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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Antragsdiskussion: Gleichstellung aller Einkommensarten

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Antragsdiskussion: Gleichstellung aller Einkommensarten


Chronologisch Thread 
  • From: bonbini <bonbini AT news.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Antragsdiskussion: Gleichstellung aller Einkommensarten
  • Date: Tue, 18 Oct 2011 16:14:46 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


Und hier als Ergänzung noch ein Beispiel, damit es nicht heißt, ich würde nur die Partikularinteressen der gut verdienenden Freiberufler vertreten:

Eine Familie mit zwei Kindern, Mann angestellt, sie Freiberuflerin, tragen monatlich jeder netto 2500 Euro nachhause. Macht im Jahr 60.000 Euro.

Nach Andenas Modell würden sie wie folgt belastet:

Er zahlt auf 20.000 Euro 4.000 Euro Steuern (20 %) und auf sein Bruttoeinkommen 13 Prozent Sozialabgaben (sofern die Hälfte der Arbeitgeber übernimmt). Macht etwa weitere 5.200 Euro. Ihm bleiben von seinen 30.000 Euro netto also etwa 21.000 Euro.

Sie zahlt auf ihre 20.000 Euro ebenfalls 4.000 Euro Steuern und, weil Freiberuflerin, auf ihre 30.000 Euro 26 Prozent Sozialabgaben, also 7.800 Euro. Ihr bleiben also von ihren 30.000 Euro gerade mal 18.200 Euro.

Zusammen kommen beide auf rund 39.000 Euro im Jahr oder 3.250 Euro im Monat. Davon zahlen sie Miete (warm für 4 Personen etwa 1.000 Euro), Fahrzeugkosten (vielleicht 400 Euro für 2 Fahrzeuge), Kosten für Kinderbetreuung, Internet, Tagezeitungen, Arzt- und Rezeptgebühren, Zusatzkrankenversicherungen, Taschengeld, Kleidung, Schulbeiträge, Rente etc. (vielleicht 500 Euro), Lebensmittel (vielleicht 750 Euro) und legen etwas für den Urlaub zurück. Dann bleiben ihnen gerade einmal 200 bis 300 Euro, um sich mal "etwas zu leisten". (Zum Beispiel mal einen Tag im Phantasialand.)

Ich bin jetzt mal zu Euren Gunsten davon ausgegangen, dass die 10.000 Euro Freibetrag bei jedem der beiden zum Tragen kommen. Sollte das bei einer Zusammenveranlagung nicht der Fall sein, dann wären die 200 Euro monatlich auch noch futsch.

Irgendwas kann da doch nicht stimmen, oder?

Und argumentiert jetzt bitte nicht, derzeit müssten sie ja auch etwa so viel abgeben. Ihr habt doch von "Entlastung" gesprochen.

Ich kann die bloß nirgendwo erkennen.




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