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ag-geldordnung-und-finanzpolitik - Re: [AG-GOuFP] Tilgung durch Inflation

ag-geldordnung-und-finanzpolitik AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Kommunikationsmedium der bundesweiten AG Geldordnung und Finanzpolitik

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Re: [AG-GOuFP] Tilgung durch Inflation


Chronologisch Thread 
  • From: "Alexander Barth" <alex.barth AT barth-ic.net>
  • To: <alex AT twister11.de>
  • Cc: ag-geldordnung-und-finanzpolitik AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [AG-GOuFP] Tilgung durch Inflation
  • Date: Mon, 10 Sep 2012 08:41:53 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-geldordnung-und-finanzpolitik>
  • List-id: Kommunikationsmedium der bundesweiten AG Geldordnung und Finanzpolitik <ag-geldordnung-und-finanzpolitik.lists.piratenpartei.de>

Du bist einfach wirr…. Vielleicht sogar ein Soziopath.

 

Und hier unten steht der Beweis.

 

 

Von: alex AT twister11.de [mailto:alex AT twister11.de]
Gesendet: Sonntag, 9. September 2012 12:21
An: Alexander Barth
Cc: Patrik Pekrul; ag-geldordnung-und-finanzpolitik AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Re: [AG-GOuFP] Tilgung durch Inflation

 

2012/9/9 Alexander Barth <alex.barth AT barth-ic.net>

Zu dieser Aussage:

 

Doch, es gibt jemanden der das Recht hat von jemand KONKRETEM die GELDANNAHME und die Erbringung einer "Leistung" zu verlangen!

Dieser Jemand, ist der Kreditnehmer, welcher das Geld via Kreditaufnahme in Umlauf brachte. Die "Leistung" die er verlangen kann ist die Tilgung seiner Schuld und die Herausgabe von Sicherheiten und das Erlöschen der Pflicht weiterhin Zinsen zahlen zu müssen.

 

Zur Situation des Kreditnehmers:

1.      10 Kinder bekommen je ein Stück Schokoladenkuchen.  Einer bekommt es als erstes, und futtert es auch gleich weg.  Du hast Mitleid mit Ihm, weil er den letzten 3 jetzt beim Essen zugucken muss.

2.      Sein Recht in Ehren, aber was ist mit den Rechten der anderen?  Haben die jetzt eine Pflicht?  Die Rechte des Einzelnen können gegenüber anderen einen Anspruch auf Unterlassung bedingen, nicht aber auf eine konkrete Handlung.

3.      Der Kreditaufnahmeprozess als solcher wird ja bei einer Bank getätigt.  Ich erläutere hier mal, wie es sein muss, also fang nicht an mir die kriminellen Machenschaften der heutigen Banker als Gegenargument vorzuwerfen, sie sind es nämlich nicht.  

Die Bank weiß, daß Sie für den Kredit haftet.  Sie wird also schauen, daß der Kreditnehmer erstens ausreichend Einkommen hat (also ein gefragtes Talent) um den Kredit zu tilgen, und daß zur Not Sicherheiten da sind.  Der Kreditnehmer willigt ein, als Ausweg aus der Schuldensklaverei, sein Haus zu verkaufen. 

Das ist alles ein sehr freiwilliger Prozess. 

Der KN bekommt also seinen Vorschuss, und bietet damit beispielsweise Küchenmöbel an (hat sich ne Schreinerei gekauft).  Haben wir jetzt die Pflicht, bei Ihm Küchenmöbel zu kaufen?  Das kann nicht sein.  Wenn sich also herausstellt, daß er kein guter Möbeldesigner ist, hat er die Möglichkeit, zu seinem ursprünglichen Talent zurückzukehren.  Dafür besteht ja Nachfrage, sonst hätte er den Vorschuss von der Bank nicht bekommen.  Alternativ hat er noch die Möglichkeit, etwas zu verkaufen, wofür die Bank sogar eine Abnahmeverpflichtung eingegangen ist, nämlich seine Sicherheit.  Da nennt man im Volksmund „Pleite machen“.  Nicht angenehm, aber er hat ja versagt.   Pleite gehen bedeutet ja nur wirtschaftlichen Misserfolg, und den hat er eingefahren..

Er muss also keineswegs in die Schuldensklaverei fallen, er muss nur den Vorschuss mit etwas begleichen, daß ein anderer tatsächlich haben will, also was neues, oder das was er vorher gemacht hat.  Die Bank will zwar nicht unbedingt sein Haus, aber um Ihm einen Ausweg zu liefern, muss sie es Ihm „abkaufen“ (nichts anderes passiert ja, auch wenn es keine hübsche Transaktion ist).  Jetzt ist der Kreditnehmer frei, und die Bank muss zusehen, daß sie das Haus für genug Geld wieder loswird.   

Jeder Druck auf die Geldhalter, sei’s durch Bereitschaftsdienstkosten oder Schwundgeld, oder sonst was, bedeutet, daß der KN mit einer tendenziell schlechteren Investition durchkommt.  Massenhaft Fehlinvestitionen und Verschwendung wäre die Folge.  

 

4.      Ich bin Bauunternehmer.  Ein Erdbeben hat die Region platt gemacht.  Es müssen 100 neue Häuser gebaut werden, und ich könnte das locker machen.  Weil ich aber nicht blöd bin, und die Bereitschaftsdienstkosten nicht bezahlen will, bau ich nur 10 Häuser im Jahr, davon kann ich super leben.  OK, es gibt noch ein paar Bauunternehmer. Sagen wir noch 4 Stück.  Jeder baut nur 10 Häuser im Jahr, weil er ja nicht blöd ist. 

 

Ok, lass uns das Beispiel ruhig mal genauer betrachten.
Egal ob du 10 oder 100 Häuser baust und egal ob du das auf Kredit tust oder sonstwie.
Du bezahlst Arbeitnehmer und Zulieferer auf der einen Seite und bekommst auf der anderen Seite Geld von deinen Kunden.

Es ist unerheblich ob du 100 oder 10 Häuser baust. Deine Kosten steigen bei 100 Häusern im Vergleich zu nur 10 Häusern.

 

Entsprechend deiner Gewinnmarge fällt ein Teil des Geldes für dich ersönlich und all die anderen Eigentümer bzw. Aktionäre an.
Wenn ihr nicht alles ausgeben wollt und keine Lust habt Geldhaltungskosten zu bezahlen, werdet ihr vielleicht nur 10 Häuser bauen.
...weil euch die Einnahmen schon ausreichen... ihr habt nicht mehr Nachfrage....

Dadurch beschäftigt ihr aber auch weniger Mitarbeiter und Zulieferer.

Das bedeutet, es bleibt Arbeit für andere Bauunternehmer, die im Gegensatz zu euch vielleicht noch Wissen was sie mit Geldvermögen anfangen bzw. kaufen würden, wenn sie denn Dividenden bekämen und deshalb motiviert sind zu leisten.
Diese bauen die anderen Häuser, die du nicht baust und bezahlen andere Mitarbeiter und Zulieferer.
Natürlich nur wieder in dem Umfang wie sie selber Lust haben nachzufragen. Ansonsten würden sie ja Geldvermögenshaltungsgebühren bezahlen müssen.

Am Ende kann tatsächlich passieren, dass nur 10 oder 40 statt 100 Häuser gebaut werden.
Ist das jetzt ein Problem?
Würde mich interessieren wie du das siehst und warum...

FAZIT:  Du meckerst über die Zurückhaltung von Nachfrage, aber Deine Idee wird zu Zurückhaltung des Angebotes führen.  Und wieder stelle ich die Frage……was ist der größere Wirtschaftlichere Schaden.  Du sagst einfach, Du zweifelst daran, daß es zu „Nicht-Leistung“ käme.  Schön für Dich, Glaube gehört aber in die Kirche.

Nein, ich zweifel nicht daran, aber ich verstehe nicht warum du darin einen Schaden oder ein Problem siehst.
Wenn du der Meinung bist, dass Griechenland niemals seine Schulden tilgen können wird, weil keiner bereit ist dort Einzukaufen, findest du es dann sinnvoll weiterhin Exportüberschuss an Griechenland auf Pump zu leisten? ....das ist doch was du vorschlägst, wenn ich das richtig interpretiere.
Statt das nur noch 10 oder meinetwegen 40 Häuser gebaut werden, willst du weiterhin die 100 Häuser bauen. ..und diese zb. an Griechenland verkaufen. ...auf Pump. :-)

Alle Häuser, die du als Bauunternehmer baust und verkaufst ohne hinterher deine  Geld auszugeben, verkaufst du auf PUMP. Nicht auf Pump bei dir, aber auf Pump der Käufer bei ANDEREN :-) Kanst du das nachvollziehen? Mir scheint das verstehen hier viele nicht so leicht, deshalb frage ich lieber nach.
Mit fällt es leicht das zu verstehen, aber ich nehme aus meinen Erfahrungen wahr, dass diese Zusammenhänge nicht für jeden so trivial erscheinen.


 

 



 

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