ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Liquid Democracy in der Piratenpartei
Listenarchiv
- From: Michael Vogel <ike AT piratenpartei.de>
- To: LD Entscheidungs- und Diskussionsplattformen in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de>
- Subject: Re: [AG Liquid Democracy] Reanimation der AG Liquid Democracy
- Date: Thu, 29 Dec 2011 19:32:15 +0100
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-liquid-democracy>
- List-id: LD Entscheidungs- und Diskussionsplattformen in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy.lists.piratenpartei.de>
Moin!
Am 29.12.2011 um 15:06 schrieb Jörg Witzel:
Am 29.12.2011 14:20, schrieb Michael Vogel:Am 29.12.2011 um 13:50 schrieb Jörg Witzel:Nein - das würde ich nicht so sehen. Wenn man mit dem Ziel antritt nach Alternativen zu suchen, dann hat man keine Chance die Gräben zu schließen. Mein persönliches Ziel ist:Hallo,
Am 29.12.2011 12:39, schrieb Bernd Brincken:Also entweder sind "Liquid Democracy" und "Liquid Feetback" zwei verschiedene Dinge, dann können die Vorschläge und Diskussionen für letzteres ja dort stattfinden, wo die Organisatoren das vorgesehen haben (da gibts AFAIK ein eigenes Bugtracking-System).Liquid Democracy ist ein Konzept, eine Idee - während Liquid Feedback der Name einer konkreten Implementierung ist. Ich finde es deshalb gut, dass die AG den Namen Liquid Democracy gewählt hatte.
Oder die Partei folgt der von den Feetback-Kreisen verfolgten Sicht, dass es ein und dasselbe, mithin eine eigene LD-Diskussion überflüssig sei, dann könnte man diese ML auch abschalten, oder wie bisher dahindümpeln lassen.
Ich sehe die AG eigentlich primär in der Aufgabe, Alternativen zu LQFB zu betrachten und zu entwickeln.
- Sammeln aller Anforderungen für die Meinungsbildungsplattform der Piratenpartei (von Befürwortern und Kritikern und insbesondere von Nutzern). Dieser Punkt ist extrem schwierig, weil man die tatsächlichen Anfoderungen erstmal von irgendwelchen Meinungen trennen muss: Es fordert z.B. jemand: Die Abstimmung muss auf jeden Fall öffentlich sein (ungesagt: weil Wahlcomputer böse und geheime Abstimmungen im Internet nicht überprüfbar sind). Die tatsächliche Anforderung lautet aber in Wirklichkeit: Die Anforderungen des Bundesverfassungsgerichts an Wahlcomputer sollen erfüllt werden. (Dies nur als Beispiel)
Schlechtes Beispiel :) Ich würde übrigens einen Schritt früher anfangen. Bislang hatten wir das Werkzeug, haben aber noch nicht so recht definiert, was wir überhaupt damit anstellen möchten.
Je nach Anwendungszweck muss aber das System andere Anforderungen erfüllen. Ein Tool, was z.B. nur als unverbindliche Meinungsplattform dienen soll, benötigt keine 100%ige Nachvollziehbarkeit. Ein Tool, woraus direkt Entscheidungen fließen, ggf. schon.
- Klären von Widersprüchen in den Anforderungen. Wenn man auf Ebene der tatsächlichen Anforderungen arbeitet werden das weniger sein als erwartet !
- Prüfen in wie weit das existierende System die Anforderungen erfüllt.
- Vergleich der möglichen Lösungen zur Schließung der Anforderungslücke:
- Liquid Feedback umbauen / erweitern
- Eigene Variante des Tools aufbauen
- neues Tool mit Migration
- komplett neues Tool ohne Migration
Eine Migration ist nicht sinnvoll - weswegen auch? Die historischen Daten sind historisch.
Du bist herzlich eingeladen mit mir im Rahmen der AG Liquid Democracy darüber zu diskutieren :-) Ich sehe im Moment keinen anderes erfolgversprechendes Konzept - bin aber für Link in diese Richtung dankbar (am liebsten gleich auf der AG-Seite eintragen).Ich möchte mich mit anderen, die den Liquid Democracy Ansatz allgemein und insbesondere für die Meinungsbildung in der Piratenpartei für wichtig halten darüber austauschen. Ich halte eine funktionierende Liquid Democracy-Plattform in der Piratenpartei für unbedingt notwendig - wenn wir unsere Konzepte von Parteitagen ohne Delegierte und von breiter Beteiligung der Basis beibehalten wollen.3. Offiziellen Termin für die Reaktivierung veranstaltenVielleicht magst du noch kurz erklären, was dann bei "Reaktivierung" genau passiert.
Ich denke, dass wir ein System zur elektronischen Meinungsbildung benötigen. Ob dieses unbedingt dem Konzept der LD folgen muss, ist sicherlich eine Streitfrage.
Naja, die Hessen haben ihr virtuelles Meinungsbild, was einfach nur eine Limesurvey-Installation ist. Ich würde - wie gesagt - erstmal sehen wollen, was wir mit dem Tool machen wollen, bevor wir entscheiden, welches Tool (und welche Ideologie) sinnvoll ist.
Eine genaue Analyse befindet sich ja bereits im Wiki: http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:SD/Delegationen_in_LQFB/Generelle_Aktivit%C3%A4tJa, das kann nicht wegdiskutiert werden, die Beteiligung ist sehr gering. Wobei sie durch die Neumitglieder massiv gewachsen ist.
Ein Hauptproblem ist sicherlich das User-Interface. Man braucht schon sehr viel Motivation (und Zeit) um sich das auf Dauer anzutun.
Das ist eines der Probleme. Damit bekommst Du aber nicht die Kritiker ins Boot.
PS: Welche Diskussion meinst du ? Ich möchte unter anderem eine Historie mit den wichtigsten Diskussionen und Blogs in chronologischer Reihenfolge aufbauen - falls das nicht schon jemand irgendwo gemacht hat.
Das waren Diskussionen an diversen Stellen, teilweise im RL. Wenn dann boshaft von "Aluhüten" gesprochen wird, die verhindern möchten, dass LF eingesetzt wird und die die ganzen Diskussionen so interpretieren, dass die Bedenken allesamt vorgeschoben seien, da die Personen Machtverlust befürchten, dann sagt das schon einiges aus. Gleichzeitig zu den bereits bestehenden Problemen schießt dann z.B. Berlin vor und führt auf Bezirksebene eine Klarnamenspflicht ein - was weit über das hinausgeht, was jetzt schon von den Kritikern kritisiert wird.
Ich habe in der Vergangenheit viel Zeit darauf verwendet, Tools für LF zu erstellen. Das waren Benachrichtigungsdienste für identi.ca, Twitter und Tumblr, sowie RSS-Feeds, eine Facebook-App und ein eigenes Frontend. Die Resonanz war extrem gering: Der Dienst für Berlin hat 14 Follower, der Hamburger 18, der eine Bundestwitteraccount hat 109, der andere Bundesaccount 139.
Zusätzlich kam dann von zwei LF-Verfechtern Kritik wegen unvollständiger Datenschutzerklärungen, bzw. Nutzungsbedingungen, weswegen ich die Dienste deaktiviert hatte. Ich habe jetzt nach zwei Monaten jemanden gefunden, der die Dienste auf seinem System betreiben möchte. Er bemüht sich jetzt um eine rechtliche Prüfung, erst dann werden wieder alle Dienste online gehen.
Außerdem hatte meine Facebook-App bei der LF-Design-Initiative den letzten Platz gemacht. Deswegen habe ich im Moment keinerlei Motivation, irgendetwas an Zeit in diese Dienste zu investieren. Ich werde mich deswegen auch nicht daran setzen, auf Basis der neuen API eine Applikation zu erstellen, die besser bedienbar ist.
Michael
- Re: [AG Liquid Democracy] Strategie und Praxis / was: Reanimation der AG Liquid Democracy, (fortgesetzt)
- Re: [AG Liquid Democracy] Strategie und Praxis / was: Reanimation der AG Liquid Democracy, Jörg Witzel, 29.12.2011
- Re: [AG Liquid Democracy] Strategie und Praxis / was: Reanimation der AG Liquid Democracy, Bernd Brincken, 29.12.2011
- Re: [AG Liquid Democracy] Strategie und Praxis / was: Reanimation der AG Liquid Democracy, Christian Scholz, 29.12.2011
- Re: [AG Liquid Democracy] Strategie und Praxis / was: Reanimation der AG Liquid Democracy, Bernd Brincken, 29.12.2011
- Re: [AG Liquid Democracy] Strategie und Praxis / was: Reanimation der AG Liquid Democracy, Christian Scholz, 30.12.2011
- Re: [AG Liquid Democracy] Strategie und Praxis / was: Reanimation der AG Liquid Democracy, Bernd Brincken, 30.12.2011
- Re: [AG Liquid Democracy] Strategie und Praxis / was: Reanimation der AG Liquid Democracy, Arne Mueller, 30.12.2011
- Re: [AG Liquid Democracy] Strategie und Praxis / was: Reanimation der AG Liquid Democracy, Bernd Brincken, 30.12.2011
- Re: [AG Liquid Democracy] Strategie und Praxis / was: Reanimation der AG Liquid Democracy, Dirk H., 30.12.2011
- Re: [AG Liquid Democracy] Strategie und Praxis / was: Reanimation der AG Liquid Democracy, Jörg Witzel, 31.12.2011
- Re: [AG Liquid Democracy] Strategie und Praxis / was: Reanimation der AG Liquid Democracy, Jörg Witzel, 29.12.2011
- Re: [AG Liquid Democracy] Reanimation der AG Liquid Democracy, Christian Scholz, 29.12.2011
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