Zum Inhalt springen.
Sympa Menü

ag-liquid-democracy - Re: [AG Liquid Democracy] Geheime Abstimmungsverfahren

ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Liquid Democracy in der Piratenpartei

Listenarchiv

Re: [AG Liquid Democracy] Geheime Abstimmungsverfahren


Chronologisch Thread 
  • From: René Heinig <hren AT hrz.tu-chemnitz.de>
  • To: Liquid Democracy in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: Re: [AG Liquid Democracy] Geheime Abstimmungsverfahren
  • Date: Mon, 25 Jun 2012 15:50:43 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-liquid-democracy>
  • List-id: Liquid Democracy in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy.lists.piratenpartei.de>

Am 20.06.2012 23:21, schrieb Tannador:
Am 20.06.2012 22:09, schrieb René Heinig:
Du erkennst so immer noch nicht, wenn ein Admin oder Hacker dort Sockenpuppenaccounts erstellen. Das kannst du nur durch ständige Kontrolle aller bestehenden Accounts durch verschiedene Leute, welche wirklich im Reallife checken, ob jeder Account auch nur einer einzigen real existierenden Person gehört.
Und städtische Mitarbeiter können Personen anlegen, die es nicht gibt und deren Briefwahlunterlagen missbrauchen.


Deshalb gibt es auch schon diverse Gerichtsverfahren wegen der Briefwahl. Jedoch muss man dort immernoch verschiedene Adressen haben, um dort Briefwahlunterlagen hinzuschicken, mehrere E-Mail-Adressen oder Zugang zu einem Sofwaresystem reicht da nicht aus. Die Sachen werden im Stimmbezirk von mehreren Menschen ausgezählt und abgeglichen.


Kein System ist perfekt und es ist unfair diese Perfektion von LQFB zu verlangen.


Das tue ich ja nicht, deshalb fordere ich auch keine Klarnamenspflicht, nur darum geht es mir. Ich will nur dass endlich dieser Mythos, dass Klarnamen besser wären als Pseudonyme, ein Ende findet.


LQFB ist hier sogar besser als die Realität: solange der pseudonyme Teil der Datenbank offen liegt, kannst Du sehen, wieviele Stimmberechtigte es gibt.


Diese Information nützt dir auch nicht viel.


Sollte diese Zahl nicht mit der entsprechenden Zahl der Mitgliederverwaltung übereinstimmen, kracht es.


Deshalb ist die Mitgliederverwaltung der Angriffspunkt, wer dort Zugang hat, kann Sockenpuppen anlegen.


Dann müssten schon ein Admin und jemand mit Zugriff auf die Mitgliederdatenbank zusammenarbeiten und niemand dürfte das mitbekommen. Sollte es rauskommen, droht den beiden Knast.


Es reicht allein der Zugang zur Mitgliederverwaltung aus, ob legal erworben oder reingehackt.

Parteitage zu manipulieren ist natürlich auch möglich, bei Software sind die Ausmaße der Manipulierbarkeit nur etwas höher. Dem sollte man sich einfach bewusst sein. Der Vergleich mit Abstimmungen außerhalb einer Partei ist dann nochmal was anderes, gerade bei Volksabstimmungen wirst du nicht um eine geheime Abstimmungen drumherumkommen, aus rechtlichen Gründen, aber auch weil sicherlich keine Mehrheit der Menschen elektronisch abstimmen will, wenn dann für jeden einsehbar ist wie man abgestimmt hat, ich würde auch sagen, dass es dann schon keine freien demokratischen Abstimmungen mehr wären, zumindest nach meinem Demokratieverständnis.

Viele Grüße
René




Archiv bereitgestellt durch MHonArc 2.6.19.

Seitenanfang