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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Maßnahmenkatalog Sozialstaat, Grundfürsorge und Lohnnebenkosten

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Maßnahmenkatalog Sozialstaat, Grundfürsorge und Lohnnebenkosten


Chronologisch Thread 
  • From: milton2011 <milton2011 AT news.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Maßnahmenkatalog Sozialstaat, Grundfürsorge und Lohnnebenkosten
  • Date: Sun, 11 Mar 2012 08:24:50 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


porcupine87 schrieb:
@Milton

Ich werd es zwar bereuen, aber trotzdem. Erstmal finde ich, dass du mit deinen 50% ziemlich leichtfertig umgehst als wäre das nichts. Man nimmt die Hälfte deines Eigentums. Schau mal in deinem Zimmer oder deiner Wohnung rum. Wenn ich 50% nehmen würde, wäre das doch was, oder?

1. Unversteuertes Einkommen ist KEIN Eigentum, Ihr Kunde hat Ihnen die Steuer bezahlt, Sie müssen sie abführen, sonst ist es Unterschlagung von Steuergeldern.
2. Heute zahlen Arbeitnehmer nach Kirchhof im Schnitt 25 % Einkommensteuer und 22,5 % Sozialabgaben, Arbeitgeber 27,5% AG-Sozialabgaben und ca. 22,5 % sonst. Steuern außer MwSt. Die 50 % sind also ziemlich steuerneutral.
Austrians verwechseln immer Besitz und Eigentum.:)

Dann will ich nochmal, dass du deine Wertschöpfungssteuer erklärst, wie diese Schwarzarbeit für den Unternehmer unattraktiv machen würde. Ich gib mal ein Beispiel und anhand diesen erklärst dus, oder du lässt es bleiben (was bedeutet, dass du Scheiße erzählst).
Ich bin Unternehmer und mache einen Umsatz von 100 000€. Ich habe Kosten von 50 000€ plus 30 000€ Gesamtkosten im Jahr an meinen einzigen Mitarbeiter John Doe. Das macht einen Gewinn von 20 000€ für mich, von denen ich auch nichts investiere (ist das in deinem Modell wichtig??).

1. Ich nehme mal an, Ihre Kosten von 50000 sind mehrwertsteuerpflichtig gewesen, dann können Sie
- von Ihrer Mehrwertsteuerschuld die zugehörige MwSt. vorabziehen und
- Ihr Mehrwert veringert sich auf 50000
Da können frische Investitionen enthalten sein.
2. Von diesem Mehrwert führen Sie 25000 als Wertschöpfungssteuer an das Finanzamt ab (NIFT 50). Evtl. Abschreibungen können Sie vorher abziehen.
3. Da Sie die 25000 zahlen, dürfen Sie von Ihrem Arbeitnehmer bis zu 15000 als Einkommensteuer abziehen, aber Sie müssen es nicht. Was Sie ihm nicht abziehen, müssen Sie selbst tragen.

Wo rentiert sich Schwarzarbeit nun nicht?

Schwarzarbeit rentiert sich für Unternehmen nur, wenn sie damit auch Schwarzumsatz machen, sonst nicht. Im Gastgewerbe munkelt man auch heute schon von 30 %, keine MwSt., keine Einkommensteuer, keine Sozialabgaben.
Aber bei bGE aus NIFT würden viele Finanzbeamte frei für Steuerprüfungen in Unternehmen.:)
Für die Bürger gibt es keine Schwarzarbeit mehr, was das Unternehmen auszahlt ist Netto.




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