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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Diskussionsthema: Vorbild Schweiz Fwd: Der Sozialismus der Reichen in der Schweiz

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Diskussionsthema: Vorbild Schweiz Fwd: Der Sozialismus der Reichen in der Schweiz


Chronologisch Thread 
  • From: Richard C <Richard+C AT news.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Diskussionsthema: Vorbild Schweiz Fwd: Der Sozialismus der Reichen in der Schweiz
  • Date: Sun, 18 Mar 2012 10:01:02 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


@Aloa:

Nicht ganz. Die Vorbedingungen sind vollkommen anders.

In der Schweiz: 1 Bewerber auf 2 Stellen bei 2500 SFR mindestens

In Deutschland: 3 Bewerber auf 1 Stelle auf Aufstocker-Niveau
Ich sprach vom System. Den Lohn kann man Teilweise auf die Arbeitslosigkeit zurückführen.

Man könnte auch der Schweiz vorwerfen, dass in dem Zeitraum, in dem wir die Arbeitslosigkeit etwa halbiert haben, die Arbeitslosigkeit in der Schweiz gestigen ist. Wäre auch Unsinn, denn die Schweiz hat immer noch Vollbeschäftigung und wir hatten vor 6 Jahren massive Probleme.
Auch lässt du aus, dass wir von etwa 10 Bewerber auf eine Stelle kommen. 3 mal besser und in der Schweiz hat sich in dem Zeitraum nicht viel getan. Gib dem Ding nochmal 6 Jahre bei gleicher Entwicklung und wir haben die gleichen Verhältnisse wie in der Schweiz!

Man muss hier aufpassen bei der Kausalität. Sind die Löhne niedrig während der Arbeitslosigkeit oder wegen der Hartzgesetzgebung. Ich sehe die Arbeitslosigkeit als verantwortlich.
Außerdem eine IST-Kritik erscheint doch ein wenig fraglich wenn die Arbeitslosigkeit im Jahr relativ um 10 % sinkt.

Die Agenda2010 IST der liberale Arbeitsmarkt welcher den Angebotspreis über Zwang und Kombilöhne näher an den (wg. China und Co.) niedrigen Marktpreis für "Massen"-Arbeit rückt. Das ist die liberale, angebotsorientierte Methode.

Hast doch gesagt: In der Schweiz ist auch Zwang. Auch wirst du in einer Schweizer Großstadt locker 1000-1500 CHF für eine Wohnung zahlen. Und auch die restlichen Lebenshaltungskosten sind doppelt so hoch für die täglichen Güter. Da werden aus deinen 2500 CHF ganz schnell 500-700 € Kaufkraft die übrig bleiben. So prall ist das im Vergleich zu ALG II dann auch nicht mehr.

Weiter: Meine Kritik war es, dass duch die Zeitarbeit Geld, was eigentlich den Arbeitnehmern zustünde, bei den Zeitarbeitsfirmen endet. Mir ist schon klar, dass ohne Zeitarbeitsfirma die Unternehmen erstmal nicht mehr zahlen würden. Aber die Gewinne würden steigen, die Arbeitslosigkeit würde schneller sinken und die Gewerkschaften könnten mehr Lohnerhöhung für die gesamte Belegtschaft fordern.

Alleine damit kann man das Problem jedoch nicht in den Griff bekommen.
Dafür funktioniert es seit 2005 sehr gut. Du kennst die Zahlen der ILO. Zu sagen, es würde nicht funktionieren ist anhand der Datenlage unmöglich.
Du kannst zwar andere Effekte verantwortlich machen für die Entwicklung. Aber sagen, die Reform des Arbeitsmarktes würde definitiv nicht funktionieren - das ist unlogisch.




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