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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Antragsdiskussion: Gleichstellung aller Einkommensarten

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Antragsdiskussion: Gleichstellung aller Einkommensarten


Chronologisch Thread 
  • From: Anhalter <Anhalter AT news.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Antragsdiskussion: Gleichstellung aller Einkommensarten
  • Date: Sat, 22 Oct 2011 08:42:43 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


blackdrag schrieb:
Anhalter schrieb:
Wenn Du eine 2/3 Mehrheit zusammen kriegst, kann kannst Du Art. 110 GG (alle Einnahmen .. sind in den Haushaltsplan einzustellen) ändern. Bis dahin wird es nicht so ganz einfach

Kirchensteuer ist keine Steuer, sondern ein Beitrag zur Glaubensgemeinschaft, wird auch nicht vom Staat erhoben, sondern von den Kirchen, der Staat zieht nur ein, das Beispiel greift nicht wirklich.
Aber die Krichensteuer zeigt dass es Wege gibt auch ohne 110 zu ändern.

Anhalter schrieb:
Da sind die Randbedingungen und die Folgewirkungen so komplex, dass man es entweder nur als ganz allgemeine Vision hinstellen kann, oder man muß die Vorschläge so detailliert ausgeführt werden, dass man sehr viel Vorlauf benötigt.
Nach dem Motto darfst du im Bereich Wirtschaft nichts vorschlagen.

Nein, aber man muss aufpassen, was man vorschlägt. Das gilt übrigens generell für die Politik.
Ich denke innerparteilich, bei Diskussionen sollte man sich keinen Schranken unterwerfen. Man muss manchmal einfach "losspinnen", sonst entwickeln sich nie Visionen. Wenn man dann erkennt wo die Probleme in der Umsetzung sind, dann muss man überlegen wie man die umgehen kann und was dafür alles notwendig ist.
Aber nach außen klappt das nicht. Da wird es dann entweder von anderen (sehr einfach) angegriffen und der Gedankengang als "nicht machbar" "bewiesen" oder es wird so komplex in der Darstellung, dass es keiner mehr versteht. In beiden Fällen verbleibt die inhaltliche Diskussion,soweit kommt man dann gar nicht, einfach für die anderen Parteien. Deswegen müssen Programme und Positionspapiere möglichst so sein, dass man sie nicht mit einfachen Mitteln angreifen kann und dann muss man (im Stillen) die Details ausarbeiten, am Besten bis hin zum konkreten Gesetzesvorschlag. das muss dann so wasserdicht und insich logisch sein, dass andere Parteien sich nur inhaltlich damit auseinandersetzen können.

Nein, die Kirchensteuer ist kein Beispiel, a) müsstest Du dann über Mitgliedschaften reden b) die Mitgliedschaft müsste freiwillig sein, denn wenn es eine Pflcihtmitgliedschaft wäre, dann hast Du wieder das Problem, dass solche staatlichen Pflichtmitgliedsbeirträge immer eine angemessene Gegenleistung erfordern. Und das ist auch gut so, der Unterschied zwischen Steuern (Haushalt) und Beiträge (Gegenleistung) birgt ja auch einen Gerechtigkeits- und Missbrauchsvermeidungsgedanken. Das hat auch was mit der Haushaltssouverinität des Parlaments zu tun. Ist halt alles komplex, Sorry aber that's Life.
Davon wollen wir uns beim ändern nicht abschrecken lassen aber wir können die Komplexität nicht ändern. Wir müssen nur aufpassen, dass uns die anderen Parteien nicht in die Ecke "Siehste, die haben keine Ahnung" stellen.
Wir sollten uns davon aber auch nicht verschrecken lassen, wir sind lernfähig und wir können genauso wie die anderen uns Sachverstand hinzuholen. Oder meinst Du irgendein XYZ-Parteiabgeordneter kann diese Zusammenhänge alle alleine lösen? Das heißt aber auch: keine Schnellschüsse.




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