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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Mindestlohn - Versuch Konsensfindung und Positionspapier

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Mindestlohn - Versuch Konsensfindung und Positionspapier


Chronologisch Thread 
  • From: "CAP (Christian)" <CAP AT news.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Mindestlohn - Versuch Konsensfindung und Positionspapier
  • Date: Mon, 14 Nov 2011 18:17:16 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


aloa5 schrieb:
Christian schrieb:
Ich hab gerade noch mal in die Arbeitswert-Theorie http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitswerttheorie rein geschaut. Das war eher weniger das, was ich da im Hinterkopf hatte. Ich hatte eher die Gewinnmaximierung und die Marktprozesse im Hinterkopf, die zum Abschmelzen von Monopolrenten führen. Wobei beides nahe zusammen liegt. Letzteres führt aber nicht zu niedrigen Löhnen, sondern zu einer Vereinheitlichung von Löhnen in einer Volkswirtschaft.
In einer globalisierten Welt stößt Du damit an Grenzen bzw. musst welche besitzen.

Ganz davon ab: das trenne ich später irgend wann einmal in einen anderen Thread, denn es hat wenig mit einem Mindestlohn zu tun.
Das sehe ich nicht. Aber mach mal nen Thread dazu.

'aloa5 schrieb:
Ja, "Heckscher-Ohlin" hat Arbeitsplätze aus Deutschland in andere Staaten verschwinden lassen. Das spricht aber nicht dagegen, dass bei uns neue entstehen. Genauso wenig müssen die Griechen mit uns in High-Tech noch mit den Chinesen im Low-Cost-Bereich mithalten. Sie brauchen ja nur einen komparativen Vorteil.

"Nur" - Du bist gut ;). Hex, hex... :)
ok, im Euroraum ist da was dran. Ansonsten ist hex, hex schon ganz richtig.

aloa5 schrieb:
Vor dem Hintergrund bringt uns "Heckscher-Ohlin" auch keine Arbeitslosigkeit. Es bringt nur Entwicklungsbedarf. Und da tun wir uns Europäer sehr schwer. Aber auch das wird bald wieder etwas gemächlicher, wenn die BRIC auf unserem Niveau angekommen sind und es nicht so große Billiglohnländer mehr gibt. Aber weil dann die komparativen Vorteile sich nicht mehr so dynamisch verschieben, werden wir auch gnadenlos hinterher hinken, wenn wir bis zu diesem Zeitpunkt nicht unsere Hausaufgaben gemacht haben und unsere Wirtschaft und unsere Haushalte in gutem, nachhaltigen Zustand sind.

Das Problem um zum ML zurückzukommen wird dann für Franzosen und andere sein das sie zu hohe Mindestlöhne haben. Wenn man wie ich es für besser halte die Lohnnebenkosten entsprechend senkt, dann kommen wir sehr viel schneller in den "Genuss" des Bereiches in welchem sich die Eigenproduktion wieder lohnt anstatt eines Importes.

Die Chinesen müssen "nur" lernen so gut zu sein wie wir, Franzosen, Japaner und Briten. Dann sehen wir so aus wie die USA oder die Portugiesen.
Ich sehe in dem von Dir beschriebenen Bereich kein Problem. Ich finde jeden Arbeitsplatz gut, der im Ausland zu einem billigeren Produkt für uns führt.
Aber wenn die Chinesen und große Teile der Welt irgendwann mal in der Pro-Kopf-Wertschöpfung zu uns aufgeholt haben, werden auch wieder viele Arbeiten zu uns zurück kommen.

aloa5 schrieb:
Ich plädiere dementgegen für eine homogenere Struktur.
Du willst sie erzeugen. Ich will sie als Resultat der funktionierenden Marktprozesse entstehen lassen.

Ich behaupte das unsere Steuer-und Abgabenstruktur die homogenität zerstört hat bzw. nicht zulässt. Es wird den Hochlöhnern zu viel gelassen und den Niedriglöhnern zu viel genommen. Nur kann man das eben nicht folgenlos mit einem ML kompensieren. Da muss man schon dort ansetzen wo die Schieflage stattfindet und das sind die Lohnkosten.
Da sind wir wieder bei den Marktanreizen im unteren Einkommensbereich. Da haben wir schon in Referenzlohnmodell nicht zum Abschluss gefunden. Aber dass da was zu tun ist, ist uns beiden klar. Ein moderater Mindestlohn stört in meinen Augen nicht. Aber er hilft auch nicht viel.

aloa5 schrieb:
Der Grund ist, das es dann "gerechter" wird. Wir tauschen aktuell eine High-Tech-Stunde gegen 1,x Stunden der Chinesen ein.
Der Faktor dürfte weit, weit größer sein, sonst würde unser Lohn und deren Lohn viel dichter beisammen liegen.
Womit deutlich wird das wir nicht an Arbeitsmangel leiden.
Das hat auch keiner von uns beiden je behauptet ;)




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