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Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft
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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Gedanken zur Ressourcennutzung und -verteilung
Chronologisch Thread
- From: porcupine87 <porcupine87 AT news.piratenpartei.de>
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- Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Gedanken zur Ressourcennutzung und -verteilung
- Date: Wed, 09 May 2012 15:25:36 +0000
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1.) Was soll ich zu der als Anarchokapitalismus getauften
Kartoffelgeschichte sagen ?
Ich habe es womöglich zu wenig deutlich gesagt. Ich habe erst Beispiele genannt, wie der Markt das Beste aus bestehenden Ressourcen herausholt und warum das so ist. Das bestmögliche Ergebnis wäre, wenn die höchsten Ziele der Konsumenten befriedigt würde. Man könnte das auch "Basisdemokratie" oder "Demokratie des Marktes" nennen. Jeder Euro eine Stimme. Tue ich aus ideologischen Gründen jedoch nicht, da mit dem Wort "Demokratie" meist "Mehrheitsdiktatur" verbunden wird und ich gegen Diktatur bin.
Dann habe ich gesagt, dass der Staat aus verständlichen Gründen nicht das Optimale aus den Ressourcen herausholen könnte. Er wurde gesagt: zentralistische Planung ist falsch, ok. Aber was ist den Ressourcen, die der Staat heute verbraucht? Schulen, Polizei, Hamburger Elbphilarmonie. Die letzte Konsequenz wäre es eben, den Staat ganz abzuschaffen, und eben der Markt die leistungen erbringt, die der Staat heute erbringt (und nachgefragt werden). Ich meine, könnte man aus den Materialien und Arbeitsstunden, die zum Bau dieser Elbphilarmonie verwendet werden, nicht zB. dazu verwenden, Einfamilienhäuser zu bauen? Oder ein Mittel gegen Krebs zu finden? Ich weiß es ja nicht. Oder braucht es wirklich so viele Polizeikräfte? Wäre es nicht sinnvoller, 10% weniger zu verwenden und im Gegenzug diese als Informatiker einzusetzen, die heute fehlen? (natürlich ginge dieser Switch nicht von heute auf morgen)
Das ist die Problematik, die ich hier ansprechen will. Ja, ich will damit schmackhaft machen, dass der Staat im Zweifel eine Ressource nicht verwendet, wenn man sich nicht ganz sicher wäre. Ok, Polizei muss eben der Staat aus diversen Gründen machen, aber ELENA? Nationalparks? Theater? Nahverkehrsunternehmen? Subventionen von diversen Projekten?
Hat Sie nicht, und es ist auch nicht Ihre Aufgabe. Aufgabe der Politik und eines Staates ist es mit den (gemeinsam) erwirtschafteten Mitteln eine einigermaßen gerechte Gesellschaft aufzubauen und zu erhalten.ja das ist schon eine teilweise philosophische Frage. Eine gerechte Gesellschaft wollen wir doch alle, darauf können wir uns einigen. Aber für einem Nazi, für einen Sozialisten, für einen Liberalen etc. sieht das eben konkret ganz anders aus. Solange es nicht darum geht, das Leben eines anderen zu bestimmen, (was es leider selten tut), könnten alle glücklich werden. Sozialisten könnten das sogar heute schon haben, da es mit dem heutigen System kompatibel wäre. Sozialisten könnten einen Verein gründen und für alle Vereinsmitglieder Regeln festlegen. zB. dürfte niemand einen Job unter 10€/h annehmen. Oder niemand dürfte sein Geld auf ein Kreditinstitut legen, welches nicht dem Verein gehört. Und dann dürfte man bestimmte Produkte nur von vereineigenen Unternehmen kaufen und nur bei diesen arbeiten. Der Verein finanziert sich durch Beiträge, abhängig vom Einkommen.
-> Also je nach dem.
Aber wäre ein System mit weniger Staat mit heute kompatibel? Nein. Nur mit einem System könnten alle zufrieden werden: Anarchokapitalisten. Je mehr der Staat die Freiheit einschränkt, je weniger bekommen das, was sie wollen. Man könnte hier auch einen Minimalstaat als Basis nehmen. Oder einen, der zusätzlich für Infrastruktur sorgt. Oder zusätzlich für Bildung etc.
- [Ag-soziale_marktwirtschaft] Gedanken zur Ressourcennutzung und -verteilung, porcupine87, 04.05.2012
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Gedanken zur Ressourcennutzung und -verteilung, Aehzebaer, 05.05.2012
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Gedanken zur Ressourcennutzung und -verteilung, Christian Schmidt, 05.05.2012
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Gedanken zur Ressourcennutzung und -verteilung, porcupine87, 07.05.2012
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- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Gedanken zur Ressourcennutzung und -verteilung, porcupine87, 09.05.2012
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Gedanken zur Ressourcennutzung und -verteilung, Aehzebaer, 05.05.2012
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