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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Antrag #130 Wirtschafts- und Sozialpolitik: Ergänzung neben Hartz 4

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Antrag #130 Wirtschafts- und Sozialpolitik: Ergänzung neben Hartz 4


Chronologisch Thread 
  • From: "CAP (Christian)" <CAP AT news.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Antrag #130 Wirtschafts- und Sozialpolitik: Ergänzung neben Hartz 4
  • Date: Thu, 27 Oct 2011 19:57:34 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


Bratenbengel schrieb:
Gesetzliche Rahmenbedingungen sollten das regulieren, tun es aber nicht.
In der Erarbeitung einer Position in unserer Partei würde es schon viel helfen, wenn wir Juristen der verschiedensten Bereiche mal die gesamten Gesetze durchforsten lassen, die uns an der Änderung und Förderung der sozialen Marktwirtschaft behindern.
Wenn Juristen das machen, dann kommt Kirchhof bei raus ;) Man braucht da schon ne Menge VWL Wissen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die Regeln gestaltet sein sollen. Die Juristen mögen das dann zu Papier bringen. Und andersherum mögen die Juristen den VWLern erklären, was da gerade drin steht, in dem was heute gilt...Das nächste Problem ist natürlich, dass die VWL orienterungslos ist, wie seid Generationen wohl schon nicht mehr.

Denn so wie ich deinen Vorschlag verstanden habe würde es ja die bisherige Sozialschiene weiterhin geben.

Ja, aber nur weil sich die Meisten das System als einzige Sicherung für Erwerbsfähige nicht vorstellen können. In Deinem Beispiel könnte ja Dein 18 Jähriger sofort zum Einkommensplatz gehen und Geld beziehen, bis er mit seiner Ausbildung anfängt. Und da wär er wieder im jetzigen System.
In dem Buch würde er (wie jeder anderen auch ) dann ein Grundeinkommen plus Ausbildungskosten als Vorschuss bekommen. Er würde also mit seinem späteren Verdienst, soweit es gewisse Grenzen überschreitet, einen höheren Einkommenssteuer Satz zahlen, mit dem er den Vorschuss wieder abzahlt. Die Kosten mache ich sichtbar, damit man als Student echter Kunde wird und auch Preise in ihrer Lenkungsfunktion wieder funktionieren. Aber das ist ein anderes Thema.

Würde die Einkommensstelle an der Grundsituation etwas ändern, wenn die Sozialgesetzgebung parallel dazu weiter läuft?
Das Angebot richtet sich nur an Erwerbsfähige und das schliesst Schüler aus. Das Gesamtkonzept aus dem das Modell stammt, sieht für alle persönliche Grundeinkommen vor bis auf eben jene Erwerbsfähigen, die die Einkommensplätze bekommen. Denn nur die Erwerbsfähigen sind jene, die unseren Staat mit ihrer Wertschöpfung tragen können.

Ich werde nach der Lektüre deines Buches nochmals auf deine Argumente eingehen und mich bemühen der Richtung die du angestrebt hast einen konkreten Ansatz für die Arbeit an unserem Programm zu geben.
Im Buch wirst Du genau das erleben, was Du hier anmahnst. Es gibt eine Analyse des Status quo und ein aufeinander abgestimmtes Modell, das das alles verbessern soll. Da es aber in sich konsequent sein soll, ziehen gewisse Veränderungen auch eine ganze Kette an Anpassungen nach sich. Entsprechend machen viele Veränderungen nur in dem Kontext Sinn.
Naja und das Modell hier ist eines der zentralen Veränderungen, das jede Menge Verbesserungen erst ermöglicht. Wenn Du aber an einigen Punkten aus irgendwelchen Gründen etwas umgestaltest, wird das logisch daraus folgende Gesamtkonstrukt vielleicht gleich ganz anders aussehen. Und da bin ich prinzipiell für offen, aber man muss sich da einfach auch immer bewußt sein, was wo wie dahinter steckt. Und allein da hapert es in den meisten Diskussionen, wenn da enthaltene Grundüberzeugungen nicht offen transportiert werden.




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