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ag-liquid-democracy - Re: [AG Liquid Democracy] Strategie und Praxis / was: Reanimation der AG Liquid Democracy

ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Liquid Democracy in der Piratenpartei

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Re: [AG Liquid Democracy] Strategie und Praxis / was: Reanimation der AG Liquid Democracy


Chronologisch Thread 
  • From: Jörg Witzel <Joerg_Witzel AT arcor.de>
  • To: LD Entscheidungs- und Diskussionsplattformen in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: Re: [AG Liquid Democracy] Strategie und Praxis / was: Reanimation der AG Liquid Democracy
  • Date: Thu, 29 Dec 2011 17:12:21 +0100
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-liquid-democracy>
  • List-id: LD Entscheidungs- und Diskussionsplattformen in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy.lists.piratenpartei.de>

Hallo,
jetzt kommen wir ja gleich zu den Details noch bevor ich mit dem Aufräumen fertig bin !
:-)

Am 29.12.2011 15:41, schrieb Bernd Brincken:
On 29.12.2011 15:06, Jörg Witzel wrote:
...
    .. Die Anforderungen des Bundesverfassungsgerichts an
    Wahlcomputer sollen erfüllt werden.

Noe, dann kann man LD gleich kippen, denn das Kriterium war ja beim BVerG, dass das Proceder jedem auch ohne Computer verständlich und überschaubar etc sein soll. Das geht nicht zusammen mit einem elektronischen Tool - wasch mich aber mach mich nicht nass.
Es geht bei LD ja auch nicht um Wahlen (-ersatz), sondern die Prozesse davor; und auch um jene außerhalb von Legislative und von Parlamenten.
Ok, wenn man von tatsächlichen Wahlen ausgeht, hast du natürlich recht. Der Satz lautet allerdings:
"Beim Einsatz elektronischer Wahlgeräte müssen die wesentlichen Schritte der Wahlhandlung und der Ergebnisermittlung vom Bürger zuverlässig und ohne besondere Sachkenntnis überprüft werden können." - von "ohne Computer" steht da nichts :-)
(http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/cs20090303_2bvc000307.html)

Mir geht es aber eher um die Leitlinien in Form:
  • Nur berechtigte Personen nehmen teil
  • Jede Person nimmt nur einmal teil
  • Die Stimmen werden korrekt ausgezählt
Und das geht meiner Ansicht nach schon elektronisch und geheim.

  * Vergleich der möglichen Lösungen zur Schließung der Anforderungslücke:
      o Liquid Feedback umbauen / erweitern
      o Eigene Variante des Tools aufbauen
      o neues Tool mit Migration
...

Das Verlassen der skurillen Lua/DB-Funktionen Plattform wäre unvermeidlich, denn damit will kein ernsthafter Programmierer auf Dauer arbeiten; es hängt aber mit der Gruppenidentität der o.g. Strukturen zusammen "Wir sind anders, und wir organisieren uns" - wogegen du als Individuum und auf Ebene der Argumente nicht ankommst.
Ich sehe dein Einsatz einer Nischenprogrammiersprache auch eher als ein Zeichen von Unprofessionalität, aber das wäre nicht die erste und nicht die letzte Programmiersprache, die ich mir aneignen müsste. Das ist seltsam aber nicht entscheidend. Ich arbeite als Softwarearchitekt ständig mit einem ganzen Zoo von Programmiersprachen. Das Rad ständig neu Erfinden, weil man die bisher verwendete Programmiersprache nicht mag ist auch nicht professionell (obwohl in vielen Projekten leider üblich :-) Von daher: ich will ein Tool das funktioniert und wenn es sein muss auch in COBOL!

Ein wichtiger Punkt ist natürlich: Als Individuum komme ich das nicht weiter - deshalb mein Versuch Gleichgesinnte zu finden, mit denen ich die Anforderungen abstimmen kann.
Genau um dieses Problem zu lösen möchte ich die AG Liquid Democracy
reaktivieren! Dazu muss man aber als erstes die Anforderungen von den
Emotionen und den Umsetzungsideen trennen ...

Was du "Emotionen" nennst, sind Gruppen-Zusammengehörigkeiten, wie so oft.
Wenn es dir gelingt, das analytisch zu packen und "herauszurechnen", und dann anders zu organisieren - Chapeau.
Das haben aber schon manche versucht, daher "ach".
Aber vll sind die Bedingungen ja jetzt wieder besser.
Mein Vorteil - so hoffe ich - ist, das ich mit der ganzen Diskussion bisher wenig zu tun hatte, weder dein einen noch der anderen Fraktion angehöre und nicht zuletzt das ich beruflich an solche nervigen Diskussionen gewöhnt bin :-)
Jörg



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