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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Euro, Griechenland, EZB und Inflation - der Samuelson-Effekt

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Euro, Griechenland, EZB und Inflation - der Samuelson-Effekt


Chronologisch Thread 
  • From: blackdrag <blackdrag AT news.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Euro, Griechenland, EZB und Inflation - der Samuelson-Effekt
  • Date: Wed, 27 Jun 2012 12:11:33 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


aloa5 schrieb:
blackdrag schrieb:
aloa5 schrieb:
Ich halte wie bereits gesagt die Krisenjahre 2007ff. nicht wirklich für aussagekräftig. Griechenland hatte 2007 noch ein Zuwachs von +4,3% beim BIP, in 2009 ein Minus von -2,3%. Da hatten sich andere Faktoren bereits angepasst (u.a. Zins) - eben.
Kann gut sein... Allerdings spricht dieser Index aus meiner Sicht dafür dass wir in DE sehr viel Importieren, um es zu verarbeiten und dann zu exportieren. Wenn wir einfach mal annehmen würden, dass das tatsächlich der Fall ist und einen grossteil des BIP ausmacht, dann ist eben das Theorem um das es geht, kaum nachweisbar. Was passiert wenn der Export billiger wird? Es gibt dann 2 Effekte, das Wertvolumen sinkt, weil die Produkte weniger kosten, die Anzahl der Exportierten Produkte steigt, weil sie ja billiger sind. Nehmen wir an die beiden heben sich auf, dann sinkt das Verhältnis Export/Import, da mehr Import. Wahrscheinlicher aber ist eine Stärkung des Export und damit wird sich an dem Verhältnis wohl kaum bis nichts ändern.
Wenn man bisher importiertes (Letztverwendung) nicht mehr importiert (Importeffekt) sondern selbst herstellt löst sich der Gleichklang ebenfalls auf.
Der löst sich dann auf und zeigt sich in einer Steigerung des Verhältnisses Export/Import. Ich denke da überlagern sich einfach zu viele Effekte um eine klare Aussage empirisch zeigen zu können. Wenn zum Beispiel auf Grund von guten Verdiensten die Löhne allgemein steigen, steigt dann höchst wahrscheinlich auch der Import. Folglich wird das Verhältnis Export/Import wohl in etwa gleich bleiben. Und das auch, weil es zunehmend billiger wird Produkte zu importieren als sie selbst herzustellen. Wenn sowas also dazu führt, dass das alte Verhältnis auf höherem Niveau wieder hergestellt wird, dann kann man maximal die zeitversetzte Reaktion in einer kurzfristigen Störung dieses Verhältnisses sehen. Es kann also schon sein, dass durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer bei gleichzeitiger Entlastung der Lohnkosten von den Sozialbeiträgen zu mehr Export führt, aber es wird Folgereaktionen geben, wie Lohnerhöhungen, die den Effekt wieder auffressen werden was das Verhältnis Export/Import betrifft. Es wird folglich wieder gleich sein, aber auf höherem Niveau.

Absolute Zahlen täuschen leicht.. 1999/2000 ist ein Sprung von 36 auf 46, also +27% und dann 13%, 21%, 11%, 21%, 9%, 0%, 22%, -7%, -21%, 4%, -8%. 2008 sticht da nicht wesentlich heraus, wenn man 11-27% also normal sehen würde.
Ein year to year Vergleich macht ja auch keinen Sinn wenn der Bezugswert (=Jahr ohne MwSt) 2 Jahre davor liegt ;).

Die Reihe ist von 1999/2000 bis 2010/2011. Den Kommentar von wegen 2 Jahre davor verstehe ich nicht.




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