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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Steuerabzug statt Freibetrag - FDP-Doktrin pro Hartz4Knastfür Millionen Bürger

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Steuerabzug statt Freibetrag - FDP-Doktrin pro Hartz4Knastfür Millionen Bürger


Chronologisch Thread 
  • From: Patrik74 <Patrik74 AT news.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Steuerabzug statt Freibetrag - FDP-Doktrin pro Hartz4Knastfür Millionen Bürger
  • Date: Wed, 18 Apr 2012 09:46:58 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


sozialpiraten schrieb:
Alle FDP-ler plapperten u.a. bei Abgeordnetenwatch zum Thema Grundsicherung das Gleiche, es erinnerte an FDJ-Funktionäre und machte Angst.:-)

Es gibt einen bereits einen Steuerfreibetrag.
Das FDP-Modell nutzt weder Freischaffenden, Existenzgründern, Bürgern, die gemeinnützig orientiert arbeiten...
es soll nur die entlasten, die sich zu Löhnen, die unter dem Existenzminimum liegen, von Privatfirmen ausbeuten lassen - müssen.
Hartz4Knast bliebe in diesem Modell bestehen.

Ich weiss jetzt nicht, worauf du hinauswillst. Ist das jetzt eine Kritik am Steuerabzug, oder ein allgemeine Äußerung; ích kann zumindest keinen Zusammenhang erkennen.

Es geht mir nicht um die Verteidigung des Freibetrages, sondern um seine Ablösung durch einen einheitlichen Steuerabzug. Aber vielleicht muss ich ein wenig mehr erläutern.

Stellen wir uns ein einfaches Steuersystem mit einem Grundfreibetrag von 10.000€ vor. Es gibt nur zwei Steuerstufen: unterhalb von 50.000€ zahlt man 20% ESt, oberhalb 40% Steuern.

Nun betrachten wir jemanden mit 40.000€ versteuerbarem Jahreseinkommen und jemanden mit 100.000€.

Weiterhin gebe es einen Freibertrag von 10.000€ pro Kind. Beide bekommen nun ein Kind. Ohne in tiefere Rechnungen einzusteigen, sieht man leicht, dass der weniger verdienende - der es nötiger hätte - um 2.000€ entlastet wird, während der Großverdiener - der genug hat - um 4.000€ entlastet wird. Was soll das?

Rationaler wäre es, beide um den selben Betrag zu entlasten, denn jedes Kind sollte dem Staat gleich viel Wert sein, also z.B. 3.000€ pro Kind.

Das kostet den Staat keinen Pfennig mehr, aber die kleineren Einkommen werden im Gegensatz zur heutigen Situaton nicht systematisch schlechtergestellt und relativ sogar stärker entlastet. Das klingt doch wesentlich gerechter!

Es sollte also grade KEINE Freibeträge, sondern fixe Abzüge von der individuellen Steuerlast geben.

Das ganze ist völlig unabhängig von der Frage, ob ein BGE sinnvoll ist oder nicht, ich habe nur auf den Kommentar reagiert und zugestanden, dass man das BGE in gewisser Weise auch als einen ESt-Steuerabzug interpretieren kann, wenn man will - wobei es einen bedeutenden Unterschied gibt: Das BGE wird in jedem Fall ausgezahlt, während das bei einem Steuerabzug nicht unbedingt der Fall ist; dieser kann auch einfach als Verlust in den Bücher stehen bleiben und als Verlustvortrag ins nächste Jahr übertragen werden.

Ich würde die Themen BGE und Steuerabzug lieber getrennt behandeln. Zum BGE gibt es ja genug Foren. Mir geht es hier einzig und allein um die Frage, ob es nicht im Sinne der Piraten wäre, die gängige Praxis des Steuerfreibetrages, der hohe Einkommen privilegiert, durch einen einheitlichen Steuerabzug zu ersetzen.




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