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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Warum immer Einkommen besteuern?

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Warum immer Einkommen besteuern?


Chronologisch Thread 
  • From: aloa5 <aloa5 AT news.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Warum immer Einkommen besteuern?
  • Date: Sun, 15 Apr 2012 06:49:58 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


Patrik74 schrieb:
Du hattes geschrieben:
/"Niemand schöpft Wasser aus einem Wasserrad oder einer Turbine ab, während es noch Arbeit verrichten kann,"/

Was darauf schließen ließ das Du es nicht verstanden hast.

Das Geld ist in diesem Fall das Wasser, das die Wirtschaft - in dem Fall die Turbine - am Laufen hält. Einkommensteuern reduzieren den Wasserstom noch während er Arbeit verrichten könnte.

Und das meinte ich. Für Dich ist das Geld was mit der ESt wegbesteuer wird "weg" (meinst Du das verschwindet in einem Loch?), während es ohne dies in der Wirtschaft.... Du meinst die Realwirtschaft.... "weiter Arbeit" verrichten könnte.

Aktien und andere Wertpapiere gehören in jedem Fall zum Geldvermögen

Firmenbesitz ist also Geldvermögen, Immobilien nicht. Rechnest Du dann aus den Aktien Immobilienanteile heraus? Was ist mit den Maschinen einer Firma welche in Aktien enthalten sind?

Warum sollten sie schneller den Besitzer wechseln? Wenn ich eine Realanlage besitze, für die ich keine Steuern zahlen muss, tausche ich sie doch nicht ohne Grund für Geldvermögen ein, das besteuert wird?
Das habe ich auch nicht gesagt.

Oder andere Frage (für Dein Verständnis): warum sollte jemand Aktien verkaufen und Gold dafür erwerben?

Antwort: weil jemand so viel von dem blöden Geld verdient hat das er entweder zusätzlich Gold oder Aktien nachfragt. Der entsprechende Wert steigt stärker, jemand anderes wird seine Anteile verkaufen um vielleicht noch etwas anderes in Erwartung einer noch stärkeren Steigerung erwerben (Spekulation) - etc. pp..

So lange der Zufluss (durch Sparen oder Geldschöpfung) in den Geldfluss innerhalb des Vermögenskreislaufes zunimmt gilt auch dort nichts anderes als die Quantitätsgleichung.

Was in der Realwirtschaft
/Geldmenge x Umlaufgeschwindigkeit = Preisniveau x Transaktionen/

gibt es in der Finanz/Vermögenswirtschaft entsprechend.

Die Annahme das bei Geldbesteuerung niemand je einmal z.B. erworbenes Gold wieder kurzzeitig gegen Geld verkaufen würde (um dann wieder etwas anderes wie Aktien o.ä. zu erwerben) ist eine alberne Gesellianer-Annahme um dessen Theorie halten zu können.
In der Realität stürzt sich dann das "Geld" (Geldderivaten) aus dem Vermögenskreislauf beispielsweise auf Blasen in Erwartung von (höheren) Gewinnen.

Die Einkommensteuer beschränkt nicht nur den Zufluss sondern erhöht auch die in der Realwirtschaft zirkulierende Geldmenge im Verhältnis. Eine Geldsteuer versucht lediglich die Folgen zu begrenzen, erhöht aber die Menge und die Zirkulationsgeschwindigkeit in der Vermögenswirtschaft, da jeder versuchen wird statt Geld auf einem Sparbuch eine Aktie, Immobilienanteile o.ä. mit höherer Rendite (durch Wertzuwachs(!), also Realwirtschafts-Unabhängig) zu erwerben.

Grüße
Otmar




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