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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Lohnnebenkosten nicht nebensächlich

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Lohnnebenkosten nicht nebensächlich


Chronologisch Thread 
  • From: DJahn <DJahn AT news.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Lohnnebenkosten nicht nebensächlich
  • Date: Tue, 14 Feb 2012 14:18:10 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


milton2011 schrieb:
... Die einfachste, marktoptimale und billigste Lösung für das Sozialstaatsgebot des GG ist eben einfach :

Man dreht die Gerade Netto = Brutto um den Mittelwert ProKopfEinkommen so weit, bis Netto = bGE für Brutto = 0 ist.
Und bGE ersetzt genau dann die Lohnzusatzkosten, wenn die KV im bGE enthalten ist.
Man hat eine lineare Steuerprogression mit Grenzsteuersatz = Spitzensteuersatz = 50 %.
Jetzt widerlegen Sie einfach mal den Wirtschafts-Nobel-Preisträger Friedman.:)

Er sah jedenfalls kein Problem für Markt und Wirtschaft.
Rechenformeln sind nicht zu widerlegen. Aber auch einem Nobel-Preisträger muss man nicht alles abnehmen. Die schlimmste Diktatur der jüngeren Geschichte in der westlichen Welt hat Friedmanns Theorien durchexerziert. Nach dem Ende der Diktatur leidet Chile heute noch unter der sozialen Ungleichheit.
Man braucht Friedmann nicht, um davon auszugehen, dass die allgemeine Freiheit in wirtschaftlichen Entscheidungen generell weniger Fehlinvestitionen verursacht als staatliche Planungen. Den Glauben, dass über die Marktreaktionen allein in jeder Gesellschaft unter allen Umständen ein optimaler Wohlstand für alle zu erreichen ist, müssen wir nicht teilen. Konjunkturelle Zyklen, wie sie in der Wirtschaftstheorie beispielhaft beim Kartoffel- oder Schweine-Zyklus für freie Märkte mit vielen Marktteilnehmern beschrieben sind, können katastrophale Folgen haben. Wenn die Geldpolitik allein eine Wirtschaft nicht aus einer Depression heraus helfen kann, so sollten Regierungen die Möglichkeit behalten, antizyklisch sinnvolle Infrastrukturinvestitionen zu tätigen und private Investitionen so wie den Konsum zu begünstigen.
Außerdem sollten Regierungen verpflichtet sein, mangelhafte Wettbewerbsfähigkeiten regional auszugleichen und Bildungs-, Informations- und Kapitalmangel, wo es nötig ist, zu beheben. Immerhin hat Friedmann für alle Heranwachsenden Bildungsgutscheine vorgeschlagen.




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