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ag-waffenrecht - Re: [Ag-waffenrecht] Todesursachenstatistik

ag-waffenrecht AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Mailingliste der AG Waffenrecht

Listenarchiv

Re: [Ag-waffenrecht] Todesursachenstatistik


Chronologisch Thread 
  • From: Timur Beygo <timurbeygo AT googlemail.com>
  • To: Mailingliste der AG Waffenrecht <ag-waffenrecht AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: Re: [Ag-waffenrecht] Todesursachenstatistik
  • Date: Wed, 18 Dec 2013 22:06:22 +0100
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-waffenrecht>
  • List-id: Mailingliste der AG Waffenrecht <ag-waffenrecht.lists.piratenpartei.de>

Hallo. 

Ich sehe es etwas anders. 
Zu deinem ersten Argument der Vereitelung von Straftaten mit Schusswaffen durch eine bewaffnete Bevölkerung ist bei diesen niedrigen Fallzahlen scheint nicht relevant. 

Zum Zweiten Punkt kann ich nur bemerken, dass selbst eine bewaffnete Bevölkerung nicht gegen organisierte Streitkräfte/Kampfeinheiten intervenieren könnte. Das betrifft folgende Punkte: 
1. Um kämpfen zu können, benötigt es schwere Waffen/Kriegswaffen
2. Es bedarf einer Logistik - Munition/Nahrung/Energie/Kommunikation/Befehlskette
3. Es fehlt an der Organisation. 40-50 Mill. Einzelkämpfer sind ein Hindernis aber keine Gefahr für eine Armee. 

Fazit: Selbst in den USA ist ein Widerstand durch Waffengewalt eher unwahrscheinlich. Deren Bürgerwehr/Nationalgarde ist taktisch schlecht ausgebildet. Wir haben so etwas nicht einmal. 

Deine Argumente sind, aus meiner Sicht, daher kein Grund das Waffenrecht zu lockern. 
Vielleicht noch eine Bemerkung. Indien/Gandhi hat sich ohne Waffen gegen eine Streitmacht gestellt. Ich denke nicht, dass in der BRD eine solche Situation eintreten würde, in der wir nicht, ohne Waffen, gegen einen Systemwechsel angehen könnten. 

Gruß Timur  

Timur Beygo
Hessen, FFM
Twitter: @timurbeygo



Am 18. Dezember 2013 15:10 schrieb Enrico Weigelt <enrico.weigelt AT vnc.biz>:
"Heiko Humbert" <heiko.humbert AT gmx.de> schrieb:

Hallo Leute,

> Seit gestern ist die Todesursachenstatistik von 2013 raus. Ich hab' das
> hier mal kurz zusammengefasst:
>
> http://lawgunsandfreedom.wordpress.com/2013/12/18/todesursache-schusswaffe/

Leider diskutieren wir hier immer nur über Tote durch Schußwaffen, aber
nicht darüber wieviele durch einen großflächigen Schußwaffenbesitz in der
Zivilbevölkerung verhindert werden können bzw. durch dessen Fehlen erst
möglich werden oder in der Geschichte wurden.

Schauen wir uns doch die vergangenen totalitären und massenmordenden Regime,
National-Sozialisten, Bolschewiki, Rote Khmer, usw, usw. an: der erste
wichtige Schritt zum Aufbau dieser Regime war das Waffenverbot - danach
konnten sie erst mit ihren Massenmorden beginnen.

Wir sollten die Diskussion mal vom Kopf auf die Füße stellen:

Es geht hier nicht nur darum, den Jägern und Sportschützen ihr Vergnügen
zu belassen, sondern die Verteidungsmöglichkeit der Zivilbevölkerung
gegen einen freidrehenenden Machtapparat. Genau das ist auch der primäre
Grund, warum zB. die US-Verfassung den privaten Waffenbesitz als
Grundrecht festschreibt. Wenn der Staat zu mächtig wird, dann wird er
der schlimmste Feind.


cu




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