelle müsste also erst mal nicht sein.

Kurzer Exkurs zu "effizient" und "effektiv":

effektiv = "Die richtigen Dinge tun"
effizient = "Die Dinge richig tun"

Meine eigene Erfahrung "lehrt" mich, das diese Begriffe in der Praxis
genau so gerne Verwechselt werden wie "Freiheit" und "Gerechtigkeit" und das mag an Übersetzungsfehlern aus dem englischsprachigen Raum kommen
http://de.wikipedia.com/wiki/Effektivität#Die_Unterscheidung_zwischen_Effektivit.C3.A4t_und_Effizienz_nach_Pe​ter_Ferdinand_Drucker http://de.wikipedia.com/wiki/Effektivit%C3%A4t#Die_Unterscheidung_zwischen_Effektivit.C3.A4t_und_Effizienz_nach_Pe%E2%80%8Bter_Ferdinand_Drucker

Zurück zum Thema:

Wasserstoff wurde bereits früher dem "normalen" Gasleitungsnetz bis zu 50% zugesetzt
(http://www.dwv-info.de/publikationen/2004/pm_04st.pdf)
und ist als "EE-Gas" bereits wieder in der "Pipeline" angedacht
http://de.wikipedia.org/wiki/EE-Gas

Dieses Verfahren hat zusätzlich noch den Vorteil das es CO2 binden kann und
würde schon bei einem Anteil von 50% im bestehenden Gasnetz bis zu 12% des
weltweit mit Gas gedeckten Energieverbrauchs von 24% reduzieren, und das bei
geringfügigen Modifikationen z. B. an Heizungsanlagen.
http://www.energie-visions.de/lexikon/erdgas.html

D. h. die durch GAS erzeugten CO2 Emmissionen reduzieren sich um 12% und die Produktion von Wasserstoff baut gleichzeitig zusätzlich noch unser CO2 Problem ab.

Es lässt sich bereits heute in fast seriennahem Ottomotor verwenden und könnte, verteilt über das bestehende GAS Netz rasch an vielen Tankstellen
verfügbar sein. http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoffmotor

Das wäre dann aber nur eine Übergangslösung bis die Brennstoffzelle
rentabel und "effizienter" wäre, die aber so oder so keine echte
Alternative für den Betrieb von Flugzeugen ist.

Durch die kurzen Investionszyklen im Bereich Verkehr ("in Autos") im Vergleich zu den langen Investionszyklen im Immobilienbereich würde auch der Anteil der im Verkehr ausgestossenen CO2 Emmisionen rasch abnehmen, ebenfalls mit dem zusätzlich positiven Effekt, das je mehr Wasserstoff wir herstellen umso mehr CO2 gebunden wird, was doch eigentlich unser "Ausgangsproblem" darstellt, oder ?

*Pautz*, setzen lassen und bitte selber Nachdenken ob ich etwas übersehen habe, da kann ich nur das Kollektiv bitten mitzuhelfen.

Wer das Energieproblem löst, löst alle Probleme (naja, zumindest einen Großen Teil) der Menschheit.

Die Akkulobby setzt Utopien vom "Smart Grid: E-Autos als Stromspeicher" in die Welt und ich möchte versuchen zu Begründen warum.
http://www.vorweggehen.de/#/Startseite/Stromspeicher_home/Stromspeicher_1.htm

Letztendlich steht "die Lösung" bereits heute im Netz und jedem der
sich diese "Sache" bewusst macht, dem wird klar warum da bisher keine politische Entscheidung gefallen ist, bedeutet dieses doch nicht weniger als den vollständigen "Umbau" unserer und anderer Gesellschaften.

D. h. "wir" als politische Partei müssen m.E. an dieser Stelle die Vison
mal aufschreiben, und alle anderen Themen die davon abhängen in den richtigen Zusammenhang bringen, "Wissen" verbreiten, "Angst" reduzieren und sich der "Verantwortung" bewusst werden.

- Ja, wir brauchen etwas wie in der "Art eines BGE", damit die betroffenen Leute wissen das wir sie wie früher mal "sozial aufgefangen werden"
- Ja, wir brauchen eine aussenpolitische Annäherung an andere Staaten, insbesondere derer, die vom Rohölexport abhängig sind.
- Ja, wir brauchen mehr "Ausgleichssysteme" da das Ergebnis sonst nur Zerstörung und Krieg bedeutet.
- Ja, wir bauen die "Finanzblasen" ab, indem wir mal wieder anfangen "die richtigen Dinge" zu tun und erst später wieder "effizienter" werden.

Erst mal über den "effektiven" Weg entscheiden.

Ich denke ich bin hier in der Partei die "gordische Knoten" zerschägt,
vielleicht versuchen wir es demnächst mal gemeinsam, dann kann ich mein "Praktikum" hier beenden.

Erst die gemeinsame Vison, dann inhaltliches und gemeinsames Arbeiten (empirische Belegführung, etc) ergibt "eine funktionierende Lösung". Know-How und Empfinden sollte bei unser guten Mischung doch vorhanden sein, oder ?

Wer wählt Parteien die eine "funktionierende", in "einfacher Sprache"
und somit auch einfach nachvollziehbare "Lösung" vorschlägt ?

Vermutlich eine "Mehrheit" und *puff*, lösen sich alle "schwarzen Männer" im Hintergrund auf.

Wir wäre es mal mit "das Leben" kommt aus Deutschland, dem Land der "Dichter, Denker und Ingeneure" und nicht nur des "Todes" ;-)

Vielleicht magst Du das hier als "Utopie" abtun. Nur Vergleiche das mal mit Atomenergie, was ist denn da der bessere Ansatz ?

Und nu ?




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