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Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft
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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Mindestlohn - Versuch Konsensfindung und Positionspapier
Chronologisch Thread
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- Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Mindestlohn - Versuch Konsensfindung und Positionspapier
- Date: Tue, 15 Nov 2011 12:08:22 +0000
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CAP schrieb:
Du kannst es insofern nicht vergleichen, als dass Ostdeutschland erst deindustraliesiert wurde und dann mit zu hohen Löhnen und Sozialstandards am natürlichen Evolutionsprozess gehindert wurde. Das ist in China anders. Aber auch ich tippe auf noch ungefähr ein Jahrzehnt für China.Ich nehme die Entwicklung der letzten 10 Jahre in China und sage das weitere 10 Jahre bei weitem(!) nicht ausreichen.
Es gibt im Heckscher-Ohlin Modell keine Begründung dafür, dass Menschen arbeitslos werden. Es gibt darin nur eine Begründung dafür, dass sie sich auf relativ lohnendere Arbeiten verlegen. Die von Dir hier vorgebrachten Argumente betrachten nur die eine Seite der Bilanz und vergessen die andere Seite. Und insofern stehen sie auch nicht im Widerspruch zu dem von mir geschriebenen.Natürlich "verlegen". Nur - wenn es nicht genug ersetzende /Arbeit/ gibt bleibt m.E. erst einmal Arbeitslosigkeit übrig. Und das ist Inhalt der Arbeiten. Der Rückfluß findet in Form von billigen Waren statt und in Form von Gewinnen. Gewinne (wie hohe Löhne) werden aber nicht mehr besteuert während die geringer entlohnten Arbeiten sowie die Transfergeld-Empfänger sich an den geringeren Kosten der Lebenshaltung orientieren müssen (bzw. dort gehalten werden). Lohnspreizung steigt, die Sparquote der besser verdienenden ebenfalls.
Das Geld muss also irgendwie anders "wandern". Innovation ist eine Möglichkeit, Staatseingriff (einsammeln und verteilen) eine andere. Wobei das bisher schon stattfindet. Und damit dazu:
Der PA278 ist für mich recht aussagefrei.
Die LsSt wirkt ja ebensfalls über ihre Lenkungsmechanismen bremsend wie ein Mindestlohn, nur dass sie aufgrund der Abgaben das Zustandekommen der schlechter entlohnten Jobs auch deutlich erschwert.
Die Aussagekraft liegt darin das die bisherige Erhebung durch o.g. Mechanismus asymetrisch/ineffektiv geworden ist (schon in den 80ern). Rückt man das "gerade" kommt mehr Nachfrage. Die Aufnahme der Arbeit schlechter entlohnter Jobs wird nicht erschwert. Das richtet sich an zwei Dingen aus:
A) Kosten
B) Nachfrage
Die Kosten für Arbeitgeber werden durch einbeziehen aller Einkommensarten durch eine Steuer schon einmal /grundsätzlich/ verringert (PA278). Das gilt sowohl für die KV als auch für die RV. Und das was übrig bleibt kann in der RV durch die LsSt modelliert werden.
Nimmt man Andenas 1223 Euro Brutto als "0%-Punkt" und "flat" etwa 3% zusätzlich an Rückgang der SV an hat man je nach Progression erst unterhalb von 900 Euro ein Anstieg der /Kosten/ (A). Aber durch den Anstieg der Nachfrage(B) wird das ausreichen um "schlechter entlohnte Jobs" zu generieren. Zu diesen zähle ich die Jobs zwischen 900 Euro und 1500 Euro. Zwischen 400 Euro Brutto=Netto und 900 Euro Brutto Arbeitsplätze über die Lohnkosten generieren zu wollen halte ich für wenig sinnvoll.
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Mindestlohn - Versuch Konsensfindung und Positionspapier, (fortgesetzt)
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Mindestlohn - Versuch Konsensfindung und Positionspapier, CAP (Christian), 14.11.2011
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Mindestlohn - Versuch Konsensfindung und Positionspapier, aloa5, 14.11.2011
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- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Mindestlohn - Versuch Konsensfindung und Positionspapier, CAP (Christian), 14.11.2011
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