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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Bandbreitenmodell (Fortsetzung Aktive HH)

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Bandbreitenmodell (Fortsetzung Aktive HH)


Chronologisch Thread 
  • From: Sandra <Sandra AT news.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Bandbreitenmodell (Fortsetzung Aktive HH)
  • Date: Sat, 15 Oct 2011 17:34:49 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


LIeber Otmar,

ich vermag hier keinen Spam zu erkennen. Herr Gastmann hat lediglich die Links des Bandbreitenmodells ins Forum gestellt, was durchaus sach- und zweckdienlich, sogar erforderlich ist.[

Irgendwo läuft Ihre Argumentation ins Leere, die Berechnungen sagen ja nichts anderes als eine Richtung in einer gewissen Bandbreite aus, man kann es grundsätzlich auf die Grundelemente "Steuer" und "Lohn" zentrieren.

Das Bandbreitenmodell tastet in keinster Weise die Mechanismen der Marktwirtschaft an.

Es ist auch keine Schwäche, ein Konzept darzustellen, das anstelle des heutigen Steuerdschungels mit all seinen Ungerechtigkeiten auf ein Steuersystem der echten Umsatzsteuer setzt, die alle anderen Steuerarten ersetzt.

Es ist erst recht keine Schwäche darauf hinzuwirken, daß ein Mindeststandard für Löhne/Gehälter/Einkommen gesetzt wird.

Warum ist das so wichtig? Ein Beispiel:

Ich arbeite in meinem Konzern in einem Unternehmensbereich, bei dem Personalkosten im Interesse hoher Gewinne (und in welcher Firma ist das nicht so?) so niedrig wie möglich gehalten werden.

In meiner Division liegen die Personalkosten bei unter 5 % Anteil an dem Umsatz, den unser Bereich macht. Das ist noch weniger als ich lange Zeit glaubte.

Was ist die Folge? Einige wenige Aktionäre freuen sich über fette Dividenden und nicht wenige Arbeitnehmer leiden unter Stresserkrankungen.

Alleine in meiner Abteilung erkrankten in den letzten Monaten 20% der Beschäftigten an Hörsturz und Burn-Out.

Wenn das die Ultima Ratio der gegenwärtigen "sozialen" Marktwirtschaft ist, wird das schon in naher Zukunft der Abgesang auf unsere Gesellschaft.

Schwächen bei der Berechnung lassen sich aus meiner Sicht auch nicht unterstellen, da das Bandbreitenmodell in der Höhe der Steuersätze (sowie ihrer Bandbreite), der Arbeitsplatzprämien und der Beschäftigungsquote völlig flexibel ist. Das sind wirksame Stellschrauben um beargwöhnte Teuerung und/oder zu starke Nachfrage/Angebots Differenzen steuern/kontrollieren zu können.

Herr Gastmann hat auch keine Zahlen geschönt, er hat verschiedene Szenarien vorgerechnet, er behauptet auch nicht, daß diese Szenarien genauso eintreffen, er sagt aber, daß dafür eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht. Und es wäre 99% der Menschen sehr geholfen, wenn das Bandbreitenmodell auch nur zu einem Bruchteil so wirksam ist.

Viele Grüsse

Sandra




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