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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Pakt für den Euro - ESM und anderes (Entwurf / Fragen)

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Pakt für den Euro - ESM und anderes (Entwurf / Fragen)


Chronologisch Thread 
  • From: aloa5 <piratenpartei AT t-online.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Pakt für den Euro - ESM und anderes (Entwurf / Fragen)
  • Date: Sat, 16 Jun 2012 15:53:54 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: http://twitter.com/aloa5

CAP (Christian) schrieb:

aloa5 schrieb:
Er sagt das man nicht gleichzeitig die prozentuale Verschuldung und das strukturelle Defizit zurückführen kann. Man kann das eine oder das andere machen. Das zurückführen des Defizites führt zu einer Schrumpfung der Wirtschaft. Ausgeglichener Haushalt bei geringerem BIP ist möglich - aber nicht weniger BIP und Haushaltsüberschüsse (um die Schulden zu tilgen).

Und selbst das halte ich für unzureichend verallgemeinert.

Vermutlich meinst Du unzulässig verallgemeinert?

Begründung dazu findest Du in meinen beiden Büchern zusammen. Hier ist der Regelrahmen und die Effizienz des Regelrahmens noch zu berücksichtigen. Änderungen daran liegen ausserhalb dieses Zusammenhanges. Wobei das Entkommen aus der Schuldenspirale wohl das wichtigste Zwischenziel bei der Überwältigung der Krise ist.

Natürlich spielt der Rahmen immer eine Rolle. Das ändert nicht die Grundsatzproblematik. Wenn man 100Mrd BIP hätte und 100Mrd Schulden und ein Defizit von 5Mrd Euro p.a. kann man zwar sicher die 5Mrd zurückführen aber nur schwerlich unter beibehalten der 100Mrd BIP. Möchte man dann noch 5% weniger p.a. an Schulden müsste man 10Mrd mehr einnehmen oder weniger ausgeben als davor.... wenn man es so effizient gestalten kann das das BIP nicht sinkt. Sinkt das BIP aber, was fast nicht zu vermeiden ist wenn man die Neuschuldenaufnahme um 5Mrd kürzt, dann muss man
- 5Mrd zurückführen,
- das Budget um 5Mrd kürzen und
- dann um auf 95% von dann auf 95 Mrd gesunkenem BIP zu kommen (=90,25Mrd Schulden) weitere 4,75 Mrd sparen.

9,75 (Rückführung)+5 (Budgetkürzung)= ./. 14,75 Mrd Euro bei einem Start-BIP von 100Mrd Euro.

Effizienzsteigerung ist natürlich immer gut aber nicht realistisch und bei den aktuell zur Debatte stehenden Defiziten schon gar nicht.

Hast Du eigentlich meinen Blog zum Thema Euro gelesen? Der ist kostenfrei zugänglich und einen Teil meiner Argumente findest Du da auch schon, wenn Du eine Abneigung gegen das Kaufen der Bücher hast.

Ich habe weder die Zeit noch die Lust um X Bücher zu kaufen und zu lesen. Mit Buchempfehlungen kann ich mich zupflastern. Von Patrick Bernau von der FAZ habe ich "Euro-Tsunami" als Kindle-ebook erhalten u.a. zur Rezension und weil ich in den Danksagungen am Ende genannt bin. Nicht einmal das habe ich aktuell ganz gelesen (und ich schätze auch). Wobei ich den ursprünglichen FAZIT-Blog-Bericht der FAZ kenne.


Ich schätze Argumente - und die kann man auch so niederschreiben, dafür bedarf es keines längeren Buches.








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