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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Maßnahmenkatalog Sozialstaat, Grundfürsorge und Lohnnebenkosten

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Maßnahmenkatalog Sozialstaat, Grundfürsorge und Lohnnebenkosten


Chronologisch Thread 
  • From: milton2011 <milton2011 AT news.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Maßnahmenkatalog Sozialstaat, Grundfürsorge und Lohnnebenkosten
  • Date: Tue, 13 Mar 2012 17:29:56 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


porcupine87 schrieb:
"Es ist umgekehrt, die Unternehmen setzen ihre Wertschöpfungssteuer von 50 % bei ihren Arbeitnehmern und Kapitaleignern als Einkommensteuer ab. Sie setzen ja auch ihre Mehrwertsteuer an Lieferanten von ihrer Mehrwertsteuerschuld ab."

Achso. Also man summiert die Einkommenssteuer von 50% von allen bezahlten Entgelten und kommt dabei zB. auf 100 000€. Dann nimm man die Umsatzsteuerschuld: Also Umsatzsteuer minus Vorsteuer (bezahlte USt auf Produkte, die man gekauft hat). Das sind auch 19% oder 100%? Oder 119%? Und wenn das also 100 000€ wären, dann muss das Unternehmen diese UStschuld nicht abführen, weil sie die bezahlte Einkommenssteuer anrechnen kann. Richtig?
Nö,
aber Ihre Einfälle sind lustig.
Lieferanten werden schon bei der Mehrwertsteuer durch Vorsteuerabzug ausgeblendet, sie tragen nichts zum Mehrwert als Wertschöpfung des Unternehmens bei. Und von diesem Mehrwert werden 50 % an das Finanzamt abgeführt sowie den Arbeitnehmern und Eigentümern bei Löhnen und Dividenden in Rechnung gestellt.

"Doch, es ist haushaltsneutral, das bGE ist ja nur der Steuergrundfreibetrag, da werden über Nacht monatlich 50 Mrd. umverteilt, das sind Bürgereinkommen, keine Steuereinnahmen."

ja genauso wäre es, wenn 60Mrd. umverteilt würden? Oder 100Mrd. umverteilt würden? Oder?

Sie rechnen auch heute nicht den Steuerausfall durch Grundfreibetrag zur Staatsquote, den kassieren sie einfach.:)

2011 hatten wir 527 Mrd. Steuereinnahmen und 488 Mrd. Sozialabgaben, also 1,015 Bio. insgesamt

Echt? Liegen die Daten denn überhaupt schon vor? 2010 waren es noch 925Mrd. + 34Mrd. aus sonstigen Gebühren, Entgelten + 20Mrd. aus wirtschaftlicher Tätigkeit + 27Mrd. Einnahmen der Kapitalrechnung + anderes + 58Mrd. Nettokreditaufnahme = 1128Mrd.

Die Zahlen liegen vor und beweisen schon die Haushaltsneutralität für bGE. Die weiteren Einnahmen werden durch bGE ja auch nicht tangiert.:)

Bei 50 % ist die Aufstockung für die unteren Einkommen am höchsten, die Aufwände für Gehälter und Pensionen des Öffentlichen Dienstes sowie für Renten und ALG 1 am niedrigsten.

Puh, dann hast du ja nochmal Glück gehabt, dass das BVerfG genau 50% erlaubt und der optimale NIFT-Satz bei praktischen 50% liegt. Gut vermittelbar und eine Laune der Natur, dass er genau bei 50% liegt.

Nö,
1. Bei negativer Einkommensteuer ist die Aufstockung um so höher, je höher der Steuersatz ist. Das wird gern vergessen.
2. Mehr als er behält braucht aber keiner abzugeben. Das ist nur das christliche Nächstenliebegebot.:)

Bei einer Steuersenkung der Einkommensteuer ist es besser, das bGE als Grundfreibetrag zu erhöhen als den Steuersatz zu senken, dann haben nämlich alle den gleichen Vorteil davon.

Logisch, va. macht das für Arbeitslose oder Gutverdiener keinen Unterschied. Außer eben, dass die Arbeitslosen signifikant mehr bekämen und die Gutverdiener nur minimal weniger bezahlen.

Das stammt von Adam Smith, jedem Bürger sollte es eine Ehre sein, nach Leistungsfähigkeit zum Gemeinwohl aller beizutragen. Dafür ist ja auch Kirchhof.:)
Gleicher Steuersatz für gleichen Freibetrag für Alle ist absolut gerecht.:)

Komisch ist nur, die sog. Liberalen kennen alle nicht die liberalen Steuerregeln von Smith und Kirchhof, nach denen die Bundesgerichte urteilen.:)
Wenn es ums Einkommen geht, wollen sie alle durch Marktsteuern die Marktpreise künstlich erhöhen.:)




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