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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Mindestlohn - Versuch Konsensfindung und Positionspapier

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Mindestlohn - Versuch Konsensfindung und Positionspapier


Chronologisch Thread 
  • From: TheAlien <TheAlien AT news.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Mindestlohn - Versuch Konsensfindung und Positionspapier
  • Date: Sun, 04 Dec 2011 11:02:31 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


Klugscheißer schrieb:
TomJong schrieb:
aloa5 schrieb:
ein (Brutto-)Mindestlohn nicht dafür sorgt das Vollbeschäftigung oder etwas annäherndes erreicht werden kann
Das ist ja auch nicht das Ziel eines Mindestlohns, von daher versteh ich das Argument nicht.

Beim Mindestlohn geht es zuerst mal ganz simpel um die Entscheidung, ob man wegen Menschenwürde eine Untergrenze für die Entlohnug von Arbeit in einer Gesellschaft festsetzen möchte
Wenn das wirklich für alle gelten soll, dann natürlich auch für die Selbständigen.
Wie willst Du so etwas regeln?
In den ersten Jahren der Selbständigkeit, d.h. bis sich ein Geschäft etabliert hat,
arbeiten sehr viele Selbtändige zu einem Stundenlohn, der geringer als die diskutierten
Mindestlöhne sind.
Wird dann der Bürger verpflichtet, einen bestimmten Preis für die angebotene Leistung zu bezahlen
und eine bestimmte Mindestnachfrage zu erzeugen?
Muss der einzelne Selbständige dann seinen ersten Mitarbeiter teilweise zu einem Stundenlohn einstellen,
der über dem eigenen liegt, d.h. über dem, der das Geschäftsrisiko trägt?
Die Frage des Mindestlohns bezieht sich auf abhängige Arbeitnehmer - nicht auf Selbstständige. Die Frage nach einer Bürgerverpflichtung zu einem Mindestpreis und einer Mindestnachfrage ist also rein polemisch.

Zur Frage, wie er denn seinen ersten Arbeitnehmer bezahlen soll: Das Arbeitsrecht läßt genug Spielraum über geringfügige Beschäftigungsverhältnisse und Teilzeitbeschäftigung. Wenn das Geschäft nur funktioniert, in dem man Dumpinglöhne für Vollzeitarbeit zahlt - dann hat der Unternehmer bereits bei der Kalkulation gepatzt.

Wenn es um soziale Absicherung geht, wird mit Hinweis aus die Freiheit der Marktwirtschaft dagegen polemisiert - wenn einem dann die Argumente ausgehen, sind die Mechanismen der Marktwirtschaft plötzlich garnicht mehr wichtig...

Gruß The Alien




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