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ag-landwirtschaft - Re: [Ag-landwirtschaft] neue Anregung zum Antrag Subventionen in der Landwirtschaft

ag-landwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Mailingliste der AG Landwirtschaft

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Re: [Ag-landwirtschaft] neue Anregung zum Antrag Subventionen in der Landwirtschaft


Chronologisch Thread 
  • From: peu1999 AT aol.com
  • To: ag-landwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-landwirtschaft] neue Anregung zum Antrag Subventionen in der Landwirtschaft
  • Date: Tue, 2 Oct 2012 01:01:00 -0400 (EDT)
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-landwirtschaft>
  • List-id: <ag-landwirtschaft.lists.piratenpartei.de>

in diesem Zusammenhang natürlich auch dieser Artikel aus den Agrar-Pads ...

http://www.fr-online.de/wirtschaft/eu-agrarsubventionen-wer-vom-geld-aus-bruessel-profitiert,1472780,3290072,item,0.html

hier kann das Thema gleich mit behandelt werden,
die fehlgeleiteten Agrarsubventionen mal mit zu canceln -
Z.B. Agrarsaubventionen für die deutschen Fluggesellschaften, weil sie
auf ihren Frühstücks-Tablettchen Milch und Zucker in
homöpatischen Gaben exportieren ????

Andererseits gibt es in Europa klare Regeln für die Weinbauern,
die innerhalb festgefügter Quoten lediglich genehmigte Mengen
für den Gesamteuropäischen Markt produzieren dürfen. Diese
sind natürlich bei den überschießenden Mengen auf die Exporte
angewiesen - inwieweit auch diese ihre Überproduktionsmengen
subventioniert in die USA / Afrika und insbesondere nach
Südoast-Asien exportieren, erschließt sich mir derzeit noch nicht !!

Die geförderte Umwandlung von Übermengen oberhalb der
Produktionsquoten in Industriealkohol für die chemische industrie
wäre dabei ebenfalls zu bedenken !!

Gruß
Michael



-----Ursprüngliche Mitteilung-----
Von: Detmar Kleensang <detmar AT gmx.de>
An: ag-landwirtschaft <ag-landwirtschaft AT lists.piratenpartei.de>
Verschickt: Di, 2 Okt 2012 6:35 am
Betreff: Re: [Ag-landwirtschaft] neue Anregung zum Antrag Subventionen in der Landwirtschaft

Moin!

Aaalso: Das, was in dieser Anregung angesprochen wurde ist ja nun noch eine ganz 
spezielle Form der Subvention. Nämlich Exportbeihilfe. 

Auf der AMK letzte Woche hatte sich Bayern unter anderem für eine erneute 
Stärkung der Exportbeihilfen für landwirtschaftliche Produkte ausgesprochen. Es 
bzw. Brunner kam aber mit diesem Antrag nicht durch. 

Generelle Linie der Bundesregierung ist derzeit, Exportbeihilfen runterzufahren 
bzw. gar nicht mehr zu gewähren. Was ich für eine wichtige und richtige 
Entscheidung halte, da solche Beihilfen nur den Markt verzerren, das 
Selbstregulativ der Märkte stört. 
Es kann nicht sein, dass hierzulande in der Landwirtschaft auf Teufel heraus 
produziert wird, um vermeintlich die Welternährung zu sichern. Das erinnert mich 
immer an "Am deutschen Wesen...". Schon gar nicht kann das sein, wenn durch 
solche Beihilfen die inländische Produktion auf unter kostendeckendes Niveau 
gedrückt wird (Überproduktion, die jenseits der Wirtschaftlichkeit nur noch mit 
Steuergeldern exportiert werden kann, da die Nachfrage zu benötigten Preisen 
überschritten wird), wenn dadurch Märkte anderer Länder gestört werden und das 
gesamte Weltmarkt(preis)niveau nach unten gedrückt wird. 
Durch solche Mittel setzt sich der Beobachtung zufolge nur eine Preisspirale 
nach unten durch, weltweit. Da jedes Land versucht, seine Marktanteile zu 
wahren, in dem es die Produktion noch weiter verbilligt und durch 
Produktionsmengen Absatzmärkte zu besetzen.

Unabhängig von der Piratenposition zu Subventionen in der Landwirtschaft spreche 
ich persönlich mich ganz vehement gegen gerade solche Arten der Subventionierung 
und damit einhergehender Marktstörungen aus. So etwas hat es nicht zu geben und 
sollte imho dringend und schnell komplett eingestellt werden. Dafür müssten die 
Agrarmärkte kostenneutral so reguliert werden, dass eine Produktion 
wirtschaftlich sinnvoll ist, auf allen Märkten den Welt. Was auch Regularien 
einschliesst, die dazu führen, dass Produktionsmengen so geregelt werden bzw. 
sich durch Marktgeschehnisse selbst regulieren können, dass jedes Land zu seinen 
Produktionskosten wirtschaftlich Landwirtschaft betreiben kann. Export sollte 
nur auf einem Markt möglich sein, der die jeweiligen Produktionskosten auch 
decken kann (was derzeit nicht immer der Fall ist). 

Gruß, Detmar



Am 02.10.2012 um 01:02 schrieb Birgitt Piepgras:

> Moin ihr Lieben,
> 
> wir haben eine neue Anregung zu unserem Antrag bekommen, ich poste hier
> mal den Text:
> 
> *Wir müssen uns auch explizit gegen diese Subventionen stellen, im
> Kontext der internationalen Konkurrenz bzw. Verdrängung einheimischer
> Produkte insbesondere auf Märkten afrikanischer Staaten:
> 
> "Da in vielen afrikanischen Ländern die Bauern nicht mit den Produkten
> aus Europa konkurrieren können, kommt es dort verstärkt zur Abhängigkeit
> von Agrarimporten: Auf dem größten Konsumgütermarkt Westafrikas im
> senegalesischen Dakar etwa könnten Obst und Gemüse aus Frankreich,
> Spanien und Italien um ein Drittel günstiger als einheimische Produkte
> erworben werden. ... 70 bis 80 % der afrikanischen Länder sind heute auf
> die Einfuhr von Lebensmitteln angewiesen. Langfristig gefährden diese
> Lebensmittelimporte die Existenzgrundlage der lokalen Landwirte und
> damit die Aussicht auf ein Wachstum der vorwiegend agrarisch geprägten
> afrikanischen Volkswirtschaften."
> 
> http://www.bundestag.de/dokumente/analysen/2008/afrikanische_landwirtschaft.pdf
> 
> siehe auch:
> http://www.spiegel.de/wirtschaft/eu-agrarhilfen-experten-ruegen-subventionswahn-a-631016.html*
> 
> Wie wollen wir darauf reagieren?
> 
> Liebe Grüße,
> Birgitt
> 
> 
> -- 
> Ag-landwirtschaft mailing list
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> https://service.piratenpartei.de/listinfo/ag-landwirtschaft


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