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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Maßnahmenkatalog Sozialstaat, Grundfürsorge und Lohnnebenkosten

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Maßnahmenkatalog Sozialstaat, Grundfürsorge und Lohnnebenkosten


Chronologisch Thread 
  • From: aloa5 <piratenpartei AT t-online.de>
  • To: Acamir <Acamir AT news.piratenpartei.de>, ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Maßnahmenkatalog Sozialstaat, Grundfürsorge und Lohnnebenkosten
  • Date: Fri, 06 Jan 2012 17:26:43 +0100
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: http://twitter.com/aloa5

Acamir schrieb:

Hier kurz meine Meinung zu aloas Vorschlag:

Ich bin der Meinung dass das Kindergeld einheitlich sein sollte. Alles andere würde ein Mehr ein Bürokratie bedeuten. Ansonsten bin ich mit den Leistungen einverstanden.

Das Kindergeld als solches ist gleich hoch (200 Euro).

Das Problem ist eben das Alleinerziehende höhere Kosten haben. Das ist ein anerkannter Fakt den man nicht korrekt in eine Pauschale implementieren kann. Aktuell bekommt man 251 ALG für das Kind und einen "Mehrbedarf alleinerziehende" von 44 Euro.

Wenn man pauschalisiert gibt man entweder wenigen 50 Euro oder 100 Euro zu wenig oder der Masse an Eltern 50 bzw. 100 Euro zu viel.

Abgesehen davon das das nicht gerade billig ist besteht die Gefahr der Fehlanreize. Da muss man auch so erst einmal den Vorteil des Kinder-ALG (250/300/350) gegenüber dem Kindergeld (200) aufholen. Vereinheitlicht man das ganz (KiG 350) oder erhöht man die Differenz dauerhaft (200 vs. 350) hat man ein Kostenproblem und/oder eine sehr problematische Konstellation was die Arbeitsaufnahme angeht. Vereinheitlicht man auf niedrigerem Level bleibt man vom sozialen Standpunkt aus hinter dem status quo zurück (184 / 295).



Bei der Finanzierung würde ich anstatt der Einkommenssteuer eher die Steuer auf Kapitalerträge erhöhen. Das würde erstens den Anreiz zu arbeiten erhöhen und zweitens erscheint es mir gerechter wenn leistungsloses Einkommen hoch besteuert wird.

Das reicht vom Volumen aus gesehen bei weitem nicht aus. Davon abgesehen werden Kapital-/Gewinneinkommen durch die Variante der ESt auch wesentlich stärker in die Pflicht genommen.


Eine Vermögenssteuer lehne ich ab weil sie
1. relativ leicht zu Umgehen ist indem ich mein Geld im Ausland verstecke
2. einen hohen bürokratischen Aufwand erfordert
Stattdessen würde ich eher die Erbschaftssteuer erhöhen.

Das ist eine Variante welche man sich überlegen kann.


Grüße
Otmar




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