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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Fwd: 1. Abstimmung : Zentralbank-Politik und Bankenaufsicht

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Fwd: 1. Abstimmung : Zentralbank-Politik und Bankenaufsicht


Chronologisch Thread 
  • From: "CAP (Christian)" <CAP AT news.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Fwd: 1. Abstimmung : Zentralbank-Politik und Bankenaufsicht
  • Date: Mon, 24 Oct 2011 11:13:37 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


aloa5 schrieb:
CAP schrieb:
aloa5 schrieb:
Halte ich für überschaubar. Es soll lediglich von der 2%-Stabilitäts-Dogmatik abgewichen und vermehrt auf Unterschiede im Euro-Raum geachtet werden dürfen.
So wie ich Fuchsbeuter und auch andere Quellen verstanden habe, liegt es schon heute an der EZB, wie und auf welchem Level sie die Inflation halten möchte. Und diese Freiheit wollte ich nicht einschränken.
Da hast Du etwas nicht ganz richtig verstanden.

Die EZB soll natürlich weiterhin die Hoheit über Zins etc. behalten.
Das habe ich auch nicht in Frage gestellt.
Die Freiheit auf welchem Niveau die Inflation gehalten bzw. diese gewichtet wird hat die EZB aber /nicht/. Denn Ihr wurde im Vertrag als imho einzige Primäraufgabe die Preisstabilitätswahrung zugewiesen - von der /Politik/.
Die ganze Konstruktion der EZB liegt natürlich in der Hand der Politik.
Und da glaube ich, dass Ihr weder Fuchsbeuter noch mich versteht, mit der Zuweisung der Primäraufgabe der Preisstabilität an die EZB durch die Politik, hat man ihr aus gutem Grund den Interpretationsspielraum gelassen, wie sie das in Strategien umsetzten will. Und Ihr wollt auf einmal politisch Einfluss auf die Strategien nehmen. Und das ist das, wo Fuchsbeuter und mir ganz anders wird.
Das wurde Fuchsbeuter aber im Dialog auch vermittelt, wenn auch spät, und er hat es eingesehen. Seine Kritik war das man das so nicht aus dem Antrag entnehmen konnte - und das habe ich nun korrigiert und die veränderte politische Aufgabenstellung anhand derer die EZB weiterhin /autark/ agieren kann wird /erweitert/.
Das er was eingesehen hat, kann ich nicht erkennen. Seine Begründung seiner Ablehnung hätte er, wenn du recht hättest, ändern sollen. Das hat er aber nicht gemacht. Vielmehr hat er einen Diskussionsstrang nicht weiter verfolgt, wenn auf seine Fragen nicht eingegangen wurde. Das finde ich weise, würde ich aber nicht als Zustimmung interpretieren.
Preisstabilität soll bleiben, aber der Fokus um eine Wahrnehmung der unterschiedlichen Steigerungsraten soll hinzutreten. Ziel ist das auch in schwächeren Ländern die Wirtschaft nicht schrumpfen muss nur damit in Deutschland die Preise stabil bleiben.
Das verstehe ich nicht. Wie willst Du nun das Ziel erreichen? Durch EZB Handeln oder durch die Politik? Meine Antwort dazu ist ganz klar durch die Politik. Wenn es uns eine Idee einfällt, wie man die Wirkung der EZB Intervention auf die Staaten differenzieren könnte, so müsste man allenfalls der EZB noch erlauben, diese Instrumente zu nutzen, wenn sie es noch nicht dürfen. Das wäre aber vor allem eine Wissenschaftliche Diskussion und eine daraus resultierende Empfehlung.

Nur gibt es aktuell für die EZB gar keine verstärkte Veranlassung dazu so etwas anzugehen. Ihre Aufgabe ist die Preisstabilität und ggfs. die Währungsunion zu erhalten. Was im FAZ-Artikel von @rubbeldekatz als erweiterter politischer Aktionsradius der EZB angesehen wird ist aktuell noch nicht im primären Auftrag enthalten.
Das finde ich auch sehr gut so. Denn die FED hat genau wegen ihreres Doppelziels ganz erhebliche Schwächen gezeigt und Dinge getan, die in den Augen der DM-Tradition Teufelszeug sind.

Also Otmar,

bring es doch mal einfach auf den Punkt.

Wer soll welche Info zusätzlich bringen?
Was für Auswirkungen hat diese zusätzliche Info auf wen?
Welche politischen Komplikationen sind durch die Info zu erwarten?
Wer wird in seinem Handlungsspielraum wie betroffen sein?
Wer wird durch veränderte Einflussnahme, wie in seiner Handlung beeinflusst sein?
Was soll dadurch besser werden?
Was erwartet Ihr für Nachteile dadurch?

LG CAP




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