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Betreff: Nrw-ak-soziales mailing list
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- From: Olaf Wegner <pirat AT thoth23.de>
- To: nrw-ak-soziales AT lists.piratenpartei.de
- Subject: [NRW-AK-Soziales] BGE vs. negative Einkommenssteuer
- Date: Sun, 28 Mar 2010 17:32:13 +0200
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-ak-soziales>
- List-id: <nrw-ak-soziales.lists.piratenpartei.de>
Hallo,
ich möchte hier ein Model vorstellen, was in meinen Augen alle Gründe, die auf http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/GE für das GE genannt werden, auch erfüllt.
Doch bin der der Überzeugung, das es leichter zu vermitteln und umzusetzen ist.
(Warum gegen Wände rennen, wenn es eine Tür gibt)
Negative Einkommenssteuer:
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Grundidee:
Jeder Mensch bekommt, wenn sein Einkommen unter einem bestimmten Betrag liegt automatisch und ohne weitere Bedingungen (Verfeinerungen sind möglicherweise nötig), vom Steueramt(!) einen bestimmten Betrag überwiesen. Wobei die Höhe des zu überweisenden Betrags davon abhängig ist, wie weit das Einkommen unter dem noch zu bestimmenden Betrag liegt.
Wichtig: Es besteht kein Zwang zu Arbeiten. Das heißt, es wird nicht danach gefragt, warum das Einkommen so niedrig bzw. kein Einkommen vorhanden ist; es wird ausschließlich festgestellt, dass dem so ist.
Und dies geschieht völlig automatisch, von einem Amt, das auch jetzt schon alle unsere (legalen) Einkünfte kennt.
Warum ich dieses Modell gegenüber dem BGE für eine menschenwürdige Grundsicherung bevorzuge:
- Bei Einführung eines BGE würden Steuergelder zirkulieren ohne zum Bruttoinlandsprodukt beizutragen.
Das BGE muss finanziert werden. Für mich bei meinem Einkommen hieße dass aller Wahrscheinlichkeit nach, dass mir der Betrag, den ich als BGE erhalte, an anderer Stelle durch Steuererhöhungen wieder abgezogen würde. - Warum diese Geldzirkulation, die der Wirtschaft ausschließlich Geld entzieht und keinem nützt?
- Die negative Einkommenssteuer ist sehr kurzfristig umsetzbar:
1. Schritt: Arge wird aufgelöst, der Betrag, den die Arge bis dahin überwiesen hat wird jetzt von Steuramt überwiesen.
2. Schritt: Die zu überweisenden Beträge werden angepasst.
- Bei der negativen Einkommenssteuer entstehen wenige bis keine Mehrkosten:
Im Gegensatz zum BGE muss die negative Einkommensteuer nicht groß refinanziert werden, denn
1. Die Beträge, die heute die Arge überweist werden nun vom Steueramt überwiesen.
2. Durch die Abschaffung der Arge werden Kosten eingespart, die in die Anpassung der zu überweisenden Beträge fließen kann.
- Zur Einführung der negativen Einkommensteuer bedarf es nur relativ wenige Änderungen im Steuerrecht.
Das ist natürlich noch nicht vollständig ausgearbeitet. Doch bin ich der Überzeugung, das sich Aufgrund dieses Modells in relativ kurzer Zeit ein realistisches und einfach zu vermittelndes Programm entwickeln lässt.
Gruß Olaf / Thoth23
- [NRW-AK-Soziales] BGE vs. negative Einkommenssteuer, Olaf Wegner, 28.03.2010
- Re: [NRW-AK-Soziales] BGE vs. negative Einkommenssteuer, Hans-Peter Weyer, 28.03.2010
- Re: [NRW-AK-Soziales] BGE vs. negative Einkommenssteuer, Olaf Wegner, 28.03.2010
- Re: [NRW-AK-Soziales] BGE vs. negative Einkommenssteuer, Rene Daners, 29.03.2010
- Re: [NRW-AK-Soziales] BGE vs. negative Einkommenssteuer, Olaf Wegner, 31.03.2010
- Re: [NRW-AK-Soziales] BGE vs. negative Einkommenssteuer, Fizz, 28.03.2010
- Re: [NRW-AK-Soziales] BGE vs. negative Einkommenssteuer, Olaf Wegner, 28.03.2010
- Re: [NRW-AK-Soziales] BGE vs. negative Einkommenssteuer, Fizz, 28.03.2010
- Re: [NRW-AK-Soziales] BGE vs. negative Einkommenssteuer, Olaf Wegner, 28.03.2010
- Re: [NRW-AK-Soziales] BGE vs. negative Einkommenssteuer, Fizz, 28.03.2010
- Re: [NRW-AK-Soziales] BGE vs. negative Einkommenssteuer, Olaf Wegner, 28.03.2010
- Re: [NRW-AK-Soziales] BGE vs. negative Einkommenssteuer, Fizz, 28.03.2010
- Re: [NRW-AK-Soziales] BGE vs. negative Einkommenssteuer, Olaf Wegner, 28.03.2010
- Re: [NRW-AK-Soziales] BGE vs. negative Einkommenssteuer, Hans-Peter Weyer, 28.03.2010
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