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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Antragsdiskussion: Positionspapier zur Sozialversicherung

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Antragsdiskussion: Positionspapier zur Sozialversicherung


Chronologisch Thread 
  • From: Anhalter <Anhalter AT news.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Antragsdiskussion: Positionspapier zur Sozialversicherung
  • Date: Sat, 22 Oct 2011 12:16:03 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


Alexander Neißendorfer schrieb:
Doch, ich stell mich auf den Kopf!!!!

Es gibt Ansprüche der SV ggü. dem AG - per Gesetz! Vielleicht gib es hier einen Weg, diese Ansprüche an den AN abzutreten, so dass der AN zusätzlich zum Lohn diesen Anspruch ggü. dem AG hat. Dieser Doppelanspruch könnte dann wiederum durch freie vertragliche Vereinbarung zwischen den Parteien zusammengefasst werden.

Ich sehe echt nicht ein, wieso man Schwarzarbeit, Scheinselbständigkeit, "Outsourcing" und daraus resultierende Ungleichbehandlungen der Einkünfte einfach so mit einem lapidaren "du kannst dich auf den Kopf stellen" wegwischt! Entweder ist dieses Ziel erstrebenswert oder nicht!
Du hast völlig Recht! @Aloa:totschlagargumente sind selten gut.
Das ist eigentlich auch ganz einfach. Schon heute hat jeder sozialversicherungsrechtlich Beschäftigte, der nicht in der gesetztlichen Krankenversicherung bzw. Gesetzlichen Rentenversicherung beschäftigt ist, einen Anspruch auf Zuschuss vom Arbeitgeber, dieser wird vom AG an den AN steuerfrei ausgezahlt. Habe ich jeden Monat auf der Gehaltsabrechnung und dem Konto. Maximal bis zur Höhe der "ersparten" Beiträge zur gesetzlichen Versicherung.Und mit jeder Erhöhung der GKV Sätze freue ich mich, weil mein Gehalt steigt, unabhängig davon was meine PKV Beiträge machen (Solange die insgesamt noch höher sind)
Also, ich denke an diesen Punkt kann man einen Haken machen. Ob es politisch gewollt ist, das ist eine andere Frage.

Alexander Neißendorfer schrieb:
P.P.S. Wegen Monopol-KV war ich auch am Anfang spektisch, bis mich ein "GKV-Insider" aufgeklärt hat, dass es überhaupt keinen echten Wettbewerb gibt. Aber könnte man sich darauf einigen, dass ne Handvoll GKVen reichen?
Ich denke auch da hast Du Recht. Der Wettbewerb zwischen den GKV ist im Wesentlichen politisch gewollt, gibt den Leuten das Gefühl, sie hätten eine Wahl.
Allerdings gibt es teilweise Ermessensspielraum bei Entscheidungen und da kann es dann schon zu unterschieden kommen. Aber die wesentlichen Leistungsansprüche, die sind gesetzlich bzw. durch diverse Gremien festgelegt.
Selbst bei den PKV nivellieren sich die Unterschiede immer mehr.

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From: "aloa5" <piratenpartei[at]t-online.de>
Sent: Saturday, October 22, 2011 1:32 PM
To: "Alexander Neißendorfer" <alex[at]neissendorfer.com>; <ag-soziale_marktwirtschaft[at]lists.piratenpartei.de>
Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Antragsdiskussion: Positionspapier zur Sozialversicherung
Alexander Neißendorfer schrieb:
4. Der AG-Beitrag zur SV wurde abgeschafft und durch entsprechenden Lohnaufschlag sowie Erhöhung des Grundfreibetrags kompensiert. Teuerungen der SV werden ab sofort im Rahmen der Tarifverhandlungen mit einkalkuliert.
Und wenn Du Dich auf den Kopf stellst - so etwas geht einfach nicht. Solche "Lohnaufschläge" gibt es nicht, keine Tarifverhandlungen welche überall gelten und schon gar kein staatliches Eingreifen in Vertragsautonomien (weder zwischen Tarifparteien noch zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer).

Vertragsautonomie ist ein fundamentaler Bestandteil der Marktwirtschaft.

Den Rest habe ich prinzipiell schon obig formuliert und würde in das von Dir skizzierte grob hineinpassen bzw. umgekehrt.

Eine Einheitskrankenkasse lehne ich als vorhersehbar unwirtschaftlich ab. Post, Telekom, GEZ(ÖR), Bahn etc. sind blendende Beispiele das weniger Vergleichbarkeit und steigende Marktpreis-Ferne bei den Löhnen zu steigenden Preisen und "Nehmer-Qualitäten" führen. Da muss man einen schwierig zu erarbeitenden Mittelweg suchen und finden.




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