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crew-hauptmann-von-koepenick - Re: [Crew-Hauptmann-von-Koepenick] Resumee GV

crew-hauptmann-von-koepenick AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Crew-hauptmann-von-koepenick mailing list

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Re: [Crew-Hauptmann-von-Koepenick] Resumee GV


Chronologisch Thread 
  • From: Jan Hemme <jan.hemme.berlin AT googlemail.com>
  • To: crew-hauptmann-von-koepenick AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Crew-Hauptmann-von-Koepenick] Resumee GV
  • Date: Wed, 26 Oct 2011 13:28:40 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/crew-hauptmann-von-koepenick>
  • List-id: <crew-hauptmann-von-koepenick.lists.piratenpartei.de>

Hallo Monika,

naja, der Kompromiss war/ist ja, sich auf die Sachebene zu begeben und es nicht über's Knie zu brechen... Wenn dann die Mehrheit für die Klarnamenpflicht ist, habe ich damit kein Problem. Das ist gelebte Demokratie.

Womit ich aber ein Problem habe, ist die Art und Weise, wie dort gestern versucht wurde, das ganze an den Mitgliedern vorbeizuschleusen und Kritiker gewissermaßen als Ketzer/Abweichler von der wahren Lehre abzuqualifizieren.

Genau so hat sich das demokratische Lager im spanischen Bürgerkrieg geschwächt (Stichwort: Stalinisten) und ich möchte den Vertretern der etablierten Parteien diesen Gefallen in diesem Zusammenhang nicht tun...

Gruss,
JH

PS: Noch mal zur Klarstellung: Ich bewege mich im Piratenwiki und auf LQFB nur mit meinem Klarnamen, damit jeder transparent nachvollziehen kann, was ich so treibe und welche Arbeit ich aktuell so leisten vermag! Allerdings sehe ich genügend Gründe (auch aus meiner Sicht schwerwiegende, die verfassungsrechtlich verbriefte Grundrechte betreffen), die dafür sprechen, dies nicht zur Pflicht zu machen...




On 26. Oct 2011, at 13:07 , Monika Belz wrote:

Am 26.10.2011 12:54, schrieb Jan Hemme:
Hallo,

das mag ja alles richtig sein, und dein Engagement ist verdienstvoll und ich ziehe meinen Hut davor. Zum demokratischen Prozess gehört allerdings auch die Fähigkeit der Akteure, für einen persönlich schmerzhafte Kompromisse eingehen zu können oder Entscheidungen noch mal zu überdenken, wenn es keinen Konsens gibt (das haben wir bzgl. LQFB ja gestern zum Glück auch gemacht).

Ich bin der Meinung, dass es uns nicht hilft, wenn solche Entscheidungen an dem Mitgliedern vorbei durchgepeitscht werden. Die Gefahr besteht, dass so ein Vorgehen schnell an bestimmte autoritäre Vorgänge in der Bundespolitik erinnern, und dafür bin ich - ehrlich gesagt - nicht in die Piratenpartei eingetreten... In den AGs und Sqads in denen ich mich bewege, ist mir diese Diskussionskultur bisher übrigens auch noch nicht begegnet.

Eine klare Abwägung mit Gründen die dafür und dagegen sprechen, sollten wir IMHO schon zunächst durchführen, damit die Mitglieder eine fundierte Entscheidung fällen können (und das wäre in der hitzigen Diskussion gestern nicht möglich gewesen...). Ich finde es auch unangemessen, die Bitte um eine ausgewogene Information über die Vor- und Nachteile einer Klarnamenpflicht mit der Entscheidung für und wieder Liquid Feedback zu verknüpfen. Die Tatsache, dass die Mehrheit der anwesenden nicht vollständig von der Notwendigkeit der Verwendung der Klarnamen überzeugt war, heisst nicht, dass diese ein Liquid-Feedback-System per se ablehnen.

Und was das persönliche Engagement der Mitglieder angeht, lohnt sich ein Blick in das ThemenPad... Dort findet sich schon eine ganze Menge an Input, u.a. auch von Dennis, den ich hier ausdrücklich unterstützen möchte: https://hauptmann.piratenpad.de/ThemenBezirk

Gruss
JH


Hallo Jan,

ich kann Kompromisse eingehen, das habe ich bereits des öfteren unter Beweis gestellt, in dem Fall der offenen elektronischen Abstimmungen gibt es nur die Alternative Versammlung inkl. Handzeichen, bzw. Stift, Urne, Papier. Hierzu habe ich im anderen Thread wegen Treffen für ein "anonymes" Lqfb umfangreiche Links geschickt, die sich jeder interessierte gern ansehen kann. Man kann auch googlen und sich darüber klar werden, was der Chaos Computer Club über Wahlcomputer herausgefunden hat.

Wir können auch eine Bezirksinstanz einrichten, die die Merkmale eines Wahlcomputers aufweist, solange niemand von mir verlangt, sich an die Meinungsbilder zu halten. Allerdings fehlt dann die letzte der Konsequenzen aus den 5 W-Fragen und die Frage bleibt, warum man sich beteiligen sollte, wenn es hinsichtlich der BVV nur bedingt oder keine Auswirkungen hat. Nach jetzigem Stand zumindest bei zwei Vertretern der Fraktion nicht. Es gibt zumindest für mich in dieser Frage keinen Kompromiss. Ich darf das, ich habe ein freies Mandat, ich darf frei entscheiden, woran ich mich orientieren will.

Das Thema ist sehr kontrovers, daher schlagen alle wohl über die Stränge und deine Bemerkung zum Grundgesetz, die war auch nicht so ganz ohne. Du hast genauso wenig einen Kompromiss gesucht wie ich.

Mein Vorschlag von heute ist ja, dass wir ohne den Druck einer anschließenden Beschlussfassung eine separate Diskussion durchführen, ich kann "Fachmeinungen" für meine Position mitbringen, für die andere kenne ich leider keine, das sind dann die Verfechter gefragt, die das System so wie es ist, pseudonym beibehalten wollen. Der Vorschlag steht im Raum.

Ja Dennis hat im Pad etwas zu Kampf gegen rechts geschrieben, im Themenpad, mehr habe ich nicht gefunden oder er hat dann eine andere Farbe verwendet. mir wäre nur einfach lieb, wenn sich mehr bereit erklären würden bei der Themenarbeit mitzumachen, da habe ich ihn nicht gefunden.

Moni


--
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Crew-Hauptmann-von-Koepenick AT lists.piratenpartei.de
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