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ag-liquid-democracy - Re: [AG Liquid Democracy] Korruptionsanfälligkeit?

ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Liquid Democracy in der Piratenpartei

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Re: [AG Liquid Democracy] Korruptionsanfälligkeit?


Chronologisch Thread 
  • From: carlo von lynX <lynX AT pirate.my.buttharp.org>
  • To: LD Entscheidungs- und Diskussionsplattformen in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: Re: [AG Liquid Democracy] Korruptionsanfälligkeit?
  • Date: Mon, 12 Oct 2009 10:42:05 +0200 (CEST)
  • List-archive: <http://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-liquid-democracy>
  • List-id: LD Entscheidungs- und Diskussionsplattformen in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy.lists.piratenpartei.de>

Ich postuliere hiermit, als Designkriterium an LD-Software,
dass Delegationen geheim sein müssen, sonst wäre Liquid Democracy
in der Tat sehr korruptionsanfällig. Begründung folgt:

Friedrich Lindenberg typeth:
| Ein Kandidat für was? Ein Amt? Ich vermute Du meinst: Ein Teilnehmer
| hat genug Delegationen erhalten, um eigenständig Vorschläge
| beschließen zu können. Das wäre in der Tat eine Form der "Diktatur";
| die Frage ist: wäre das unter diesen Bedingungen so schlimm?

Wenn die Delegation einer oder mehrerer Entscheidungen an einen
vertrauensvollen Experten öffentlich ist, kann ein Lobbyist sich die
stärksten Meinungsträger herauspicken, und diese bearbeiten. Sollte er
diese Leute rumkriegen, hat er geradezu eine mathematische Sicherheit,
dass seine Wunschpolitik durchkommt. Somit würde LD optimiertes Handeln
der Lobbies ermöglichen.

| Schließlich besteht jederzeit ein Widerspruchsrecht derjenigen, die
| Delegationen erteilt haben.

Es ist das Wesen eines guten Lobbyisten oder Politikers mit hidden
agenda, dass er überzeugende Argumente pro oder contra einer
Gesetzesinitiative finden kann, je nach dem wie es ihm gerade in den
Kram passt. Ich denke Du siehst es zu optimistisch, zu erwarten, dass
seine Folger das sofort erkennen und sich sofort von ihm abwenden
werden. Meine Erfahrung im IETF hat mir das krasse Gegenteil gezeigt:
Leute werden immerwieder in den IESG gewählt, egal wie oft sie schon
Entscheidungen mit Industrieverfärbung getroffen haben. Letztlich zählt
Sympathie und das gemeinsame Bier mehr, als der Verdacht, ein Politpromi
könnte nicht seine tatsächliche wissenschaftlich fundierte Meinung
vertreten.





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