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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Diskussionsthema: Vorbild Schweiz Fwd: Der Sozialismus der Reichen in der Schweiz

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Diskussionsthema: Vorbild Schweiz Fwd: Der Sozialismus der Reichen in der Schweiz


Chronologisch Thread 
  • From: barbara <barbara AT news.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Diskussionsthema: Vorbild Schweiz Fwd: Der Sozialismus der Reichen in der Schweiz
  • Date: Sun, 18 Mar 2012 10:37:23 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


aloa5 schrieb:
Zeitarbeitsfirmen gibt es in der Schweiz ebenfalls. Dort sind es ob der Knappheit der Arbeitskräfte aber eher "Headhunter" welche wie eine Arbeitsagentur arbeiten und geeignete(!) Kräfte und nicht irgendwelche(!) Bewerber suchen.

nun, Temporärbüros entstehen und vergehen, auch in der Schweiz gibt es viele, die nicht sehr professionell arbeiten.

Ein wesentlicher Unterschied zu Deutschland besteht allerdings darin, dass Mindestlöhne nach Branchen-GAVs (GAV = Gesamtarbeitsverträge) für Temporärmitarbeiter genau gleich gelten wie für Festangestellte. Da ist also nichts mit Lohndrückerei, und Temporärbüros werden auch immer wieder ausführlich kontrolliert von den Vollzugsstellen der Branchen-GAVs. Inzwischen gibt es seit 2012 auch einen Temporär-GAV, allerdings ist da die Umsetzung noch nicht ganz klar.

Der grösste Unterschied zwischen Temporär und Festanstellung für den Mitarbeiter besteht im Stundenlohn (Temporäre haben Ende Monat, wenn sie voll arbeiten, von daher oft mehr Geld in der Lohntüte als der festangestellte Kollege im selben Beruf) und die Kündigungsfristen, die für Temporäre im ersten halben Jahr kürzer sind als für Festangestellte. Nach sechs Monaten sind die Kündigungsfristen dieselben, 1 Monat vom 6-12. Monat, danach 2 Monate. Es gibt auch immer wieder Leute, die jahrelang bei ein und demselben Unternehmen als Temporäre arbeiten, die Festanstellung angeboten bekommen, aber sie nicht wollen.

Das gibt der Wirtschaft Flexibilität, weil je nach Auftragslage schnell entlassen und eingestellt werden kann, und hält dennoch die Preise auf einem vernünftigen Niveau, was die Binnenkonjunktur und den Konsum stützt. Mit dem System des "Zwischenverdienstes" können auch Arbeitslose problemlos Kurzeinsätze temporär tätigen, während sie nach wie vor als Arbeitslose gemeldet sind.

grüsse, barbara




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