ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft
Listenarchiv
- From: Benniklaus <Benniklaus AT news.piratenpartei.de>
- To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
- Subject: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Wir wollen Armut verhindern, nicht Reichtum
- Date: Fri, 11 Nov 2011 06:51:57 +0000
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
- List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
- Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver
Ich halte diese Aussage als eine der Gretchenfragen der Partei. Die Piraten haben sich ein sozial wie staatsbürgerlich hohen Anspruch gestellt. Doch sind die Mittel einer Gesellschaft begrenzt. Daher sind Armut und Reichtum, im materiellen Sinne, in einer Gesellschaft das gleiche paar Schuhe, oder wie Brecht es formulierte "… armer Mann sprach bleich, weil ich arm bin, bist du reich!"
Das Problem in unserem Lande ist ja nicht, dass Fehlen materieller Mittel, oder der Ertrag aus der Arbeit, also des Geldes, sondern dessen Verteilung. Wenn grob über den Daumen gepeilt 10% des Volkes über 90% des Eigentums verfügen, können diese 10% allein schon aufgrund ihrer Macht über die sie mittels ihres Eigentums verfügen, die restlichen 90% nach ihrem Willen tanzen lassen.
Will ich also mehr Mittel in soziale Projekte wie Bildung, soziale Arbeit oder Grundeinkommen stecken, muss ich an das Eigentum dieser 10% irgendwie heran und es umverteilen. Nur so kann ich die undemokratischen Strukturen die sich in unserem Land ausgebreitet haben zurückdrängen.
Nun wird es aber so sein, dass die 10% ihr Eigentum, von dem sie sicherlich fest überzeugt sind, dass sie es durch ehrliche und harte Arbeit erworben haben, nicht freiwillig hergeben.
Wie soll es dann aber möglich sein, mehr Mittel für Kommunen und soziale Projekte zur Verfügung zu stellen? Wie soll diese gerechtere Gesellschaft entstehen, wenn ihre zur Verfügung stehenden Mittel nicht radikal anders verteilt werden. Wie kann Armut abgebaut werden ohne, in welcher Form auch immer, Enteignung der Reichen? Und letztlich, darauf läuft alles hinaus, wie soll die Macht der Vertreter und Eigentümer der Banken und großen Konzerne, kurz der Finanzoligarchie, gebrochen werden und was soll an deren Stelle treten?
- [Ag-soziale_marktwirtschaft] Wir wollen Armut verhindern, nicht Reichtum, Benniklaus, 11.11.2011
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Wir wollen Armut verhindern, nicht Reichtum, aloa5, 11.11.2011
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Wir wollen Armut verhindern, nicht Reichtum, kaktus7, 11.11.2011
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Wir wollen Armut verhindern, nicht Reichtum, CAP (Christian), 11.11.2011
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Wir wollen Armut verhindern, nicht Reichtum, Andena, 11.11.2011
- [Ag-soziale_marktwirtschaft] Sehr geiler Vortrag von Andreas Popp (Wissensmanufaktur.net) ...., Thomas Irmer / ID Concept, 13.11.2011
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Sehr geiler Vortrag von Andreas Popp (Wissensmanufaktur.net) ...., rubbeldekatz, 13.11.2011
- [Ag-soziale_marktwirtschaft] Sehr geiler Vortrag von Andreas Popp (Wissensmanufaktur.net) ...., Thomas Irmer / ID Concept, 13.11.2011
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Wir wollen Armut verhindern, nicht Reichtum, Andena, 11.11.2011
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Wir wollen Armut verhindern, nicht Reichtum, CAP (Christian), 11.11.2011
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Wir wollen Armut verhindern, nicht Reichtum, Benniklaus, 11.11.2011
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Wir wollen Armut verhindern, nicht Reichtum, CAP (Christian), 11.11.2011
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Wir wollen Armut verhindern, nicht Reichtum, Benniklaus, 11.11.2011
Archiv bereitgestellt durch MHonArc 2.6.19.