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nrw-essen - Re: [NRW-Essen] Reichtumsuhr - Schuldenuhr

nrw-essen AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Mailingliste der Essener Piraten

Listenarchiv

Re: [NRW-Essen] Reichtumsuhr - Schuldenuhr


Chronologisch Thread 
  • From: Olaf Swillus <olaf.swillus AT swiola.de>
  • To: <nrw-essen AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: Re: [NRW-Essen] Reichtumsuhr - Schuldenuhr
  • Date: Fri, 04 Nov 2011 08:48:40 +0100
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-essen>
  • List-id: Mailingliste der Essener Piraten <nrw-essen.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: osw


Am Donnerstag, den 03.11.2011, 11:19 +0100
schrieb HolleSonnenberg <HolleSonnenberg AT gmx.de>:

Hi Olaf, eigentlich eine coole Sache mit der Reichstumuhr,
nur kann ich leider nicht erkennen woher die Daten kommen.
Vermögen zu definieren ist ja keine ganz einfache Sache
und auch die Seite www.vermögensteuerjetzt.de
macht nicht transparent worauf sie ihre Daten beziehen.

Die Website http://www.vermoegensteuerjetzt.de/
kannte ich noch gar nicht. Danke für den Hinweis.

Aber Vermögenssteuer gab es schon
und ist doch nur abgeschafft worden:
Zitat aus http://de.wikipedia.org/wiki/Verm%C3%B6gensteuer

wiki> Die Vermögensteuer wurde bis Mitte der 1990er erhoben.
wiki> Sie hatte zuletzt 1996 ein Steueraufkommen
wiki> von etwa 9 Milliarden DM generiert,
wiki> das den Bundesländern zugutekam. ...

Außerdem gab es da glaube ich mal einen Punkt der
besagte das der Bundesgerichtshof eine Vermögenssteuer prinzipiell für
nicht vereinbar mit dem Grundgesetz hält, oder sollte ich mich da
irren?
Stimmt, jedenfalls steht es auch so im wiki-Artikel.
Aber ein Bundesgericht könnte heute auch vielleicht zu einer
anderen Entscheidung kommen. (Rechtsgüterabwägung ...)

Ich behaupte ja nicht das die Zahlen nicht stimmen, aber ohne
wirklich transparente Quelle haben sie halt wenig wert. Ich sage das
vor allem weil ich vor kurzem ein Gespräch mit einem Herrn Doktor
Hagenlücke hatte der mir ganz andere Zahlen genannt hat. ...

Gut. Stimmen sollte es ja schon.
Aber ich glaube, dass es hierbei nur auf die Größenodnungen ankommt,
und nicht auf die Stellen hinter dem Komma.
Zuviel Aufwand für die Genauigkeit sollte man nicht treiben.

Stell Dir vor, Du kennst die Stadtverschuldung zu jeder Sekunde bis
auf den letzten Euro-Cent genau. Und dann kommt die Inflation.
Alles umsonst, die große Mühe.
Ausserdem: Wie willst du die vielfältigen Umschichtungen
und politischen Entscheidungen, die Entwicklung der Schulden voraussehen?

( Stichwort:
Gesetz zur Unterstützung der kommunalen Haushaltskonsolidierung
im Rahmen des Stärkungspaktes Stadtfinanzen (Stärkungspaktgesetz )
Übrigens ein Politikum: Städte die sich dum und dämlich gespart haben,
gehen dabei leer aus, weil sie zu wenig Schulden haben, ... darüber geht die Debatte ... )

Es gibt Rückzahlungen, es gibt Verzichte der Banken ("Schuldenschnitt")
oder am Ende gibt es vielleicht sogar den Reset einer ganzen Weltwirtschaft.
Die einen fürchten das, die anderen sagen: "Reboot tut gut".

Voll cool fände ich es wenn du mal nachfragen würdest
und vielleicht an die Primärquelle der Daten kommen würdest, dann
könnte ich mir, zu mindestens von meiner Seite aus durchaus vorstellen
diese Idee in unsere Überlegungen mit einfließen zu lassen.

Nachfragen kann ich ja mal.
Ich denke ja, dass da der Faktor "Daumen" eine gewisse Rolle spielt.
Aber auch dann finde ich, ist es eine gute Replik auf die jetzt populär
gewordenen Schuldenuhren, egal wie genau sie sind. -:)

Grüße Olaf




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