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ag-soziale_marktwirtschaft - [Ag-soziale_marktwirtschaft] Fw: Fw: Antragsdiskussion: Gleichstellung aller Einkommensarten

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

Listenarchiv

[Ag-soziale_marktwirtschaft] Fw: Fw: Antragsdiskussion: Gleichstellung aller Einkommensarten


Chronologisch Thread 
  • From: Alexander Neißendorfer <alex AT neissendorfer.com>
  • To: "AGSM" <ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Fw: Fw: Antragsdiskussion: Gleichstellung aller Einkommensarten
  • Date: Sat, 22 Oct 2011 12:46:49 +0200
  • Importance: Normal
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>

Ahoi Klugscheißer,

die wenigsten Bürger sind Steuerexperten. Deshalb ist es für uns auch
wichtig, dass wir am Ende unser Modell so klar und verständlich formulieren,
dass keine falschen Ängste entstehen.

Für den von dir angesprochenen Fall, dass nach Abzug der Kosten sowie der
Tilgung nichts übrig bleibt: Die Tilgung ist immer als Vermögenszuwachs zu
werten (immerhin verringert sie die Schulden) und wird im "Normalfall" aber
locker durch die Abschreibung abgedeckt, bei 1,0% Tilgung sogar
überkompensiert.

Wenn jemand so knapp kalkuliert, dass am Ende cash nix übrig bleibt, hat er
also nur die Tilgung verdient und muss diese (auch heute schon) versteuern.
Wir erfinden hier das Rad nicht neu sondern wollen lediglich auch noch das
Sozialsystem beteiligen. Wer faul in der Hängematte liegt und sein Geld für
sich arbeiten lässt sollte u.E. genauso an den Kosten des Sozialsystems
beteiligt werden wie jemand, der jeden Tag fleißig arbeiten geht.

Mietausfälle stellen bei der Kalkulation kein Problem dar, da ihr nur die
tatsächlichen Mieteinnahmen zugrunde gelegt werden.

Die Tilgungsphase läuft in der Regel sogar deutlich länger als 2 Jahrzehnte.
Wenn man den Gedanken aber zu Ende denkt: Ist das komplette Fremdkapital von
160.000 Euro getilgt, gehört dem Vermieter eine Immobilie im Wert von
(ursprünglich) 200.000 Euro. Wieso sollte man durch Freistellung der
Tilgungsleistung den "Gewinn" des Vermieters in Höhe von 160.000 Euro
steuerfrei machen?

Wie gesagt: Besteuert wird das ohnehin schon, so dass hinsichtlich
Bürokratie kein Mehraufwand stattfindet. Nur die Sozialsysteme profitieren
von solchen Einkünften bisher nicht - was u.E. unsolidarisch ist. Wenn du
als Arbeitnehmer 160.000 Euro verdienen würdest, würde dies ja auch voll mit
Sozialabgaben belegt werden.

P.S. Vermieter jammern immer, wie knapp alles ist (bin selber einer). Aber
wenn jemand sein Vermögen in eine Wohnung anlegen kann und (wie im Beispiel)
mit 200.000 Euro herumhantiert - dann dürfen 300 Euro pro Jahr SV-Abgabe
(gerade mal 0,15% des Investments) die Sache nicht zum Einstürzen bringen.


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From: "Klugscheißer" <Klugschei%C3%9Fer AT news.piratenpartei.de>
Sent: Saturday, October 22, 2011 9:30 AM
To: <ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de>
Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft]Fw: Antragsdiskussion: Gleichstellung aller Einkommensarten


Danke für Dein Rechenbeispiel, Alexander.
Ich bin kein Steuerexperte, bin deshalb
wegen der 600 Euro überrascht.
Allerdings kenne ich das aus meinem Umfeld eher
so, dass während der Tilgungsphase i.a. keine Nettoeinnahmen
entstehen.
Man darf auch nicht vergessen, dass die Tilgung meist über
wenigstens 2 Jahrzehnte geschieht und die Immobilie nicht
durchgehend immer Miete einbringt.

Aber, wenn die 600 Euro stimmen, dann frage ich mich natürlich,
wie hoch da die Bürokratiekosten für das Eintreiben der Steuer sind,
jedenfalls in den Fällen, in denen es sich um private Vermieter
einer einzigen Immobilie handelt.
--
Ag-soziale_marktwirtschaft mailing list
Ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
https://service.piratenpartei.de/listinfo/ag-soziale_marktwirtschaft





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