nrw-ag-presse-dortmund AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Liste der Pressepiraten in Dortmund
Listenarchiv
- From: Claudia Behlau <cbehlau AT stadtdo.de>
- To: evorstand AT dielinke-dortmund.de
- Subject: [AG ÖA Dortmund] Pressemitteilung
- Date: Thu, 27 Nov 2014 14:24:00 +0100
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-ag-presse-dortmund>
- List-id: Liste der Pressepiraten in Dortmund <nrw-ag-presse-dortmund.lists.piratenpartei.de>
(See attached file: Bundeswehr.doc)
Sehr geehrte Damen und Herren,
anbei übersenden wir Ihnen eine Pressemitteilung mit der Bitte um
Kenntnisnahme und Veröffentlichung.
Mit freundlichen Grüßen
Claudia Behlau
Fraktion DIE LINKE & PIRATEN
Geschäftsstelle
Friedensplatz 1, 44135 Dortmund
Tel.: (0231 ) 50-27241
Pressemitteilung 27.11.2014
Bundeswehr hat auf Jugendmesse YOU nichts zu suchen
Fraktion DIE LINKE & PIRATEN unterstützt das Bündnis „Krieg ist kein
Funsport“
„Das geht gar nicht. Auf einer Messe, auf der vor allem 14- bis 16-Jährige
unterwegs sind, kann und darf die Bundeswehr auf keinen Fall ihren
Nachwuchs rekrutieren“, kritisiert Utz Kowalewski, Sprecher der Fraktion
DIE LINKE & PIRATEN.
Er teilt die Empörung des Bündnisses „Krieg ist kein Funsport“, in dem die
Fraktion DIE LINKE & PIRATEN Mitglied ist, und das die Teilnahme des
Militärs auf der Jugendmesse YOU (28. bis 30. November) strikt ablehnt.
Die Kritik der Linken & Piraten richtet sich dabei direkt an die
Bundeswehr, sagt Kowalewski. Es sei einfach unmoralisch, bei bereits 14-
bis 16-Jährigen für den Dienst an der Waffe zu werben. „Leider deckt sich
diese Aktion auf der Jugendmesse YOU mit der allgemein gültigen Praxis der
Bundeswehr, die schon 16-Jährige zu Tauglichkeitsuntersuchungen schickt und
diese Altersgruppe offensiv zu Bewerbungen ermuntert.“
„Auf Anfrage unserer Linken-Fraktion im Bundestag hat sich herausgestellt,
dass die Bundeswehr alleine im Jahr 2012 über 1200 Minderjährige an der
Waffe ausgebildet hat“, berichtet Kowalewski. Das stehe im krassen
Widerspruch zur UN-Kinderrechtskonvention. Und es sei auch wirklich nur ein
schwacher Trost, dass die jungen Soldatinnen und Soldaten erst im Alter ab
18 Jahren zu Auslandseinsätzen geschickt werden dürfen. „Ob die Bundeswehr
auf der Messe auch erwähnt, dass bereits über hundert deutsche Soldaten in
Afghanistan und anderen Ländern ums Leben gekommen sind?“, fragt
Kowalewski.
Deshalb kommen auch die Westfalenhallen bei der Kritik der Linken & Piraten
nicht ungeschoren davon. „Wir verstehen, dass die Westfalenhallen
wirtschaftlich arbeiten und deshalb möglichst viele Standplatze vermieten
müssen. Aber es ist ethisch nicht zu vertreten, der Bundeswehr den Zugang
zu einem so jungen Publikum zu ermöglichen“, kritisiert Kowalewski. „Man
könnte böse unterstellen, dass hier die Jugendlichen regelrecht aus
wirtschaftlichen Erwägungen verkauft werden.“ Und dass man mit einer
solchen Kritik offenbar einen Nerv treffe, sei ja an der Reaktion des
Prokuristen der Westfalenhallen abzulesen. Wie nervös müsse dieser Mann
sein, wenn er auf derartige Kritik gleich mit dem MAD (Militärischer
Abschirmdienst) drohe. „Da kann man nur ein gutes Seminar im Bereich
Öffentlichkeitsarbeit empfehlen“, sagt Kowalewski. Deshalb rate man der
Westfalenhallen-Leitung, professionell mit den angekündigten Protesten
umzugehen.
Die Linken & Piraten jedenfalls begrüßen die gewaltfreien und fröhlichen
Protestaktionen, die gegen die Anwesenheit der Bundeswehr auf der YOU
angekündigt wurden. Unter anderem soll es einen Seifenblasen-Flashmob
geben.
Attachment:
Bundeswehr.doc
Description: MS-Word document
- [AG ÖA Dortmund] Pressemitteilung, Claudia Behlau, 26.11.2014
- <Mögliche Wiederholung(en)>
- [AG ÖA Dortmund] Pressemitteilung, Claudia Behlau, 27.11.2014
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