Zum Inhalt springen.
Sympa Menü

ag-liquid-democracy - Re: [AG Liquid Democracy] Korruptionsanfälligkeit?

ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Liquid Democracy in der Piratenpartei

Listenarchiv

Re: [AG Liquid Democracy] Korruptionsanfälligkeit?


Chronologisch Thread 
  • From: Friedrich Lindenberg <friedrich AT pudo.org>
  • To: LD Entscheidungs- und Diskussionsplattformen in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: Re: [AG Liquid Democracy] Korruptionsanfälligkeit?
  • Date: Fri, 9 Oct 2009 13:25:46 +0200
  • List-archive: <http://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-liquid-democracy>
  • List-id: LD Entscheidungs- und Diskussionsplattformen in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy.lists.piratenpartei.de>

> Ich hab mal die Terminologie aus dem Wiki übernommen. Da ist von
> Vertrauenspersonen und Proxys die Rede. Ich gehe davon aus, es ginge um
> Ämtervergabe.

Da würde ich vehement widersprechen. Zwischen einer themenbezogenen
Abstimmung und einer (Ämter-)Wahl besteht ein fundamentaler
Unterschied und m.E. kann LD nur Abstimmungen abbilden, keine Wahlen.
Für Widerspruch aus der Liste bin ich natürlich offen, aber ich würde
jeden Versuch eine LD für Wahlen zu missbrauchen höchst kritisch
sehen!

> Wenn ich das jetzt richtig verstehe gilt: Proxy = Delegierter.

Jein, sorry wegen dem Vokabular. Proxy Voting gibt es auch, aber m.W.
ist dort die Transparenz der Entscheidungen dabei nicht notwendige
Voraussetzung: Ich erteile eine Vollmacht, der andere kann machen was
er/sie will. Damit kann man auch Wahlen veranstalten.

> Jeder Teilnehmer kann ein Delegierter = Vertrauensperson eines anderen sein

Ja.

>> die Frage ist: wäre das unter diesen Bedingungen so schlimm?
>> Schließlich besteht jederzeit ein Widerspruchsrecht derjenigen, die
>> Delegationen erteilt haben.
>
> Was heißt jederzeit?

Immer. Oder wenn es nach der CDU geht 8-18 Uhr ;-) Deshalb "Liquid"
Democracy: meine Stimme ist nicht in Stein gemeißelt sondern ich kann
sie jederzeit neu vergeben.

> Um dem beschriebenen Mechanismus vorzubeugen, sollte es nicht erlaubt
> werden, seine Stimmen an jemanden zu geben, der weniger Unterstützer hat.
> (Hier könnte noch unterschieden werden, ob diese ihn direkt oder über
> Vertrauenspersonen unterstützen.)

Siehst Du diese Voraussetzung auch in Bezug auf Sach-Abstimmungen?
Mein Verdacht ist, dass man dort mit etwas differenzierteren Tools
arbeiten muss, um das entstehen von Themendiktatoren zu verhindern.

Im Entwurf von Liqd e.V. ist diese Möglichkeit übrigens AFAIK dadurch
verhindert, dass man für jede Entscheidung erneut delegieren muss. Ich
finde dass dabei aber die Nachteile die Vorteile überwiegen und man
eine themenbezogene Generaldelegation durchaus zulassen sollte.

Lg, Fr.




Archiv bereitgestellt durch MHonArc 2.6.19.

Seitenanfang