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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Reform auf 4Ebenen (+ X )

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Reform auf 4Ebenen (+ X )


Chronologisch Thread 
  • From: Patrik74 <Patrik74 AT news.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Reform auf 4Ebenen (+ X )
  • Date: Mon, 30 Apr 2012 22:26:35 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


PolitPiratNRW schrieb:
Die betriebliche Notwendigkeit sehe ich dann, wenn eindeutig die Zuordnung geprüft werden kann. Das ist bei zweideutigen Möglichkeiten aus meiner Sicht nicht gegeben. Die Liste ist zu erstellen, daran besteht aus meiner Sicht kein Zweifel, wie sie am Ende aussehen wird, ist auf jeden Fall noch kontrovers zu diskutieren.

Ich halte des für vergebliche Liebesmüh. Es reicht nicht, irgendetwas zu definieren, du brauchst auch Leute, die das alles prüfen und vor Ort kontrollieren. Außerdem musst du bedenken, dass der überwiegende Teil der Unternehmen Kleinbetriebe sind, bei denen es durchaus schwer sein kann, zu trennen ob etwas privat oder beruflich ist. Du triffst mit deinem inquisitorischen Eifer die falschen, und machst den kleinen das Leben unnötig schwer. Leben und leben lassen, hier sind kein Milliarden zu holen - und diese kleinen Unternehmen haben auch keine Möglichkeiten Gewinne außer Landes zu bringen.

Tja ... das Sparen und Wirtschaften im Betrieb kann nicht durch steuersparende Gesetzesordnungen ersetzt werden. Hier sind die Unternehmer eigenverantwortlich gefordert, und müssen mal das Mieten und Leasen und Geld-Verplempern etwas reduzieren.

Dir ist aber schon klar, dass sich ein kleines Unternehmen keinen LKW leisten kann, auch wenn es den hin und wieder braucht. Ebenso wie sich das kleine Unternehmen nicht immer das Gebäude kaufen kann, in dem es seine Geschäfte betreibt, und es ist durchaus nachvollziehbar, wenn ein Unternehmer sagt, dass er sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren will, und deshalb den Fuhrpark auslagert. Warum sollte all das nicht als Betriebsausgabe gelten, wo es doch eindeutig Betriebsausgaben sind?

Wie steht es zum Beispiel mit einem Handy, dass ein Kleinunternehmer sowohl privat als auch beruflich einsetzt? Oder das Auto, mit dem er tagsüber zu Kunden fährt und Abends privat zum Einkaufen? Was ist mit seinem PC, etc., etc. Wer soll im einzelnen prüfen, ob der Freiberufler seine Räume wirklich nur privat oder beruflich nutzt? Ein Fass ohne Boden. Wenn du Bürokratie vehindern willst, gehst du mit diesem Vorschlag genau in die falsche Richtung.

Übrigends ... der Arbeitnehmerschaft hat man diese Eigenverantwortlichkeit einfach aufgebürdet, und bei den Unternehmern soll das auch einmal nicht gelten.

Ich weiss nicht, was du meinst; es gibt wohl kaum jemanden, der in diesem Staat rechtlich von vorne bis hinten dermaßen gepampert wird, wie der gemeine Arbeitnehmer - außer natürlich Transferempfänger. Wo haben diese Personen denn überhaupt noch "Eigenverantwortlichkeit"? Vielleicht bei der Aufnahme von Konsumentenkrediten und Geldanlagen, und auch da soll der Gesetzgeber wieder alles regeln.




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