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wahlprogramm - Re: [Wahlprogramm] Wahlprogramm 2017

wahlprogramm AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wahlprogramm mailing list

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Re: [Wahlprogramm] Wahlprogramm 2017


Chronologisch Thread 
  • From: Thomas Langen <t.langen AT piratenbrandenburg.de>
  • To: wahlprogramm AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Wahlprogramm] Wahlprogramm 2017
  • Date: Mon, 11 Jan 2016 10:12:14 +0100
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/wahlprogramm>
  • List-id: <wahlprogramm.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Piratenpartei

-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-----
Hash: SHA256

Hallo Malte, hallo alle,

ich denke, Du sprichst hier etwas ganz Wesentliches an: Das
Auseinanderklaffen von Anspruch und Wirklichkeit.

Das Programm ist (für die meisten von uns) das was wir meinen im
Rahmen unserer Partei umsetzen zu wollen und deswegen eine heilige Kuh
und ausdauernd umkämpft.

In der politischen Außenwirkung ist es jedoch nur ein Parameter von
vielen, und vielleicht nicht mal der wichtigste. Mindestens ebenso
wichtig sind persönliche Glaubwürdigkeit/Integrität,
Nachvollziehbarkeit von Handeln und Verortbarkeit im politischen Spektrum.

In diesen Punkten haben wir erhebliche Defizite, die einerseits mit
unserer basisorientierten Struktur und den damit verbundenen dubiosen
Entscheidungsprozessen und andererseits mit der Notwendigkeit eines
dicken Felles oder Ignoranz gegenüber ätzender parteiinterner Kritik
zu tun haben.

Nicht umsonst haben sehr viele keine Lust mehr und das Gefühl:
Eigentlich brauchen wir die Piraten, aber mit dieser Partei ist keine
Staat zu machen (und leider auch nicht zu modernisieren).

Mir ist es mittlerweile fast egal, was die Bundespartei für ein
Programm hat, solange es mit unserem Landesprogramm einigermaßen
verträglich ist. Wichtiger, und eher umsetzbar, erscheint mir die
Übereinstimmung von politischen Anforderungen und Funktionsträgern in
der (Brandenburger) Landespartei. Aber auch hier ist die Decke
mittlerweile sehr dünn - die Strukturschwierigkeiten der Bundespartei
tun ihr Übriges.

Ich habe leider auch kein Patentrezept (ich bin wie so viele von uns
ein Techniker/Naturwissenschaftler mit leicht autistischen Tendenzen,
kein homo politicus), aber wesentlicher als ein Neuschreiben des
Programms erscheint mir endlich! die Schaffung von transparenten,
nachvollziehbaren Entscheidungsprozessen, die zu Ergebnissen führen,
die gerne von den Leute an der Parteispitze und denen auf der Straße
vertreten werden. Den eindeutigen Weg dahin sehe ich nicht; ich
vermute jedoch, dass die Meinung des Einzelnen an der Basis besser
durch ein Delegiertensystem vertreten werden kann als durch die
jetzige "Geld- und Zeitelite", deren Zusammensetzung auf
Entscheidungstreffen recht zufällig oder willkürlich ist.

Sorry, dass das jetzt auch länger wurde.

Gruß

Thomas

tl;dr: Wichtiger als Programmdiskussionen ist die (Wieder-)Gewinnung
von Glaubwürdigkeit.

Am 11.01.2016 um 02:51 schrieb Malte MCS:

Und dann Modulweise das GP mit der neuen Struktur aufbauen.


- --
Thomas Langen (Cottbus),
Beisitzer im Landesvorstand Brandenburg

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=bSVK
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