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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Wir wollen Armut verhindern, nicht Reichtum

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Wir wollen Armut verhindern, nicht Reichtum


Chronologisch Thread 
  • From: aloa5 <aloa5 AT news.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Wir wollen Armut verhindern, nicht Reichtum
  • Date: Fri, 11 Nov 2011 07:12:38 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


Benniklaus schrieb:
Ich halte diese Aussage als eine der Gretchenfragen der Partei. Die Piraten haben sich ein sozial wie staatsbürgerlich hohen Anspruch gestellt. Doch sind die Mittel einer Gesellschaft begrenzt. Daher sind Armut und Reichtum, im materiellen Sinne, in einer Gesellschaft das gleiche paar Schuhe, oder wie Brecht es formulierte "… armer Mann sprach bleich, weil ich arm bin, bist du reich!"...

Brecht hat auch keine Ahnung von Ökonomie.

Mittel einer Gesellschaft sind im groben
- Kapital (nicht im Sinne von Geld, sondern in Bezug z.B. auf Energie und Rohstoffe sowie Infrastruktur)
- Arbeitskraft

Wenn Beides /voll ausgelastet/ausgeschöpft/ ist, dann /könnte/ Brecht recht haben. Denn dann arbeiten alle und dann kann man sich die alleinige Frage stellen: für wen wird gearbeitet? (Dann käme noch die Frage der Investitionen hinterher.)

Wir haben aktuell aber die Situation das weder das eine noch das andere ausgelastet ist. Wir haben sowohl die Mittel als auch die Arbeitskraft um /insgesamt mehr/ materielles herzustellen. Der zu verteilende Kuchen kann also wesentlich größer werden. Man könnte also in Anlehnung auf Brecht sagen: *"Du bist Reich - in Ordnung... aber warum muss ich denn arm sein?"*

Und wenn man sich diesen Standpunkt zu Eigen macht kommt man auf die Problematik des Ordnungsrahmens bzw. des Wirtschaftskreislaufes. Dieser hat auch mit der Verteilung zu tun, aber nicht ausschließlich und nicht wegen eines "Neid-Effektes". Innerhalb des volkswirtschaftlichen Ordnungsrahmens geht es daher nicht darum dem Reichen etwas wegzunehmen damit jemand anderes es besitzt (Brecht). Es geht darum ihm einen Euro wegzunehmen, diesen zu verdoppeln und die zwei neu zu verteilen.

So lange man darauf aus ist und sagt "es hat jemand zu wenig" hat man das aufgezeigte Wachstums-Szenario. Ist man nicht auf dieses Szenario aus kommt man auf anderes. Das ist auch möglich, ich halte es aber angesichts der millionen bis milliarden Menschen welche mehr haben möchten (das unterstelle ich) für wenig zielführend.

Grüße
Otmar




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