Zum Inhalt springen.
Sympa Menü

ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Antrag 071 Grenzabgaben aus Einkommensteuer, Sozialabgaben und Mehrwertsteuer

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

Listenarchiv

Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Antrag 071 Grenzabgaben aus Einkommensteuer, Sozialabgaben und Mehrwertsteuer


Chronologisch Thread 
  • From: "CAP (Christian)" <CAP AT news.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Antrag 071 Grenzabgaben aus Einkommensteuer, Sozialabgaben und Mehrwertsteuer
  • Date: Tue, 18 Oct 2011 13:02:24 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


Andena schrieb:
LOL Das macht Hoffnung, dass Du vielleicht doch irgendwann vom Marketing für Dein Buch wegkommst.
Das hat wenig mit Marketing zu tun. Nur offenbare ich mit dem Buch weit mehr als Du ;)

CAP schrieb:
Nimm 2 Volkswirtschaften an, die nur 2 Güter austauschen können. Beide produzieren aber ein umfangreiches, identisches Binnensortiment. Dieses Binnensortiment können beide Staaten mit der gleichen realen Produktivität herstellen. In beiden Ländern funktioniere der Wettbewerb sehr gut, so dass alle in einer Wirtschaft das gleiche Verdienen und sie konsumieren damit auch alle einen landestypischen einheitlichen Warenkorb.

Bei den 2 international austauschfähigen Gütern gebe es aber einen wesentlichen Unterschied. Land A könnte eine Einheit von Gut 1 mit einem Arbeitseinsatz von 1 Stunde und Gut 2 mit einem Arbeitseinsatz von 7 Stunden produzieren. Land B könnte eine Einheit beider Güter mit jeweils einer Stunde produzieren.

Das Austauschverhältnis für die Güter möge sich bei 4 zu 1 einpendeln.
Dann muss Land A die vierfache Arbeitsmenge aufwenden, um die Tauschgüter zu erstellen, wie Land B.
Wenn nun in Land A, wie auch in Land B die Einkommensverteilung gleichmäßig ist und alle Warenkörbe identisch sind, so wird sich das "Preisniveau" nur am Gut 2 fest machen. Land 1 wird ein viel niedrigeres Preisniveau haben und Land 2 ein viel höheres.

Die Preisverhältnisse aller Produkte außer Gut 2 zueinander sind in jedem Staat ja gleich.

An dieser Stelle empfehle ich mal einen tieferen Blick in das Produktionspreismodell von Sraffa. Dann sollte klar werden, warum dieses Dein kleines Beispiel systembedingt nicht funktioniert. ;)


Wie wär es mit einem Erklärungsansatz? Ich seh da aus verschiedenen Gründen keinen Zusammenhang mit dem Modell von Sraffa.

Andena schrieb:
CAP schrieb:
Würde jemand von Land B nach Land A reisen, so dürfte er mit seiner Währung eine deutlich höhere Kaufkraft haben und das obwohl er daheim im Zweifelsfall die gleiche Leistung mit der gleichen Realproduktivität erledigt, aber mit einer Wanderung würden wir auch die Trennung der Märkte durchbrechen und neue Güter schaffen"

Da wir den Wechselkurs nicht kennen, ist die Aussagekraft hier gleich Null.

Gruß, Andena

Den Wechselkurs kannst Du über das Tauschverhältnis der beiden Güter ableiten, die Du da handelst ;) , wenn Du einen Außenhandelsbilanzssaldo von 0 unterstellst. Dann kannst Du natürlich einwenden, dass Du erst das nominale Preisniveau in beiden Ländern festlegen müsstest. Im Sinne des Geldschleiers bist Du da frei, denn das Modell ist ja vor allem ersteinmal ein schlichtes Modell der Tauschwirtschaft.




Archiv bereitgestellt durch MHonArc 2.6.19.

Seitenanfang