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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Inflationsrate Deutschland 1990 - heute (Warenkorb oder Hedonisch?)

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Inflationsrate Deutschland 1990 - heute (Warenkorb oder Hedonisch?)


Chronologisch Thread 
  • From: Christian Schmidt <csc AT schmifu.de>
  • To: Patrik Pekrul <Patrik.pekrul AT hotmail.de>
  • Cc: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Inflationsrate Deutschland 1990 - heute (Warenkorb oder Hedonisch?)
  • Date: Wed, 30 May 2012 17:09:41 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>


Naja, wir sind es ja auch gewöhnt bei der Bank beraten zu werden, obwohl
sie uns danach ihre Produkte verkaufen möchte.

Vielleicht muss man Deutschland und die EU mal mit einem Blickwinkel von
ausserhalb der EU betrachten, da finde ich die UN schon vertrauenswürdig.

Realität: http://www.eu-info.de/auto-fuehrerschein-eu-europa/5893/8244/
EU-Lösungsansatz:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gruppenfreistellungsverordnung

Weil, soll ja nicht auffallen, gelle ;-)


on Wed, 30 May 2012 16:28:00 +0200, wrote Patrik Pekrul
<Patrik.pekrul AT hotmail.de>:
>>
>> Hallo Patrik,
>>
>> danke das Du endlich mal deine eigentliche Meinung geäusserst hast.
>>>
>>
>> Endlich? Was meinst du?
>>
>>
>>>
>>> http://www.boeckler.de/33496_33503.htm
>>>
>>> Deine Quelle ist übrigens die EU-Kommission. Nur mal so am Rande
>>> erwähnt...
>>>
>>
>> Ich kenne die Zahlen, finde sie aber nicht besonders beeindruckend, sie
>> bestätigen, was ich sage. Die Löhne stiegen in den anderen Ländern
>> deutlich
>> stärker als die Produktivität, gleichzeitig hatten sie auch höhere
>> Inflationsraten. Beides führte dazu, dass ihre Wettbewerbsfähigkeit
>> abnahm.
>> In Deutschland hatten wir eine moderate Inflation mit einer moderaten
>> Lohnsteigerung.
>>
>> Die Rabulistik des Herrn Flassbeck ist versteckt:
>>
>> "In den zwölf Jahren seit ihrem Start habe die Eurozone ihr
>> Inflationsziel
>> von zwei Prozent auf den ersten Blick zwar erreicht - allerdings nur im
>> Durchschnitt der gesamten Gruppe. "
>>
>> Richtig!
>>
>> "Die Inflationsraten der einzelnen Länder entwickelten sich hingegen
>> massiv auseinander; die südeuropäischen waren zu hoch, "
>>
>> Richtig! Siehe Lohnstückkosten, offensichtlich.
>>
>> "die deutschen zu niedrig."
>>
>> Der Durchschnitt der Eurozone lag bei 1,9%, die deutsche Inflationsrate
>> bei 1,7% - ob diese kleine Differerenz statistisch überhaupt
signifikant
>> ist, stelle ich hier mal zur Diskussion. Ich denke, als Ökonom weiss
>> Flassbeck, dass er hier eine Chimäre aufbaut.
>>
>> Weitere Infos hier:
>>
http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/EZB_Publikationen/2001/2001_08_24_geldpolitik.pdf?__blob=publicationFile
>>
>> "Das innerhalb der Europäischen Kommission für diesen Bereich auf
>> Gemeinschaftsebene zuständige Statistikamt Eurostat hat versucht,
>> Messfehler im HVPI durch die Vorgabe entsprechender statistischer
>> Standards
>> für die nationalen Statistikämter zu vermeiden (zum Beispiel für eine
>> Korrektur der Ausgabengewichte im Index in angemessenen zeitlichen
>> Abständen und die Berücksichtigung neuer Waren). Das mögliche
Bestehen
>> eines leichten positiven Messfehlers bei der Teuerung nach dem HVPI und
>> die
>> Unsicherheit hinsichtlich seines Umfangs erklären, warum es die EZB
>> unterlassen hat, in ihrer Definition einen bestimmten unteren Grenzwert
>> festzulegen."
>>
>> Flassbeck argumentiert also zumindest "unsauber". Angesichts der
>> Tatsache,
>> dass man den Messfehler (noch) nicht bestimmen kann, ist es bei der
>> kleinen
>> Differenz höchst unseriös zu behaupten, dass die deutsche
>> Inflationsrate "zu niedrig" wäre. Hätten 0,2% mehr Inflation wirkich
>> sooo
>> einen Unterschied gemacht? Daran glaube ich persönlich nicht.
>>
>> "Die Güterpreise sind so fortgesetzt auseinander gelaufen, konstatiert
>> Flassbeck. Zwischen Deutschland und den Südeuropäern liege der Abstand
>> dadurch inzwischen bei 30 Prozent. "So kann eine Währungsunion nicht
>> funktionieren."
>>
>> Auch wieder richtig. Aber wenn jemand seine Preise fortwährend massiv
>> erhöhen muss, weil er die Löhne explodieren lässt, wird er eben
>> teurer.
>> Aber um mal wieder mit Mathematik zu kommen: Hätte Deutschland eine um
>> 0,2%
>> höhere Inflation über einen Zeitraum von 10 Jahren gehabt und wäre
>> damit im
>> Eurodurchschnitt geblieben, wäre die Produkte um ca. 2% teurer als
>> derzeit,
>> das hätte den Abstand von 30% kaum geschlossen.
>> Fazit:
>>
>> 1) Die deutsche Inflation lag knapp unter 2%, gemäß der
>> Zielvereinbarung
>> 2) Die Inflation in der Eurozone lag knapp unter 2%, gemäß der
>> Zielvereinbarung
>> 3) Der Unterschied ist statischtisch wahrscheinlich nicht signifikant
>> 4) Hätte Deutschland eine höhere Inflation gehabt, wäre der
>> Unterschied
>> immer noch riesig
>>
>> Bei rein objektiver Betrachtung ist die deutsche Lohnzurückhaltung
nicht
>> dafür ursächlich, dass in anderen Ländern die Wettbewerbsfähigkeit
>> gesunken
>> ist - dass der Unterschied zugenommen hat, ist unbestritten.
>>
>> Im übrigen wickeln wir den Großteil (2/3) unseres Aussenhandels mit
den
>> großen Volkswirtschaften und unseren direkten Nachbarn ab (allesamt
>> stabil
>> und wettbewerbsfähig). "Resteuropa" spielt im Aussenhandel nur eine
>> untergeordnete Rolle, weshalb es auch unsinnig ist zu behaupten, dass
der
>> deutsche Exportüberschuss maßgeblich auf die Nachfrage dieser Ländern
>> zurückzuführen wäre.
>>
>> Quelle:
>>
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/Aussenhandel/Handelspartner/Tabellen/RangfolgeHandelspartner.pdf?__blob=publicationFile
>>
>> Flassbeck behauptet nun, dass Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit
>> aufgeben müsste, um unseren unbedeutenden Handelspartnern das Leben zu
>> erleichtern. Wirklich? Sollten wir uns nicht an denen orientieren, mit
>> denen wir hauptsächlich Handel treiben?
>>
>>
>>>
>>>
>>> on Wed, 30 May 2012 13:43:48 +0200, wrote Patrik Pekrul
>>> <Patrik.pekrul AT hotmail.de>:
>>> >>
>>> >>
>>> >> Patrik,
>>> >>>
>>> >>> es geht überhaupt nicht um "Schuld", die "Schuldsuche" ist m.E
>>> >>> eines
>>> >>> der
>>> >>> größten "Traumata" der Deutschen und lässt sich mit den zweiten
>>> >>> Weltkrieg
>>> >>> und dem Holocaust begründen.
>>> >>
>>> >>
>>> >> Das klingt in der öffentlichen Debatte aber ganz anders.
>>> >>
>>> >>
>>> >>> Der Rest der Welt lacht sich inzwischen kaputt über uns, wann wir
>>> >>> endlich
>>> >>> wieder anfangen unseren eigenen Verstand zu benutzen und uns damit
>>> >>> von
>>> >>> den
>>> >>> wohl notwendigen Regulierungen nach dem 2. Weltkrieg zu lösen und
>>> >>> endlich
>>> >>> wieder "frei" sind.
>>> >>>
>>> >> Schön, wenn sie noch lachen können, dann geht es ihnen
>>> >> offensichtlich
>>> >> nicht so schlecht.
>>> >>
>>> >>>
>>> >>> Wenn ich hier schreibe ich halte "Michael Friedmann" für eines der
>>> >>> größten Archl*** auf diesem Planeten bin ich direkt als
>>> >>> "Antisemit"
>>> >>> gestempelt, obwohl ich damit "nur" meine, das ich Menschen generell
>>> >>> nicht
>>> >>> mag, die sich selbst anders Verhalten als sie es von Anderen
>>> einfordern.
>>> >>> Ich würde jederzeit ergänzen das "Marina Weisband" eine
>>> >>> wundervolle
>>> >>> und
>>> >>> intelligente Frau ist, da Sie sich so verhält, wie sie es von
>>> >>> anderen
>>> >>> einfordert.
>>> >>>
>>> >>> Sie sind nur "zufällig" beide "jüdischen" Glaubens und nun habe
>>> >>> ich
>>> es
>>> >>> "ausgesprochen dessen Name nicht genannt werden darf" um einen
Bezug
>>> zur
>>> >>> aktuellen Kinderliteratur zu nehmen. ;-)
>>> >>>
>>> >>> Puff, Peng, ist etwas passiert ?
>>> >>>
>>> >>> Idioten gibt es überall, in jeder Gruppe und auch bei den
>>> >>> Deutschen.
>>> >>
>>> >>
>>> >> Erneut fällt es mir schwer, den Zusammenhang zwischen dieser
>>> >> konfusen
>>> >> Rede
>>> >> und der einfachen Tatsache festzustellen, dass das "wahre"
>>> Inflationsziel
>>> >> in der Euro-Zone nicht 2%, sondern 0% ist.
>>> >>
>>> >> Und um auf deinen Einwand einzugehen:
>>> >>
>>> >> Du selber hast behauptet und sogar den EZB Hinweis mitgeschickt, das
>>> >> 2%
>>> >> Inflation angesagt sind, um ggf. eine Deflation zu vermeiden und
>>> benutzt
>>> >> das gleiche Argument im gleichen Beitrag um mich zu überzeugen dass
>>> wenn
>>> >> "Flassberg" das behauptet es "sachlich falsch" ist. Nimm doch mal
die
>>> >> Schere aus dem Kopf.
>>> >> Vielleicht helfen Fakten weiter. Die Inflation für die EUROZONE als
>>> >> ganzes
>>> >> sollte leicht unter 2% sein. Das war sie, sie lag im Zeitraum
>>> >> 2000-2010
>>> >> bei
>>> >> 1,9%, also eine Punktlandung. Die deutsche Inflation lag im gleichen
>>> >> Zeitraum bei 1,7%, also fast der selbe Wert und deutlich innerhab
des
>>> >> geschätzten Messfehlers. Hier eine große Abweichung zu
>>> >> konstatieren,
>>> >> die zu
>>> >> Ungleichgewichten geführt haben soll, ist schon mehr als gewagt -
>>> >> reine
>>> >> Polemik.
>>> >>
>>> >> Quelle: http://wko.at/statistik/eu/europa-inflationsraten.pdf
>>> >>
>>> >> Hätte Deutschland eine höhere Inflation gehabt, wäre das
>>> >> deklarierte
>>> >> gemeinsame Ziel klar verfehlt worden. Es ist also nur Deutschland zu
>>> >> verdanken, dass das Inflationsziel insgesamt erreicht wurde, denn
die
>>> >> meisten anderen Länder haben dabei versagt. Deutschland jetzt
>>> >> unterschwellig vorzuwerfen, dass es verantwortlich für die
>>> >> Verwerfungen
>>> >> wäre, weil es den wirtschaftlich ungerechtfertigten Lohnhype der
>>> >> Südeuropäer nicht mitgemacht hat, ist schon ein starkes Stück!
>>> >>
>>> >> Flassberg zeigt einen einfachen mathematischen Algorithmus auf, der
>>> >> erklärt warum die Deutschen inzwischen die "günstigsten" Anbieter
>>> >> in
>>> >> Europa
>>> >> sind und damit der größte Gläubiger der Südeuropäer sind und in
>>> >> userem "Denken" damit die meiste "Macht" besitzen. Jetzt darfst Du
>>> >> dich
>>> >> als "Deutscher" entscheiden.
>>> >>
>>> >> Fallsberg? Flassbeck sollte sich mal damit beschäftigen, wie ein
>>> >> Durchschnitt berechnet wird, und dass man weniger als 2% Inflation
>>> nicht
>>> >> halten kann, wenn alle einheitlich drüber liegen.
>>> >>
>>> >>
>>> >> Möchtest Du "wieder" das "deutsche Macht" den Ton in Europa angibt
>>> >> oder
>>> >> findest Du es besser wenn wir das mathematische Problem lösen ?
>>> >>
>>> >> Ich finde die mathematische Lösung besser. Bitte nachvollziehen,
was
>>> ein
>>> >> Durchschnittswert ist und wie er berechnet wird. Außerdem halte ich
>>> >> den
>>> >> Euro in seiner jetzigen Form für eine Fehlkonstruktion - dies ist
>>> >> die
>>> >> wahre
>>> >> Ursache für die Verwerfungen; man hat einen Homunkulus geschaffen,
>>> >> der
>>> >> nicht lebensfähig ist.
>>> >>
>>> >>
>>> >> Glaubst Du die anderen Länder warten erneut darauf, das es eine
>>> deutsche
>>> >> Lösung geben wird ?
>>> >> Es zwingt sie keiner. Austritt ist faktisch jederzeit möglich; und
>>> >> ich
>>> >> lege allen Ländern nahe, die aufgrund ihrer geringen Produktivität
>>> oder
>>> >> institutionellen Ineffizient nicht in der Lage sind mit einer harten
>>> >> Währung zu leben, einfach auszusteigen. Der Euro sollte kein
>>> Selbstzweck
>>> >> sein.
>>> >>
>>> >> Eine gemeinsame Währung bedingt eine einheitliche, und nicht eine
>>> >> "durchschnittliche" Inflation. That's All.
>>> >>
>>> >> Richtig, also sollten sich alle, die daran teilnehmen, bemühen, die
>>> >> Inflation einheitlich knapp unterhalb von 2% zu halten - so wie es
>>> >> Deutschland tat und wie es vereinbart wurde. That's all!
>>> >>
>>> >>
>>> >>
>>> >>
>>> >> on Wed, 30 May 2012 09:30:45 +0200, wrote Patrik Pekrul
>>> >> <patrik.pekrul AT hotmail.de>:
>>> >>
>>> >>> > Ich verstehe nicht, was deine Erwiderung mit meiner
>>> >>> > Richtigstellung
>>> >>> > zu
>>> >>> tun
>>> >>> > hat, dass das auch von Flassberg behauptete Inflationsziel 2%
>>> >>> schlichtweg
>>> >>> > sachlich falsch ist, und deshalb auch die daraus abgeleitete
>>> >>> > Behauptung,
>>> >>> > dass Deutschland "zu wenig Inflation" erzeugt hätte, nicht
>>> >>> > richtig
>>> >>> > ist.
>>> >>> >
>>> >>> > In den meisten Problemländern sind die Löhne im Verhältnis zur
>>> >>> > Produktivität zu stark gestiegen, und nur so wird ein Schuh
>>> >>> > draus.
>>> >>> >
>>> >>> > Natürlich ist es problematisch, wenn die wahren Inflationsraten
>>> >>> > auseinanderlaufen, aber daran ist doch nicht derjenige Schuld,
der
>>> sie
>>> >>> > möglichst niedrig hält, sondern es müssen sich doch diejenigen
>>> >>> > korrigieren, die sich vor dem Hintergrund der gemeinsamen
Währung
>>> >>> > übermäßige Lohnsteigerungen gönnten.
>>> >>> >
>>> >>> > Patrik
>>> >>> >
>>> >>> > Am 29.05.2012 um 23:46 schrieb Christian Schmidt
<csc AT schmifu.de>:
>>> >>> >
>>> >>> >> Hallo Patrik,
>>> >>> >>
>>> >>> >> sei mir nicht böse, aber ich glaube Du hast noch nicht mal
>>> >>> >> ansatzweise
>>> >>> >> verstanden, das "unseren bösen" Staatschulden von 2 Bil. Euro
>>> >>> >> Forderungen an andere Länder in Höhe von 1,5 Bil. Euro
entgegen
>>> >>> stehen,
>>> >>> >> die sich mit einem Fiskalpakt und einem ESM in geplanter Form
>>> niemals
>>> >>> >> eintreiben lassen werden, da dieses Konstrukt nicht
funktioniert.
>>> >>> >>
>>> >>> >> Der Rest ist ein bisschen Mathematik und Logik, die Europa
>>> zumindest
>>> >>> >> in
>>> >>> >> die richtige Richtung treibt.
>>> >>> >>
>>> >>> >> Bis dahin kann hier gerne alternatives Geld erfunden werden oder
>>> die
>>> >>> >> eigenen Dominanzansprüche befriedigt werden.
>>> >>> >>
>>> >>> >> Selbst wenn man sich auf ein Inflationsziel von 0% geeinigt
>>> >>> >> hätte,
>>> >>> >> würden Abweichungen einzelner Länder, egal ob nach oben oder
>>> >>> >> unten
>>> >>> >> in
>>> >>> >> der Zeit den "europäischen Markt" so verzerren, wie es heute
>>> >>> >> ist.
>>> >>> >>
>>> >>> >> Gruß
>>> >>> >> Christian
>>> >>> >>
>>> >>> >> Am Dienstag, den 29.05.2012, 20:10 +0200 schrieb Patrik Pekrul:
>>> >>> >>> Flassbecks Grundthese ist unsinnig, da es nie erklärtes Ziel
>>> >>> >>> war,
>>> >>> >>> irgendeine "Zielinflation" hinzukriegen. Das Inflationsziel ist
>>> >>> >>> eigentlich 0%.
>>> >>> >>>
>>> >>> >>>
>>> >>> >>> Die 2%, die immer wieder kolportiert werden, dienen nur dazu,
>>> >>> >>> einerseits der Tatsache Rechnung zutragen, dass es im Euroraum
>>> lokal
>>> >>> >>> unterschiedliche Inflationsraten gibt und die die "wahre"
>>> Inflation
>>> >>> >>> über den Warenkorb nur mit einem Messfehler ermittelt werden
>>> >>> >>> kann
>>> >>> >>> (Asset-Inflation bleibt übrigens völlig unberücksichtigt,
>>> >>> >>> Komisch,
>>> >>> >>> oder? Warum eigentlich?)
>>> >>> >>>
>>> >>> >>>
>>> >>> >>> Letztlich will man mit den 2% nur verhindern, dass die
>>> >>> >>> Zentralbank
>>> >>> >>> lokal eine Deflation erzeugt, die 2% sind also ein
>>> >>> >>> Sicherheitsabstand.
>>> >>> >>> Das sagt sogar die EZB höchstselbst:
>>> >>> >>>
>>> >>> >>>
>>> >>> >>> Inflation rates of below, but close to, 2% are low enough for
>>> >>> >>> the
>>> >>> >>> economy to fully reap the benefits of price stability.
>>> >>> >>>
>>> >>> >>> It also underlines the ECB’s commitment to
>>> >>> >>>
>>> >>> >>> 1. provide an adequate margin to avoid the risks of deflation.
>>> >>> >>> ...
>>> >>> >>> 2. take into account the possibility of HICP inflation slightly
>>> >>> >>> overstating true inflation ...
>>> >>> >>> 3. provide a sufficient margin to address the implications of
>>> >>> >>> inflation differentials in the euro area. ...
>>> >>> >>>
>>> >>> >>>
>>> >>> >>> Quelle:
>>> >>> >>> http://www.ecb.int/mopo/strategy/pricestab/html/index.en.html
>>> >>> >>>
>>> >>> >>>
>>> >>> >>> Was Flassbeck (und andere) betreiben ist billigste Rabulistik
>>> >>> >>> und
>>> >>> >>> bewusste Volksverdummung.
>>> >>> >>>
>>> >>> >>>
>>> >>> >>> Vielleicht sollten wir die Quelle mal ins Wiki stellen, um
>>> >>> >>> diesem
>>> >>> >>> Irrglauben ein Ende zu setzen.
>>> >>> >>>
>>> >>> >>>
>>> >>> >>> Deutschland hat das gemeinsame Ziel am besten erreicht, und
>>> >>> >>> nicht
>>> >>> >>> etwa
>>> >>> >>> bösartig unterschritten - wie oft (und absichtsvoll) behauptet
>>> >>> >>> wird.
>>> >>> >>>
>>> >>> >>>
>>> >>> >>> Seine These ist also so oder so nicht haltbar, weil sie
schlicht
>>> >>> >>> falsch ist.
>>> >>> >>>
>>> >>> >>>
>>> >>> >>>
>>> >>> >>> Am 29.05.2012 um 12:01 schrieb Christian Schmidt:
>>> >>> >>>
>>> >>> >>>> Hallo Zusammen, liebes Kollektiv,
>>> >>> >>>>
>>> >>> >>>> vermutlich wäre es zu einfach, aber mal eine Frage an die
>>> >>> >>>> Wirtschaftswissenschaftler hier im Forum.
>>> >>> >>>>
>>> >>> >>>> Lt. Flassbeck ist die zu geringe Inflation in Deutschland
neben
>>> dem
>>> >>> >>>> "über
>>> >>> >>>> die Verhältnisse" leben in manchen südeuropäischen Ländern
>>> >>> >>>> mit
>>> >>> eine
>>> >>> >>>> Ursache für die aktuelle Krise.
>>> >>> >>>>
>>> >>> >>>> Es gibt Gegenargumente die Begründen das die Inflationsrate
in
>>> >>> >>>> DE
>>> >>> >>>> viel
>>> >>> >>>> höher verlief als von Flassbeck behauptet (u.a Statistisches
>>> >>> >>>> Bundesamt)
>>> >>> >>>> und daher seine These nicht haltbar ist.
>>> >>> >>>>
>>> >>> >>>> Welche Inflationsrate muss den für den Vergleich herangezogen
>>> >>> >>>> werden, die
>>> >>> >>>> am Warenkorb bemessene oder die seid 2002 auf die hedonische
>>> >>> >>>> Methode
>>> >>> >>>> umgestellte und damit niedrigere Inflationsrate ?
>>> >>> >>>>
>>> >>> >>>> http://de.wikipedia.org/wiki/Inflation
>>> >>> >>>>
>>> >>> >>>> Die Daten der UN (hedonisch) untermauern Flassbecks These.
>>> >>> >>>>
>>> >>> >>>> Quelle
>>> http://data.un.org/Data.aspx?q=inflation&d=SOWC&f=inID%3a79
>>> >>> >>>> Country Value
>>> >>> >>>> Bulgaria 40%
>>> >>> >>>> Denmark 2%
>>> >>> >>>> France 2%
>>> >>> >>>> Germany 1%
>>> >>> >>>> Greece 5%
>>> >>> >>>> Ireland 3%
>>> >>> >>>> Italy 3%
>>> >>> >>>> Japan -1%
>>> >>> >>>> Netherlands 2%
>>> >>> >>>> Portugal 4%
>>> >>> >>>> Sweden 2%
>>> >>> >>>>
>>> >>> >>>> Natürlich ist es sehr unwahrscheinlich, aber es kommt ja in
>>> >>> >>>> der
>>> >>> >>>> Praxis
>>> >>> >>>> schon mal vor das man aneinander "vorbeiredet"
>>> >>> >>>>
>>> >>> >>>> http://de.wikipedia.org/wiki/Mars_Climate_Orbiter#Verlust
>>> >>> >>>>
>>> >>> >>>> http://www.zeit.de/2011/45/HRE-Rechenfehler/seite-2
>>> >>> >>>>
>>> >>> >>>> Gruß
>>> >>> >>>> Christian
>>> >>> >>>>
>>> >>> >>>> --
>>> >>> >>>> Ag-soziale_marktwirtschaft mailing list
>>> >>> >>>> Ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
>>> >>> >>>>
>>> https://service.piratenpartei.de/listinfo/ag-soziale_marktwirtschaft
>>> >>> >>>
>>> >>> >>>
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