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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Mindestlohn - Versuch Konsensfindung und Positionspapier

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Mindestlohn - Versuch Konsensfindung und Positionspapier


Chronologisch Thread 
  • From: aloa5 <piratenpartei AT t-online.de>
  • To: Kellerkind <Kellerkind AT news.piratenpartei.de>, ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Mindestlohn - Versuch Konsensfindung und Positionspapier
  • Date: Fri, 02 Dec 2011 15:14:02 +0100
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: http://twitter.com/aloa5

Kellerkind schrieb:

Der absolute Mindestlohn müsste dann also mindestens bei 5,76 € (brutto) bzw. 4,04 € (netto), jeweils + Lohnabstandsgebot, liegen. Sobald man ein Kind hat, rutscht man damit allerdings wieder in die Bedürftigkeit. Es hängt eben immer davon ab, wie man die Rahmenbedingungen definiert. Und wie hoch muss das Lohnabstandsgebot sein?

Das ist m.E. willkürlich zu setzen. Ein Euro/h bzw. 170 Euro/Monat ist sicher nicht zu wenig. Sagen wir 1,50 Euro, dann wären wir bei 5,50 Euro Netto was aktuell einem Bruttolohn von 7,20 Euro entspricht und den u.a. von Andena geforderten 935 Euro Netto auch welche sich in etwa mit der aktuellen Armutsgefährdungsgrenze deckt. Das wäre knapp unter dem von mir überschlägig errechneten französischen Mindestlohn in Kaufkraftparität welcher bei 7,80 Euro liegt.


Wenn man annimmt das eine LsSt am Ende etwa 4% an Abzügen nimmt kommt man, Lohnsteuer eingerechnet, auf einen Bruttolohn von etwa 6,80 um auf den gleichen Nettolohn von 935 Euro zu kommen. Die Kosten dafür sinken beim Arbeitgeber bei optimaler Anpassung von 8,64 auf 7,88 um etwa 10%.

Wer also zum Mindestlohn beschäftigt hat 10% geringere Kosten als davor. Im Normalfall würde man den "0%-Punkt" der LsSt jedoch vorverlegen auf einen "nächsten Mindestlohn".

Das wäre darauf ausgelegt mehr Beschäftigung zu generieren. Im Gegensatz zum "normalen" Mindestlohn welcher die Kosten erhöht. Eigentlich kommt die LsSt ganz gut ohne eine Mindestlohn-Regelung aus indem die Steuerlast für unterschreiten des Mindestlohnes kontinuierlich steigt je weiter unterschritten wird.


Grüße
otmar





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