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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Antrag 071 Grenzabgaben aus Einkommensteuer, Sozialabgaben und Mehrwertsteuer

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Antrag 071 Grenzabgaben aus Einkommensteuer, Sozialabgaben und Mehrwertsteuer


Chronologisch Thread 
  • From: Andena <andena AT versanet.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Antrag 071 Grenzabgaben aus Einkommensteuer, Sozialabgaben und Mehrwertsteuer
  • Date: Mon, 17 Oct 2011 23:03:36 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


Andena schrieb:
a) Sinn und Ziel dieses und Deiner anderen Anträge sind mir gänzlich schleierhaft. Ich lese aus ihnen einen groben neoliberalen Grundtenor heraus.

CAP schrieb:
Das freut mich, denn sie Soziale Marktwirtschaft gehört zu der Neoliberalen Seite

LOL. Aus rein geschichtlicher Sicht mag das stimmen, im heutigen Kontext ist Neolibaralismus ein Gegenpart zur sozialen Marktwirtschaft ;)

Andena schrieb:
b) der Median ist eine verteilungsabhängige und damit zufällige statistische Größe

CAP schrieb:
Und sie ist die Referenz für die Definition der relativen Armut und damit der Referenzpunkt an dem sich der Rahmen eines verantwortlichen Sozialsystems orientieren sollte.

Als statistisches Spielzeug mag der Median ja ein nettes Instrument sein, für die Bestimmung der Steuerhöhe ungeeignet.

Andena schrieb:
Vielleicht will ich das ja überhaupt nicht im Rahmen einer Reform der Einkommensteuer nebst Sozialabgaben und on top MwSt?

CAP schrieb:
Es nicht zu regeln, würde bedeuten den fatalen Status quo erhalten.

Welcher fatale Status?

Andena schrieb:
Eher Stichwort: Flucht der Unternehmer aus der paritätischen Finanzierung der Sozialsysteme und Übertragung der zukünftig steigenden Kosten auf die Arbeitnehmer. Lehne ich als wirtschaftsradikalen Ansatz so komplett ab.

CAP schrieb:
Außer der Rethorik der Gewerkschaften zu entsprechen, haben die Arbeitgeberbeiträge doch überhaupt keinen Sinn !?!

Selbstverständlich macht die paritätische Finanzierung der Sozialversicherungssysteme nicht nur Sinn, sondern ist geradezu ein geniales Instrument, um eine gemeinsame Interessenlage der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer zu bewirken. Dagegen ist die Verschiebung der sozialen Lasten zu Ungunsten der Arbeitnehmer ein zwar verständliches aber angesichts der demografischen Entwicklung perfides Wunschdenken der Unternehmerlobby.

CAP schrieb:
Ich frage mich gerade, wie Dein Modell der Lohnbildung wohl aussieht.

Arbeitnehmer und Arbeitgeber verhandeln ihre vertragliche Zusammenarbeit frei im Rahmen der geltenden Gesetze, Bestimmungen und Tarifrechte.

Andena schrieb:
Ohne auch nur ansatzweise nachvollziehbare Berechnung der Auswirkungen auf die Steuer- und Sozialkasseneinnahmen keine Zustimmung.

CAP schrieb:
Unter der Annahme des Sozialmodells aus meinem Antrag würde das ungefähr so aussehen, wie es in der anhängenden Tabelle (im Sync-Forum) skizziert ist. Der für den Staatshaushalt verfügbare Steuerertrag würde inkl. Sozialversicherung um ca. 80 Md. pro Jahr zunehmen.

Habe ich da jetzt einen Knick in der Pupille oder willst Du tatsächlich den unteren Nettoeinkommensbeziehern dann sogar noch einen Teil der Einkommen stehlen?

Gruß, Andena




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