Zum Inhalt springen.
Sympa Menü

ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Führt ein zu freier Markt zu Monopolen?

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

Listenarchiv

Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Führt ein zu freier Markt zu Monopolen?


Chronologisch Thread 
  • From: Christian.Seiler <christian.seiler AT hotmail.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Führt ein zu freier Markt zu Monopolen?
  • Date: Fri, 4 May 2012 17:45:22 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>

Unsinn. Eine Überkapazität gleicht sich stets selbst aus, weil ein Institut nicht mehr gleich oder über Grenzkosten operieren kann, damit pro neue Produktionseinheit Verlust macht und damit bankrott geht.


Am 04.05.2012 17:34, schrieb Daniel:
Mein Punkt ist: Es gibt eine Überkapazität im deutschen Bankenmarkt (also zuviel Bankenkapazität). Eine Folge davon ist, dass die Profitabilität der deutschen Bankenmarkten in ihrem Heimatgeschäft im internationalen Vergleich gering ist. Das ist schon länger so. Statt, dass die Banken diese Überkapazität im Heimatmarkt abgebaut hätten (indem Institute verschwinden oder eben Fusionen/Übernahmen stattfinden bei denen ein Teil der Kapazität und damit auch der Banker verschwindet), haben sie sich (wie die Landesbanken, die IKB oder auch eine Dresdner Bank) halt mittels Off-Balance-sheet Vehicles "einfaches" Geld verdient, wofür sie auch kaum Eigenkapital gebraucht hatten. Die Deutsche Bank hat das globale Investmentbanking massiv ausgebaut (und den anderen Banken die Produkte für ihre SIVs verkauft). Fusionen (wie z.B. Deutsche-Dresdner in 2000 oder unter den Landesbanken) wurden probiert sind aber immer wieder gescheitert weil es entweder weniger Vorstände/Manager gegeben hätte (wie z.B. beim DD Merger) oder die Politik dagegen war (wie bei den LBs). Die Übernahme von der Dresdner durch die Allianz ging eben nicht mit einer Bereinigung/größeren Effizienz/Kapazitätsabbau einher.
Seit der Finanzkrise findet ein wenig Bereinigung statt (So baut eben auch die neue Commerzbank einen Teil ihrer Filialen ab und hat dann weniger Kapazität als Coba und Dresdner vor der Fusion zusammen hatten. Die West LB wird teilweise übernommen und abgewickelt. Auch die Bad Bank der HRE/Depfa wird über die nächsten 10-15Jahre abgewickelt). Ich denke halt, dass diese Überkapazitäten abgebaut werden müssen und ein Weg ist über Fusionen/Übernahmen...
Aber: wie an anderer Stelle geschrieben bin ich ein Anhänger einer erheblich größeren Eigenkapitalaustattung (nicht 7 oder 8% wie aktuell diskutiert sondern doppelt so viel) und auch einem EK-Anteil, der umso größer ist, je größer die Bank ist.


Von: christoph.puppe AT gmail.com [mailto:christoph.puppe AT gmail.com] Im Auftrag von Christoph "Pluto" Puppe
Gesendet: Freitag, 4. Mai 2012 17:04
An: Daniel
Cc: porcupine87; ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Führt ein zu freier Markt zu Monopolen?


Am 04.05.2012 16:31 schrieb "Daniel" <ppdaniel71 AT googlemail.com>:
>
> Da gebe ich dir absolut recht, es gibt zu viele Banken. Um mich selbst zu
> zitieren: "Aber anstelle, dass man hier mal konsolidiert hätte (Fusionen
> z.B. von Landesbanken, Großbanken etc.), hat man sich halt bis zur

Ach schön, bin mal nicht der gleichen meinung :)

Die konsolidierung des deutschen bankenwesens wird ja seit bestimmt 15 jahren gefordert. Argument globalisierung, effizienz, unfreiwille übernahme risiken und risk spreading durch internationale geschäfte. So richtig das aus der perspektive der heuschrecke ist, da bin ich ameise. Bloß weil es mehr geld bringt, finde ich es nicht besser. Das diktat der dividende ist mächtig und hört für mich da auf, wo es die intention des wirtschaftens konterkariert: dem menschen dienen. Siehe meine ethik im wiki.

Wachstum ist gut, krebs ist schlecht. Sprich ab einem gewissen punkt, muss zellteilung bekämpft werden.

Je größer die firma ist, desto mehr wird sie zum risiko. To big to fail ist eine drohung für die volkswirtschaft die schlussendlich für die kosten aufkommen muss.

Mein wort zum sonntag :)







Archiv bereitgestellt durch MHonArc 2.6.19.

Seitenanfang