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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Antrag 071 Grenzabgaben aus Einkommensteuer, Sozialabgaben und Mehrwertsteuer

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Antrag 071 Grenzabgaben aus Einkommensteuer, Sozialabgaben und Mehrwertsteuer


Chronologisch Thread 
  • From: Andena <andena AT versanet.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Antrag 071 Grenzabgaben aus Einkommensteuer, Sozialabgaben und Mehrwertsteuer
  • Date: Tue, 18 Oct 2011 09:40:48 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


Andena schrieb:
LOL. Aus rein geschichtlicher Sicht mag das stimmen, im heutigen Kontext ist Neolibaralismus ein Gegenpart zur sozialen Marktwirtschaft ;)

CAP schrieb:
Mein Ansatz ist schlicht, der Neoliberalismus ist ungenügend interpretiert worden. Vor allem ist der Ordoliberalismus mit seiner Gestaltungskraft völlig unterschätzt worden. Deswegen stehen wir heute da, wo wir stehen.

Mit dieser Meinung stehst Du in der Piratenpartei völlig zurecht so ziemlich allein da. ;)

Andena schrieb:
Als statistisches Spielzeug mag der Median ja ein nettes Instrument sein, für die Bestimmung der Steuerhöhe ungeeignet.

CAP schrieb:
Warum? Wenn Du auch die Transferleistungen an ihnen orientierst? Dann macht es doch Sinn beides an der gleichen Größe zu orientieren.

Nein, macht Null Sinn. Der Median ist ein statistisches Spielzeug.

Andena schrieb:
Welcher fatale Status?

CAP schrieb:
Ich weiß nicht warum Du Dich hier politisch betätigst. Ich betätige mich, weil es Arbeitslose gibt, ToDos an allen Stellen liegen bleiben, unser Wohlstand bzw. seine Entwicklung hinter anderen zurück bleibt,...
kurzum vieles darauf hindeutet, dass unser System derzeit sehr ungeeignet ist seine Allokationsfunktion effizient zu erfüllen.

Aha. Und mehrwertsteuerbefreites Bügeln ist also Deine ultimative ordoliberale Antwort? Und nebenbei plädierst Du dafür, die MwSt für Grundnahrungsmittel auf eine Stufe mit der MwSt für Luxusprodukte zu stellen.

Andena schrieb:
Selbstverständlich macht die paritätische Finanzierung der Sozialversicherungssysteme nicht nur Sinn, sondern ist geradezu ein geniales Instrument, um eine gemeinsame Interessenlage der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer zu bewirken. Dagegen ist die Verschiebung der sozialen Lasten zu Ungunsten der Arbeitnehmer ein zwar verständliches aber angesichts der demografischen Entwicklung perfides Wunschdenken der Unternehmerlobby.

CAP schrieb:
Es spricht ja niemand von uns beiden für eine Verschiebung der Lasten zum AN. Der soll ja auch den heutigen AG-Anteil bekommen.

Dann haben alle zukünftigen steigenden Lasten der Sozialsystem ausschließlich die Arbeitnehmer zu tragen. Vor dem Hintergrund der absehbaren demographischen Entwicklung ist das dann was?

Andena schrieb:
Habe ich da jetzt einen Knick in der Pupille oder willst Du tatsächlich den unteren Nettoeinkommensbeziehern dann sogar noch einen Teil der Einkommen stehlen?

CAP schrieb:
Alle Transfersysteme bauen darauf auf eine Kaufkraft umzuverteilen. Meine Anträge haben vor allem den Sinn die Anreizssysteme im unteren Lohnsegment sauber zu gestalten. Und in dem Zusammenhang fallen viele Subventionen weg. Warum soll die Gesellschaft ohne Notwendigkeit den einen Haushalt auf ein höheres Einkommensniveau subventionieren, als den anderen, wenn beide die gleiche Zusammensetzung haben?
Die unteren Haushaltseinkommen, die sinken, geben nur Subventionsvolumen ab. Es geht mir nicht darum, diese Haushalte kräftig zu mästen. Es geht mir darum, ihnen die gewünschte Mindestaustattung zu sichern und ihnen möglichst wenig in den Weg zu legen, um an der Wirtschaft zu partizipieren. Wenn man will kann man den entstehenden Spielraum auch nutzen die Mindestausstattung deutlich anzuheben.

Ich interpretiere Deine Antwort mal dahingehend, dass Du den unteren Einkommensgruppen tatäschlich Nettoeinkommen stehlen willst, damit die Bezieher oberer Einkommen zusätzlich ihr Netto steigern können. Das ist eine Umverteilung von Unten nach Oben.

Ich schwanke mittlerweise echt dazwischen, ob Du einfach hier nur rumtrollen willst, als Satiriker unseren Ironiedetektor testen willst oder Du Dein Geschwurbsel tatsächlich ernst meinst. ;)

Gruß, Andena




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