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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Gedanken zur Ressourcennutzung und -verteilung

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Gedanken zur Ressourcennutzung und -verteilung


Chronologisch Thread 
  • From: Christian Schmidt <csc AT schmifu.de>
  • To: porcupine87 <porcupine87 AT news.piratenpartei.de>
  • Cc: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Gedanken zur Ressourcennutzung und -verteilung
  • Date: Mon, 07 May 2012 22:39:50 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>

Am Montag, den 07.05.2012, 15:08 +0000 schrieb porcupine87:
> Aehzebaer schrieb:
> > porcupine87 schrieb:
> >> Prämisse: Ressourcen sind knapp.
> >> ...
> >> Wie verteilt man diese Ressourcen aber nun möglichst optimal?
> >> ...
> >
> > Indem man das dem Markt überlässt, der das über Angebot und Nachfrage
> > regelt. Planwirtschaftliche Systeme funktionieren nicht.
>
> Also Staat abschaffen. Doch noch andere Anarchisten hier? ;)
> @Csc
>
> Warum schreibst du das in diesen Thread hier rein? Ich bin jetzt auch kein
> Experte und finde auch nicht, dass man ein Experte sein muss, um
> grundsätzliche Zusammenhänge in der Wirtschaft zu verstehen. Also klar,
> je tiefer man in die Materie hineingeht, desto mehr Fachwissen braucht man
> auch. Aber damit muss sich eine Partei nicht beschäftigen, sondern
> Unternehmen, die womöglich bessere Forecasts berechnen wollen etc. Die
> Politik muss nur ein paar Grundsätze beachten, sie muss nicht das jede
> Einzelheit wissen (wobei vertrauenswürdige Experten schon auch sinnvoll
> wären, da sonst die Politik verarscht wird).
>
> Also ich bin auch kein Experte, aber wie ich schreibe, versteht es ja
> hoffentlich jeder - egal ob Noob oder Experte. Auch wenn ich hier
> zeitweise alternative Thesen vertreten.

Hups, ich gebe Dir recht, wenn man rein über die Mailingliste schreibt
gibt es unschöne Seiteneffekte im Forum. Mailingliste hat als Vorteil
einen Spamfilter ;-)

Aber es war auch nur der verzweifelte Versuch von mir, Ansatzweise einen
roten Faden in den vielfältigen Diskussionssträngen erkennen zu können.

Ist es mir gelungen ? Ich denke Nein ;-)

Ist das die schöne neue freie und transparente Welt ? Ich befürchte
Ja ;-)

Juchu, die Piraten werden die neuen Grünen oder besseren Linken.

Somit zu deinem Themen:

1.) Was soll ich zu der als Anarchokapitalismus getauften
Kartoffelgeschichte sagen ?

Exakt so funktioniert Marktwirtschaft, sogar trotz Politik. Jetzt ist
das Geheimnis endlich gelüftet. Können wir das ins Programm aufnehmen,
zumindest in irgendein Pad schreiben ?

Diejenigen Kaufleute die nicht nur ihren Anspruch auf individuelle
Verwirklichung, sondern die Regeln und Notwendigkeiten eines Marktes
beachten (auf den die Deutsche Politik m.E. im Rahmen der Globalisierung
wenig bis keinen Einfluss hat), tun sich mit gleichdenkenden/gut
ergänzenden Kaufleuten zusammen um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

Das machen sogar manche Landwirte hierzulande, z. B. mit gemeinsamer
Maschinennutzung über landwirtschaftliche Lohnunternehmer.

Diejenigen die mehr Wert auf persönlich Entfaltung legen und da keine
Kompromisse eingehen, sind i.d.R diejenigen die scheitern.

2.) Die Politik verarscht momentan die Leute (Dich, Mich, Uns), indem
Sie suggeriert sie hätte da eine immense Kompetenz oder große
Steuerungsmöglichkeiten.

Hat Sie nicht, und es ist auch nicht Ihre Aufgabe. Aufgabe der Politik
und eines Staates ist es mit den (gemeinsam) erwirtschafteten Mitteln
eine einigermaßen gerechte Gesellschaft aufzubauen und zu erhalten.
In einer Demokratie könnte Sie dabei sogar ihre Bürger einbinden.

Hat "sie" das in den letzten Jahren gut hin bekommen, was meinst Du ?

Baut die "Wirtschaft" die Hamburger Elbphilarmonie oder die "Politik" ?
http://de.wikipedia.org/wiki/Elbphilharmonie#Finanzierung.2C_Kosten_und_Kritik

Wer ist in dieser Betrachtung das Cost und wer das Profit Center ?

oder: ELENA an, ELENA aus, neue Kuh durchs Dorf treiben, Kosten
verursachen und sagen die Wirtschaft ist schuld.

Gehandelt wird seit tausenden von Jahren, unsere Demokratie gibt es, je
nach Standpunkt (mit Weimarer Republik oder ohne) so um die 77 Jahre.

Ich würde vermuten das es selbst nach einem Atomkrieg wieder mit
Muscheln oder Fischen (dann mit 3-8 Augen) so losgeht.

Ohne Staat und ohne Politik, aber mit dem rosafarbenen Kaninchen und dem
Wassereimer ;-)

3.) Was möchten wir ändern ?

Die Politik, oder die Wirtschaft ?

Wobei hätten wir mehr Chancen ?

Oder wird das Thema jetzt zu ernst ?

Gruß
Christian






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