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ag-gesundheitswesen - [AG-Gesundheit] Ärzteeinkommen ;-)

ag-gesundheitswesen AT lists.piratenpartei.de

Betreff: AG Gesundheit

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[AG-Gesundheit] Ärzteeinkommen ;-)


Chronologisch Thread 
  • From: "Dr. Christian Haffner" <christian AT drhaffner.com>
  • To: 'AG Gesundheit' <ag-gesundheitswesen AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: [AG-Gesundheit] Ärzteeinkommen ;-)
  • Date: Fri, 06 Apr 2012 18:25:54 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-gesundheitswesen>
  • List-id: AG Gesundheit <ag-gesundheitswesen.lists.piratenpartei.de>

Hi nochmal,

Über 100 000 Euro zu versteuerndes Einkommen wäre schön! :-) Ich war
gerade mal bei 480000. Umsatz minus Betriebskosten ist ja das Brutto. ABER
bei der Einkommenssteuererklärung kann ich natürlich weiteres absetzen, so
dass ich letztes Jahr zum Beispiel auf 12 000 Euro Steuern und damit auf
25% Steuersatz im Endeffekt komme. Also@Dietmar: In diesem Punkt hast Du
recht. Allerdings würden mich die Modalitäten anderer nicht ärztlicher
Versorgungswerke schon genauer interessieren, wer hier wieviel zu bezahlen
hat. Mir kommen die Abgaben der ärztlichen Versorgungswerke schon recht
hoch vor, die Anlagen intransparent und die Auszahlungen am Ende mau. Hier
würde ich mir mehr Transparenz wünschen, Anfragen nach Anlagen wurden
leider leider von den Versorgungswerken stets zurückgewiesen.

@Julitschka: Genau! Nur, wenn wir zusammen in Dialog treten und neue Ideen
und Vorgehensweisen für alle entwickeln, kommen wir weiter. DIALOG
bedeutet ja bekanntlich, dass Leute diskutieren, die bereit sind, ihre
Meinung im Verlauf zu verändern, während DISKUSSION bedeutet, dass man
versucht, andere von seiner vorher festgelegten Meinung zu überzeugen.
Letzteres können wir in den meisten Talkshows tagtäglich erleben.

Viele Grüße und frohe Ostern!

Christian (immer noch im 24-h-Notdienst, übrigens 35 Euro/tags, 30
Euro/nachts pro Stunde UMSATZ, damit netto etwa 10 Euro/Stunde ;-) )


Am 06.04.12 15:22 schrieb "Dietmar Brinkmann" unter
<dietmar.brinkmann AT piraten-hh.de>:

>Hi,
>
>ein weiterer kleiner Unterschied, ist dass, wie Du schreibst, bei einem
>Einkommenssteuer Satz von über 33% (Deine Angabe) schon ein zu
>versteuerndes Jahreseinkommen von über 100tsd Euro erzielen musst.
>
>Zu versteuernd bedeutet, alle üblichen Freibeträge, und selbstredend
>alle abzugsfähigen Kosten (dazu gehört neben Räumlichkeiten und
>Fianzierungskosten und sämtliche Personalkosten) sind dann schon
>berücksichtigt.
>
>Damit will ich sagen, dass Deine Angaben nicht stimmen können, oder Dein
>zu versteuernder Überschuss liegt tatsächlich über 100tsd Euro jährlich.
>Dann hält sich mein Mitleid wegen der Höhe der Steuern aber leider in
>Grenzen.
>
>Pflichtmitgliedschaften in "Versorgungswerken" gibt es auch in anderen
>Berufen, die angeblich frei sind, junge Rechtsanwälte zum Beispiel.
>
>Gruß und schönes Wochenende!
>
>
>
>Am 06.04.2012 15:08, schrieb Dr. Christian Haffner:
>> Hi,
>>
>> Ein kleiner Unterschied ist aber, dass Ärzte aktuell zusätzlich 19,6%
>> ihres Bruttos an das Versorgungswerk der Ärztekammer abgeben müssen, was
>> andere Selbständige nicht tun müssen und zwar bis zu einer
>> Beitragsbemessungsgrenze von ca. 5600 Euro (bundeslandunterschiedlich,
>> Bsp. für Hessen). Insgesamt habe ich als freiberuflich arbeitender Arzt
>> erst einmal Abzüge von 70-80% meines Bruttos (33,5-40% Steuer, 19,6%
>> Versorgungswerk, 17,1% gesetzliche Krankenkasse). Das Brutto ist ja dann
>> der Umsatz minus steuerlich abzugsfähige Betriebsausgaben von
>> Arzthelferinnen über Miete, Versicherungen (Berufshaftpflicht,
>> Krankentagegeld), bis hin zur Abzahlung meines Kredits für den
>> Praxis"kauf". Und hier gibt es unter den niedergelassenen Ärzten schon
>> innerhalb des selben Fachbereichs enorme Schwankungen. Das müssten wir
>> also differenzierter betrachten, um uns hier eine wirklich fundierte
>> Meinung bilden zu können.
>>
>> Ich vermute, dass hier noch weitere Ärzte in diesem Forum sind, die hier
>> Zahlen beisteuern können.
>>
>> Politik gegen Ärzte und Patienten hat vor allem deswegen Erfolg, weil es
>> die bisher Regierenden gut geschafft haben, das Bild der reichen Ärzte
>>zu
>> verkaufen. Das erschwert die Kommunikation für ein besseres
>> Gesundheitssystem, da Ärzte und Patienten sich untereinander und
>> gegenseitig ausspielen lassen. Divide et impera - teile und herrsche.
>> Altes Motto, funktioniert noch immer. Machen wir hier nicht mit, bitte.
>>
>> Viele Grüße aus dem Notdienst in Bingen am Rhein,
>>
>> Christian
>>
>>
>> Am 06.04.12 14:51 schrieb "Jens Müller" unter <ich AT tessarakt.de>:
>>
>>> Am 04.04.2012 11:45, schrieb Dr. Forster:
>>>> Da geht es schon wieder weiter: Diese Summe (laut KBV betrug das
>>>> durchschnittliche *Honorar* 2009 je Arzt
>>>>
>>>>
>>>><http://daris.kbv.de/daris/doccontent.dll?LibraryName=EXTDARIS%5eDMSSLA
>>>>VE
>>>>
>>>>&SystemType=2&LogonId=2277217ee83e3f10620f02c1bc590d50&DocId=003764925&
>>>>Pa
>>>> ge=1>
>>>> knapp 200 000€, wenn es der Wahrheitsfindung dient bin ich nicht zu
>>>>faul
>>>> zum suchen) hat nichts mit dem Bruttolohn zu tun und ist nicht
>>>> vergleichbar. Davon gehen u.a. ab: im Schnitt 60% Betriebskosten,
>>>> Steuer, gesamte Krankenversicherung, Rentenversicherung, Zins und
>>>> Tilgung für Praxiskredite u.v.m. Jetzt rechnet mal…
>>>
>>> Nein, davon muss man nur manches abziehen. Steuern und
>>> Sozialversicherung gehen ja bei jedem anderem auch vom Bruttogehalt ab,
>>> nicht nur bei Ärzten.
>>>
>>> Gruß Jens
>>>
>>> --
>>> AG-Gesundheitswesen mailing list
>>> AG-Gesundheitswesen AT lists.piratenpartei.de
>>> https://service.piratenpartei.de/listinfo/ag-gesundheitswesen
>>
>>
>--
>AG-Gesundheitswesen mailing list
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