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crew-hauptmann-von-koepenick - Re: [Crew-Hauptmann-von-Koepenick] Resumee GV

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Betreff: Crew-hauptmann-von-koepenick mailing list

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Re: [Crew-Hauptmann-von-Koepenick] Resumee GV


Chronologisch Thread 

Hallo allen Lesern, hallo Sebastian,

diese Diskussionen erinnern mich daran
http://www.gruene-partei.de/cms/gruene_work/rubrik/0/237.198083.htm
Wenn wir weiter so machen, werden wir eine Menge Zeit verlieren und viele werden desillusioniert.
Wollen wir wirklich alle Fehler wiederholen, die die Grünen 1980 gemacht haben.

Ich glaube nicht, denn wir werden aus der Geschichte lernen. Und wer glaubt um Politik zu machen, da gehört nicht viel zu, dem wird das Leben bald eines besseren belehren.
Mit Stammtischparolen kann man zwar auf sich aufmerksam machen, aber wenn man zeigen muss was man wirklich kann, dann zeigt sich ob man Profi ist oder nicht. Das ist in der Wirtschaft genauso wie in der Politik.

Michael Böttcher


Am 26.10.2011 12:11, schrieb caramail AT arcor.de:
Hallo liebe Leute,

auch ich war gestern das erste Mal dabei und fand es gleich sehr interessant.

Den Kritikpunkten von Dennis stimme ich allerdings voll und ganz zu. Das Diskussionsklima entsprach nicht meinen Erwartungen, oft wurde den Rednern das Wort abgeschnitten, einmal kam es sogar zu einer regelrechten "Anschnauzung".
Die konsequente und geduldige Einhaltung der Rednerliste ist natürlich eine Sache, an der sich Neue - auch ich - erst einmal gewöhnen müssen.

Zu dem Vergleich von Michael möchte ich sagen, dass ich diesem nicht zustimmen kann. Den Vergleich von Politik mit einem Schachspiel finde ich ziemlich unpassend.
Zunächst ist Politik imho eben kein Spiel. Es geht nicht um Spaß, sondern es geht um unser aller täglich Brot und Leben sowie die Existenzgrundlage eines Jeden und die des Planeten.

Des weiteren ist einer der Gründe, warum ich in die PP eingetreten bin, dass ich das Bild von "Politprofis" grundsätzlich ablehne. Aufgrund meiner o.g. Sicht auf Politik kann und sollte sich jeder für diese existenziellen Fragen interessieren. In heutigen Zeiten hat er auch grundsätzlich alle Möglichkeiten dafür, sich das notwendige Wissen anzueignen. Politik ist keine Geheimwissenschaft, bzw. wenn sie das heute faktisch ist, ist ja wohl die PP dazu angetreten, das zu ändern!

Die von der Politik und den Medien immer wieder beschworene "Komplexität" der heutigen Gesellschaft ist imho zum größten Teil selbst gemacht. Nehmen wir das Steuersystem. Warum sollte man dieses nicht so vereinfachen, dass jeder Bürger es versteht? Gibt es einen plausiblen Grund dagegen? Ja, nämlich, dass die "Politprofis" dann überflüssig würden und evtl. ihren Job verlieren würden.

Also bitte, wenn man Politik unbedingt als Spiel sehen will (als Herausforderung oder Kampf), dann finde ich es angemessener, wenn die weniger guten Spieler, von denen Du schreibst, den Anspruch haben, auch das notwendige Verständnis zu erlangen. Anders als im Schach oder einem anderen Spiel benötigt man für die Beteiligung an Politik imho auch kein besonderes Talent.

Soweit so gut. Ich freue mich auf die nächste GV mit dann hoffentlich etwas rücksichtsvollerem Klima.

Sebastian



Date: Wed, 26 Oct 2011 11:19:03 +0200
From: Michael Böttcher<moll4711 AT cityweb.de>
To: crew-hauptmann-von-koepenick AT lists.piratenpartei.de
Subject: Re: [Crew-Hauptmann-von-Koepenick] Resumee GV
Message-ID:<4EA7D087.8060707 AT cityweb.de>
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Hallo allen Lesern,

ich möchte auch meine persönliche Meinung zur Gebietsversammlung abgeben.

Das war meine erste politische Versammlung. Ich bin überrascht wie viele
junge Leute sich für Politik interessieren und wie vehement für eine
Meinung gekämpft wird.

Das viele erst noch lernen müssen wie Politik funktioniert, ist mir auch
klar. Ich zähle auch zu denen, die davon überhaupt keine Ahnung haben.
Die Versammlung war sehr kontrovers, aber doch wurde viel erreicht. Das
der Klarname so wichtig ist, wage ich persönlich zu bezweifeln, aber ich
bin kein Politprofi.

Aber aus meiner Jugend weiß ich, wenn man so arbeitet wie die Piraten,
wird es nicht immer so laufen wie es sich manche vorstellen.

Nehmen wir ein Schachspiel, woran sich alle beteiligen dürfen, die
glauben, dass sie Schach spielen können.

Es wird der Zug ausgeführt den die Mehrheit bestimmt. Der Gegner ist ein
Computer, der auf die mittlere Stufe eingestellt ist.

Die Gruppe hat das feste Ziel gegen den Computer zu gewinnen, Aber nach
den 5 oder 6. Zug wäre die Gruppe fast Schach-Matt. Um die Gruppe nicht
zu gefährden, werden sich nach und nach Spieler verabschieden, weil sie
merken das Sie überfordert sind. Am Schluss wird der Computer
geschlagen, es sind aber nur noch die wirklichen Schachspieler im Spiel.
Die Gruppe hat gewonnen.

Was will ich damit sagen. Politik ist ein Spiel und es gibt Regel.
Natürlich möchten viele in der Politik mitmachen, aber wenn man keine
Profis in der Mannschaft hat, die sich mit den Regeln ganz genau
auskennen, hat man schlechte Gewinnchancen.

Darum sollten wir alle lernen wie wir was besser machen können, als
unsere Gegenspieler.

Wir sind auf den Weg das zu erreichen. Aber wir sollten auch auf die
Profis hören, die sich mit den Regeln auskennen.

Michael Böttcher


Am 26.10.2011 10:02, schrieb Dnis Pmann:
Guten Morgen,


ich möchte gerne ein persönliches Resumee von der gestrigen GV ziehen.

Die GV hat mich ehrlich gesagt etwas desillusioniert. Einerseits habe ich mich über die vielen interessierten Mitglieder gefreut, andererseits war das Gesprächsniveau teilweise latent aggressiv und persönlich. Enttäuscht bzw. erschrocken war ich allerdings von einzelnen Aussagen von Fraktionsmitgliedern und ich möchte gerne erklären, warum.

Aufhänger war v.a. die sog. "Klarnamenpflicht". Sicherlich gab und gibt es zum Thema Bezirks-LQFB kontroverse Positionen und eine sachliche Streitkultur gehört zu jeder Partei. Die Einwände vieler Neumitglieder waren imho aber plausibel und begründet. Natürlich war das Gros nicht bei der Entscheidungsfindung dabei, allerdings obliegt es dann den Antragstellern, die eben dabei waren, es in der GV hinreichend zu erklären und auf Fragen zufriedenstellende Antworten zu geben. Diese gab es wohl nicht, sonst wäre das Meinungsbild und die beschlossene Vertagung nicht so eindeutig gewesen. Ich halte es zudem für ein falsches Signal, wenn ich bei dieser Diskussion dann über Twitter lesen muss, dass deswegen seitens eines Fraktionsmitglieds die Überlegung bestand, das Amt niederzulegen.

Das Thema Respekt ist ebenfalls sehr wichtig. V.a. über Twitter wurde während der GV Meinungen veröffentlicht, die latent abwertend gegenüber den anwesenden Mitgliedern waren. Natürlich ist es freie Meinungsäußerung, aber wenn ich lesen muss, dass mein Fraktionsvorsitzender sich nur "Alt"piraten verpflichtet fühlt und Neupiraten in einen anderen Sack steckt, dann platzt mir - sorry - eben dieser Sack.

Die gestrige Sitzung war vieles, Werbung für uns alerdings leider nicht.


VG Dennis
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Twitter: http://twitter.com/#!/Palpatin80[http://twitter.com/#!/Palpatin80]







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