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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] 1. Abstimmung : Zentralbank-Politik und Bankenaufsicht

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] 1. Abstimmung : Zentralbank-Politik und Bankenaufsicht


Chronologisch Thread 
  • From: aloa5 <piratenpartei AT t-online.de>
  • To: 121062 <121062 AT news.piratenpartei.de>, ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] 1. Abstimmung : Zentralbank-Politik und Bankenaufsicht
  • Date: Mon, 24 Oct 2011 13:13:36 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: http://twitter.com/aloa5

121062 schrieb:

Die Debatte ist so gegenständlich wie Badehosenauswahl im Winter.

Das Umfeld ist durch stetig fallenden natürlichen Reichtum gezeichnet, der sich höher hängende Korb verschlechtert Return massiv und schon von daher ist die Feinoptimierung auf konstanter oder gar gewohnt wachsender Reichtumsgrundlage eine Geschichte der Vergangenheit.


So in etwa. Eigentlich ist die Politik gefordert - nicht die EZB.

Nur hat die Politik drei Probleme.

A) Politiker sind was VWL angeht dumm.

B) Die Wähler sind was VWL angeht (so das geht) noch dümmer. VWL ist ihnen auch schlichtweg egal, das Ergebnis soll stimmen.

C) Die Ökonomie-Zunft besteht in größeren Teilen aus Monetaristen und sieht dementprechend jedes Heil und auch die Probleme einzig im monetaristischen Feld.

--> Daraus resultiert das Forderungen gestellt werden welche überhaupt nichts mit der Problematik sondern nur mit Kosmetik zu tun haben. Problemorientiertes Handeln der Realwirtschaft/-politik (Steuern, Abgaben, Lohnpolitik, Arbeitslosenpolitik, Verteilungspolitik usw.) ist de facto damit unmöglich. Keiner der Akteure hat wirklich ein Interesse daran etwas zu verändern oder die Möglichkeit dazu. Und wenn es Mal um Veränderungen gehen soll geht es überhaupt nicht(!) um die Problemfelder sondern um Dinge wie Mindestlöhne, BGE etc. welche teilweise Probleme verschärfen. Was haben wir den beispilsweise aktuell in Spanien GB u.ä. - Mindestlohnländern? Die müssen die Löhne drücken. Wie überraschend! Mach das Mal in Spanien oder Frankreich wenn das Instrument der Währungsabwertung nicht mehr vorhanden ist und die Bürger natürlich auch nicht dahinter stehen.

Währungsauf- und -abwertungen sieht man nicht im Geldbeutel. Realpolitik sieht man unmittelbar. MwSt-Bewegungen, Lohnnebenkosten, Steuerprogressionen, Steuereinnahmen, Transferzahlungen in andere Länder ....
Wenn man /realpolitisch/ das kompensieren muss was Währungen teilweise machen und zudem noch kompensieren muss was schon mit unterschiedlichen Währungen verteilungspolitisch falsch gelaufen ist in den letzten 30 Jahren.... da brennt die Hütte. Früher hat man gesagt - gut, DM aufgewertet... "Da - haste 5 Dollar mehr Kaufkraft, meen Jung" und die Politik konnte sich zurücklehnen und dem nichts tun frönen. Globalisierung und Euro zwingen die Dummen(tm) Politiker dazu dem dummen(tm) Volk beibringen zu müssen das man nun aktiv Stellschrauben drehen muss. Und die Ökonomen müssen erst einmal selbst langsam begreifen das es ´rum ist mit "Zinsen ´runter=10000 Arbeitsplätze mehr".

Vielleicht schaffen die das bis 2025. ;)

Grüße
Otmar







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