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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Alternatives Denkmodel / Denkansatz : fehlendes Vertrauen

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Alternatives Denkmodel / Denkansatz : fehlendes Vertrauen


Chronologisch Thread 
  • From: Patrik Pekrul <patrik.pekrul AT hotmail.de>
  • To: Richard C <Richard+C AT news.piratenpartei.de>
  • Cc: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Alternatives Denkmodel / Denkansatz : fehlendes Vertrauen
  • Date: Tue, 15 May 2012 00:07:00 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>

> @Patrick:
>> Politikerwechsel, Mentalitätswechsel, Sachfragen statt Machtfragen in der
>> Vordergrund.
>> Die Piraten sind auf einem guten Weg!
> Die BGE Fration fordert finanziell ungedeckte Bonbons für die Masse.

Ich finde auch nicht, dass das BGE die eierlegende Wollmilchsau ist. Den
größten Vorteil sehe in einer massiven Verwaltungsvereinfachung.

> Mentalitätswechsel würde damit anfangen, dass man sich die Zahlen mal
> anguckt. Da bleibt man realistisch bei einer konservativen Herangehensweise
> - Finger weg vom System, und vielleicht hier und da die Einnahmesitution
> verbessern (womit wir bei der Reichensteuer und der kalten Progression
> wären).
> Ich gehe hier aber von diesem Thema gezielt wieder weg und widme mich
> wieder deiner Aussage.

Mentalitätswechsel bedeutet vor allem, sich von den Vulgärkeynesianischen
Vorstellung zu lösen, dass man mit Gelddrucken Wohlstand erzeugen könnte. Das
kann man nicht. Wie ich schon sagte, kann man in einer Periode real nur das
verteilen, was auch real produziert wurde; ob ich an jeden Kontostand noch
eine digitale 0 dranhänge, ändert sich rein gar nichts. Die meisten Menschen
haben aber die Botschaft "mehr Geld=mehr Wohlstand" derartig verinnerlicht,
dass es extrem schwer fällt "back to the basics" zu kommen.

> Ich finde die Entwicklung bei der PP jetzt interessant. Die Länder-PPs sind
> hochgradig heterogen. Teilweise sind es Politiker, die gar kein Interesse
> daran haben, sich mit den realpolitischen Problemen auseinanderzusetzen,
> sondern mit direkter Demokratie kokettieren. In anderen Ländern werden
> Spitzenpolitiker bestimmt (ich meine hier Herrn Paul), die den Eindruck
> machen, sie wollte sich ernsthaft mit der Materie auseinandersetzen. Diese
> werden ganz schnell merken, wie viel geht - praktisch nichts!

Etwas fatalistisch, finde ich. Wenn man so argumentiert braucht man gar nicht
erst anzutreten. Natürlich kann man was ändern - aber nicht die Welt in
sieben Tagen.

> Ich hoffe die werden dies auch versuchen klar zu vermitteln, und im
> Zweifelsfall im Interesse der Bevölkerung an der direkten Demokratie vorbei
> entscheiden. Und dies wird wahrscheinlich in den meisten Bundesländern mit
> größeren Parlamenten und einer besseren Wirtschaftslage passiern.
> Es wird also maximal interessant, wie sich dieser Konflikt auflösen wird
> oder eben nicht.
> Ergo: Ich sehe die PP auf dem Weg dahin, dass es kracht.

Krachen wird es in jedem Fall. Ich folgende da dem üblichen Zyklus Forming,
Storming, Norming, Conforming, Performing

Die "Forming"-Phase hat die PP seit den Einzug in mehrere Parlamente
geschafft, sie ist jetzt politische Realität geworden.

Jetzt kommt "Storming", alle werden versuchen ihre Vorstellung durchzusetzen
- kreatives Chaos, das wir zur Zeit erleben. Ich finde das aber sehr positiv,
genau diese offene Diskussion fehlt in unserer politischen Praxis völlig.
Genau das finde ich an den Piraten, unabhängig von irgendwelchen
Sachergebnissen an sich schon positiv. Die PP aktiviert ja auch viele
vormalige Nichtwähler, sie ist also jetzt schon ein Gewinn für die Demokratie
- und das finde ich im Kern wichtiger, als die rein wirtschaftlichen Themen.

Irgendwann wird die PP merken, dass man ab einer gewissen Größenordnung klare
Strukturen braucht, um voran zu kommen. Auch in dieser AG beginnen ja die
ersten Pflanzen zu sprießen, dir ersten Ansätze der "Norming"-Phase.
Natürlich wird das auch kritisiert.

Ich denke, sobald es strammen Schrittes auf die nächste Bundestagswahl
zugeht, wird (hoffentlich) die "Conforming"-Phase einsetzen. Im allgemeinen
sind die vereinbarten Regeln akzeptiert, die meisten halten sich dran und man
beginnt richtig produktiv zu arbeiten.

Dann kommt "performing". Ich sehe zumindest diese AG auf einen guten Weg,
dieses Ziel zu erreichen.


> --
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